📊 Equity Research | Portfolio Management ⚖️ Quality & Leverage: Quantitative Strategien ⚠️ Private Meinung; keine Anlageberatung 📩 Deep Dive 👇

Bavaria, Germany
Quo Vadis Stock Market? Crash, Correction, oder Melt-Up? Die Indizes stehen am Allzeithoch, doch unter der Oberfläche brodelt es. Die warnenden Stimmen werden lauter. Michael Burry warnte abermals (zugegeben ich habe nicht nachgezählt wie oft schon): "The stock market is quite obviously in its first stage of grief, denial. Per 2000 and 2008, this stage lasts 6-9 months.“ Doch binäres Denken (Crash vs. Rallye) hilft uns als Investoren nicht weiter. Wir müssen in Wahrscheinlichkeiten handeln. In meinem neuen Research Report habe ich die strukturellen Einflussfaktoren (bröckelnde Marktbreite, die $4.3T Maturity Wall, historisches Shiller-KGV und noch weitere Chancen und Risiken für den Aktienmarkt) objektiv analysiert. Das Ergebnis: 📊 3 konkrete Makro-Szenarien für die nächsten 12-18 Monate. 🧮 Die objektiven Eintrittswahrscheinlichkeiten. 🛡️ Die Portfolio Positioning Matrix: Ein vollständiges Allokations Dashboard für 7 Assetklassen und Sektoren . Inklusive Overweight/Underweight-Vorgaben und den konkreten UCITS ETFs (inkl. WKN) für die direkte Umsetzung. Die komplette Analyse gibts über den Link im ersten Kommentar #StockMarket #Investing #Macro #Portfolio #Finance #SP500
1
3
295
Der Nasdaq hat ein neues Allzeithoch erreicht. Der S&P tendiert am ATH. Doch bei vielen Anlegern herrscht Frust, weil das eigene Depot kaum vom Fleck kommt. Wie passt das zusammen? Zuerst: Glückwunsch an alle, die gerade mit fokussierten Wetten auf Tech Werte wie AMD oder Palantir ihre eigenen Allzeithochs feiern! Aber mal ehrlich: Ist dieser Ansatz für jeden replizierbar? Oft wird das als rein analytisches Geschick verbucht. Doch von all jenen, die mit der exakt gleichen Strategie all-in auf die falschen Werte gegangen sind, hört man auf Social Media bekannterweise nichts Ein Blick auf die Zahlen zeigt die Realität unter der Oberfläche: Die Marktbreite ist nicht wirklich gegeben. Stand Anfang Oktober 2026 notieren im Nasdaq 100 fast 42 % der Aktien unterhalb ihrer 200-Tage-Linie. Im S&P 500 sieht es nicht besser aus weit über die Hälfte der 500 größten US-Unternehmen steckt de facto in einem intakten Abwärtstrend. Diese Rallye wird fast ausschließlich von einer Handvoll schwergewichtiger Mega-Caps getragen. Und das ist keine kurzfristige Anomalie, sondern wir kennen alle mittlerweile die Bessembinder-Studie: Historisch gesehen sind gerade einmal 4 % aller börsennotierten US-Aktien für die gesamte Überrendite des Aktienmarktes verantwortlich. Was heißt das aber für die Praxis: Wer unstrukturiertes Stock-Picking betreibt und ausgerechnet diese entscheidenden 4 % der ultimativen Outperformer verpasst, hinkt einen "einfachen marktbreiten" Index hinterher. Genau das spüren aktuell so viele in ihren Depots. Die Konsequenz: Wessen Portfolio derzeit weit vom Allzeithoch entfernt ist, sollte dringend seine eigene Struktur auf den Prüfstand stellen. Viele machen den Fehler und glauben, sie müssten erst mit großen, riskanten Einzelwetten Vermögen aufbauen und könnten später diversifizieren. Das ist exakt der falsche Weg. Baut zuerst ein robustes Core Fundament auf! Ein breiter All World-ETF als absolutes Basis Investment ist keine Schwäche oder wie man hier manchmal liest "für Faule" . Er garantiert rein mechanisch, dass