#InsideCDU
Die Doku-Staffel lässt mich nicht mehr los – nicht etwa wegen überraschender Enthüllungen, denn vieles davon konnte man in den letzten Jahren bereits täglich auf Social Media, in Talkshows und in den Nachrichten mitverfolgen.
Was wirklich nachwirkt, ist die Komprimierung: Die verdichtete Zusammenfassung entfaltet eine Eigendynamik und Dramatik, der man sich kaum entziehen kann.
Natürlich muss man bei dokumentarischen Formaten reflektiert bleiben: Musik, Schnittführung und Frame-Auswahl erzeugen gezielt Stimmungen und Narrativ-Bögen. Aber selbst wenn man dem ZDF eine kritische Tendenzauswahl unterstellt, um die Partei möglichst unvorteilhaft darzustellen, gilt: Die CDU hat dem Sender reichlich Stoff auf dem Silbertablett serviert. Zumal davon auszugehen ist, dass die Partei beim verwendeten Material und den Dreherlaubnissen ein ordentliches Mitspracherecht hatte.
Was die Doku so beklemmend macht, ist das Zusammenspiel aus politischem Kontrollverlust, innerparteilicher Dynamik und der Bereitschaft zur Selbstentblößung vor laufender Kamera.
„Inside CDU“ ist damit schon jetzt ein historisches Zeitdokument über den strukturellen und inhaltlichen Niedergang einer ehemals unumstrittenen Volkspartei.