Vor drei Jahren hat die Hamas Israel überfallen. Über 1.200 Ermordete, hunderte Verschleppte. Ein Massaker an Familien, an Kindern, an jungen Leuten auf einem Musikfestival. Es war der größte Mord an Juden seit der Shoa. An diesem Tag halte ich inne und denke an die Opfer, an ihre Angehörigen und an die, die bis heute mit dem Verlust leben müssen.
Israel hat jedes Recht, sich zu verteidigen und seine Bürger zu schützen. Meine Solidarität mit Israel ist an keine Bedingung geknüpft. Sie gilt an diesem furchtbaren Jahrestag genauso wie an jedem anderen Tag.
Umso beschämender ist, was wieder in Berlin zu sehen ist. In der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, wenige Kilometer vom Bundestag entfernt, feiern Leute die Täter und verhöhnen die Ermordeten. Dafür gibt es ein Wort, und das Wort heißt Antisemitismus. Wer das Massaker vom 7. Oktober bejubelt oder relativiert, hat in diesem Land keinen Platz auf der Straße und erst recht kein Verständnis verdient.
Jüdinnen und Juden in Deutschland dürfen sich nicht fragen müssen, ob sie die Kippa tragen können. Dass sie es tun können, ist eine Frage unserer Ehre.
Am Israel Chai. ✡️