Machen wir uns nichts vor.
80-90% von denen, die heute AfD im Osten wählen, kann man nicht wieder einfangen, indem man Ihnen die Politik besser erklärt oder Ihre Sorgen und Nöte "endlich" ernst nimmt. Das ist alles schon hunderte Male geschehen.
Und das wollen sie auch gar nicht. Die sind nicht an Problemlösungen interessiert, denn sie haben überhaupt keine Probleme, die die Politik lösen könnte.
Sie wollen lecker Bratwürste und ein wohliges Gefühl von Zugehörigkeit und Volksgemeinschaft. Sie wollen einfach stolz sein dürfen auf ihre Heimat und dabei sollen sie keine "linken und grünen Spinner" (O-Ton Merz) dabei stören. Ihre timeline sagt Ihnen jeden Tag, dass von Ausländern grundsätzlich Gefahr ausgeht, Trump fetzt, die Ukraine korrupt ist und Moskau der Freund. Da ergibt sich dann das geschlossene Weltbild von ganz allein.
Jetzt finden sie es erstmal toll, welche Wirkmacht Ihre Wahl nun hat. Wie jetzt alle in den Medien und im politischen Berlin panisch rumlaufen und analysieren und rumlaufen und analysieren und doch keine Antwort finden.
Sie fühlen diese Macht. Sie finden das geil. Deswegen werden sie auch nicht aufhören die AfD zu wählen, nur weil irgendjemand sie oder die die AfD "rechtsextrem" nennt. Sie waren schon immer so und früher war das schließlich auch kein Problem als sie im Osten noch die CDU gewählt haben.
Sie werden auch nicht aufhören, die AfD zu wählen, wenn die Wirtschaft wieder wachsen sollte, die Steuern sinken würden und es überhaupt keine Netto-Migration nach Deutschland mehr geben würde.
Es war keine Denkzettelwahl, damit die Politiker in Berlin irgendetwas überdenken sollen.
Es ist das Signal, dass sie mit diesem System abgeschlossen haben.
Zum Glück für die Bundesrepublik gibt es relativ wenige Ossis insgesamt.
Wenn jemand widersprechen möchte, nur zu.
OSTDEUTSCHLAND | Sonntagsfrage Bundestagswahl Forsa/RTL, n-tv
AfD: 45% (+13,0)
LINKE: 15% (+1,6)
CDU: 12% (-6,7)
SPD: 9% (-2,6)
GRÜNE: 9% (+1,1)
BSW: 5% (-4,4)
Sonstige: 5% (-2,0)
Änderungen zum Wahlergebnis von 2025
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