ihr die 4 % der Gewinner-Aktien dauerhaft an Bord habt, ohne eine Glaskugel zu brauchen. Erst wenn dieses Fundament steht, solltet ihr gezielt mit echtem Stock-Picking beginnen. Genau für diese systematische Strukturierung habe ich mein Buch „Evergreen Portfolio“ geschrieben. Darin zeige ich euch sehr unterschiedliche, sofort umsetzbare ETF Portfolios auf. Von Faktor-ETFs bis hin zu einem All-Weather-Ansatz mit Gold und Anleihen. Die Links zum E-Book und zur kürzlich erschienenen, gedruckten Amazon-Version findet ihr im ersten Kommentar! 👇 #Börse #Aktien #ETF #Vermögensaufbau #EvergreenPortfolio #Marktbreite #SP500 #Nasdaq100
3
20
1,032
September-Update: 10.000 € Echtgeld-Experiment (S&P 500 vs. 2x Hebel) Monat 4 (S&P 500 vs. 2x Hebel) ist ausgewertet (Update September). Die theoretische Erwartung: Ein linearer 2-fach Hebel verdoppelt diese Marktrendite. Die strukturelle Realität: Eine asymmetrische Performance-Lücke. Der 2x-ETF konnte den Basis-Index im September zwar weiterhin überholen, die Volatilität (Beta-Slippage) hat in den untertägigen Schwankungen jedoch abermals einen Teil der Rendite gekostet.. Wie hoch die prozentuale Lücke zur Zielrendite durch die tägliche Rollierung wirklich ausfällt – und warum sich zumindest der maximale Drawdown statistisch sauber verdoppelt hat (-7,19 % vs. -3,68 %) zeige ich im neuen Update. Den Link zur kompletten Auswertung findet ihr direkt im ersten Kommentar. 👇 #Börse #Aktien #ETF #Finanzen #SP500 #Risikomanagement #ValueInvesting
Made with AI
1
5
488
Der neue Sonntags-Newsletter ist live! Heute im Fokus: Interactive Brokers. Das Unternehmen ist kein gewöhnlicher Broker – es ist für mich die technologische Cashflow-Maschine im Finanzsektor. Während Neobroker oft vom reinen Orderflow (PFOF) oder dem spekulativen Verhalten der Privatanleger abhängig sind, skaliert IBKR industriell und global. Ein weiterer Profit Treiber ist dabei das aktuelle „Higher for Longer“-Zinsumfeld: Das Unternehmen generiert auf die nicht investierten Cash Bestände seiner Kunden nahezu risikolose Erträge. Die operative Marge liegt bei über 60 %. Aber: Auch so ein Qualitätsunternehmen kaufe ich nicht zu jedem beliebigen Preis. In der neuen Ausgabe zeige ich Schritt für Schritt: 1️⃣ Meine fundamentale Auswertung (Quality Score: 48/60) 2️⃣ Die exakten Kursziele (Base & Bull Case Matrix) 3️⃣ Den berechneten Einstieg für Aktie & Derivat (Buy-Limit) inkl. Stop-Loss. Außerdem im Update: Die neue Portfolio-Korrelationsmatrix, Accountability Tabelle und warum ich bei LVMH & Zoetis aktuell ganz bewusst Geduld beweise. Den Link zur kompletten Ausgabe findet ihr direkt im ersten Kommentar. 👇 #Börse #Aktien #ValueInvesting #InteractiveBrokers #Trading #Finanzen #Aktienanalyse
1
8
638
Ein Bekannter meinte diese Woche zu mir: „Jetzt werden die Sparpläne schon wieder so nah am Allzeithoch ausgeführt. Das ist doch total ungünstig, ich denke ich pausiere lieber erst mal und kaufe wenn es runter geht.