Professor of sociology at HWR Berlin | theories, organizations, ideologies

Berlin, Deutschland
"Eine Dame, deren Gedanken nicht recht mit denen der übrigen Welt hätten übereinstimmen wollen". Thomas Mann wie immer höflichst über Spinner.
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Warum stehen amerikanische SOWIs so auf Bourdieu? Feine Unterschiede und Distinktion passen doch gar nicht zu deren Konsumgewohnheiten. Erklärung einer Kollegin: extrem breiter Begriff von Kapital. Und davon ausgehend: überall Wettbewerb um dieses Kapital. Sehr US-konform.
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Der Klimawandel hat die Wissenschafts- und Technikforschung ihrer liebsten Hypothese beraubt.
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Was mich zu einem langweiligen, mid-core politischen Zentristen macht, ist die feste Überzeugung, dass, nach welcher politischen Revolution auch immer, die Gesamtmenge an Glück nicht steigen wird.
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Soziologisches Erwachsenwerden bedeutet: sich von soziologischen Ansätzen keine Lösung persönlicher Identitätsprobleme zu erwarten.
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Was ist Eurer Meinung nach das komplexeste soziologische Argument? Oder Konzept? Nicht das beste, richtigste, schönste und auch nicht Euer liebstes, sondern das komplexeste.
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Falls es wen interessiert: das m.E. komplexeste Argument in der aktuellen Soziologie ist Donald McKenzies Aufarbeitung der Finanzkrise 2007/08.
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Anton aus Anton und Alma ist nicht nur jüdisch und mega gutaussehend, er hat nicht nur coole premium-Eltern und wohnt nicht nur in einer premium-WG. Er ist auch voll belesen und hochbegabt. Wer will sowas lesen?
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Wettbewerbe um Status sind ein Effekt sozialer Ungleichheit. Aber nicht die Triebfeder. Wer das so sieht, verwechselt Prenzlauer Berg (oder Brooklyn) mit der Gesellschaft im Ganzen.
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"Ich sage es dir gerne nochmal. Vielleicht verstehst Du es dann. Der späte Luhmann ist soziologisch unbrauchbar."
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Fran Osrečki retweeted
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Lese gerade einen praxistheoretischen Text. Die Autoren kommen drauf, dass manche Praktiken schon halt sehr persistent sind. Und nennen das dann "geronnene Macht". Bloß nicht das böse böse Wort "Struktur" sagen. Witzig, diese theoretischen Neurosen.
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Baerbock kann nicht, wird nicht und soll auch nicht forschen. Die Columbia stellt solche Politiker a.D. ein, um ihren Studis gute persönliche Kontakte in die (Welt-)politik zu vermitteln. Sowas nennt man "latente Funkion". Gängige Praxis an US-Spitzenunis seit Jahrzehnten.
Nach dem Arday-Skandal ein weiterer Sargnagel für das Image von Universitäten 👇 Der Durchschnittswähler rätselt, wie jemand ohne Promotion, mit Plagiierungshintergrund und ohne nachgewiesene Lehr- oder Forschungserfahrung auf eine Professur an einer weltweit renommiertesten Universitäten kommen kann.
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André Kieserling, FAS, 23.08.26, p. 54, zu einem Text von mir, der demnächst in einer Veröffentlichung der Leopoldina erscheint.
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Wenn jemand sagt, die Sozialwissenschaften bräuchten klarere Kriterien für die Güte wissenschaftlicher Aussagen, so nehme ich eine solche Position nur ernst, wenn derjenige, der sie vertritt, damit auch Teile seines eigenen Oevres für wissenschaftlich obsolet erklärt.
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Denn ansonsten sind solche Appelle wenig mehr als Aufrufe zur Ausschaltung der epistemischen Konkurrenten. Sie laufen dann im Grunde auf die Position hinaus: Gute Wissenschaft = mein Ansatz, meine Kumpels und ich.
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Eine kulturelle Beobachtung (Balkan edition). Es ist in Ländern wie CRO üblich, im öffentlichen Raum das eigene Land als zB Drecksland zu bezeichnen, etwa wenn man zu lange auf etwas warten muss. Und man kann mit viel Zustimmung dazu rechnen. In DE undenkbar. Nationalismus usw.
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While The Spectator rants on about wokery (it exists, is bad, yet not as dominant as it says) The New Statesman gives us much much deeper structural analysis about why it is there along with so many other ills. See also David Rubciman’s piece. newstatesman.com/cover-story…
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Fran Osrečki retweeted
Während andere vom Ende der Geschichte träumten, warnte Panajotis Kondylis 1992 vor der kommenden Krise: Protektionismus, Massenmigration und Chinas Aufstieg. Seine Prognosen lesen sich heute erstaunlich hellsichtig. faz.net/aktuell/feuilleton/b…
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