“ Das ist psychologisch absolut nachvollziehbar. Mathematisch aber einer der teuersten Fehler, die man als Anleger machen kann. Vor knapp zwei Monaten (am 6. August) habe ich hier davor gewarnt, wie teuer dieser psychologische Reflex für langfristige Anleger ist. Blicken wir auf heute: Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq notieren nach einer starken Erholung wieder in unmittelbarer Schlagdistanz zu ihren Allzeithochs. Wer damals aus Angst an der Seitenlinie geblieben ist, hat kein Risiko minimiert, sondern erlebt den klassischen Cash Drag Die Mathematik schlägt auch hier das Bauchgefühl: Nach einem Allzeithoch ist die Wahrscheinlichkeit auf weitere positive Renditen historisch sogar höher als an einem völlig beliebigen Handelstag (88 % vs. 83 % nach 1 Jahr, 94 % vs. 90 % nach 5 Jahren, siehe Grafik unten). Ein Markt auf Rekordniveau ist kein automatisches Crash-Signal, sondern Ausdruck struktureller Trendstärke. Das zögerliche Warten auf den vermeintlich „perfekten Einstieg“ vernichtet laut Studien in knapp zwei Dritteln der Fälle messbare Rendite gegenüber der direkten Einmalanlage. Diesen Fehler und weitere teure Fehlentscheidungen habe ich in meinem Praxis-Guide aufgeschlüsselt – und vor allem gezeigt, wie man diese durch feste, institutionelle Regeln im eigenen Depot systematisch vermeidet. Für alle, die lieber etwas Festes im Bücherregal haben möchten, gibt es das Ganze ab sofort auch als Hardcover bei Amazon. Beide Links findet ihr direkt im ersten Kommentar. 👇 #Börse #Aktien #Allzeithoch #ETF #Geldanlage #ValueInvesting #Finanzen
"Die Märkte stehen am Allzeithoch – ich warte mit meinem Cash lieber auf den nächsten Rücksetzer." Diesen Satz lese ich aktuell hier auf X jeden Tag. Es ist psychologisch absolut nachvollziehbar (Verlustaversion), aber mathematisch einer der teuersten Fehler, die du als Anleger machen kannst. Das Phänomen nennt sich "Cash-Drag". Aus Angst vor einem Crash wird verfügbares Kapital (z.B. aus Boni, Erbschaften oder Verkäufen) wochenlang auf dem Girokonto gehortet oder ängstlich über 24 bis 36 Monate in den Markt getröpfelt (Dollar-Cost Averaging). Die historische und mathematische Realität sieht jedoch völlig anders aus: Die Illusion: Allzeithochs (ATH) sind gefährlich. Die Fakten: Nach einem Allzeithoch ist die Wahrscheinlichkeit auf weitere Anlagegewinne historisch betrachtet sogar höher als an einem völlig beliebigen Durchschnittstag. Die Kosten: Wer den Einstieg verzögert, verliert laut Vanguard-Studien in 68% der Fälle gegen die Einmalanlage und vernichtet im Schnitt ca. 2,3 % Renditepotenzial, weil er auf die Aktienrisikoprämie verzichtet. 💡 Die Lösung: Profis trennen Kapitalallokation strikt von Emotionen. Freies Kapital wird sofort investiert (Lump Sum) – unabhängig davon, ob der Markt am Allzeithoch steht oder nicht. Für extreme Härtefälle greift eine eiserne "Time-Boxing-Regel": Das Geld wird in maximal 3 bis 6 mechanische Tranchen aufgeteilt, aber niemals über Jahre gestreckt. Weil ich genau solche teuren Fehler, die oft nur aus reiner Unwissenheit passieren, hier so häufig beobachte, hat mich das veranlasst, mein Wissen aus der Praxis in einem Guide zu bündeln. Damit Anleger dieses Lehrgeld nicht bezahlen müssen, habe ich die 10 größten Fehler von Privatanlegern und die exakten institutionellen Lösungen dazu, in einem 50-seitigen Praxis-Playbook aufgeschrieben. Den Link dazu findet ihr im ersten Kommentar
8
3
29
3,254
Tim Cook als der Heilsbringer von Nike? Ein häufiges Argument für einen baldigen Nike Turnaround ist der Insider-Kauf von Tim Cook. Auf Social Media wird dies als ein Boden-Indikator interpretiert, da er als Insider ja Ahnung haben müsse, dass es jetzt wieder bergauf geht. Dazu kommt sein positives Image aus seiner Apple Zeit Schauen wir uns das mal genauer aus der Corporate Governance Sicht an. Stock Ownership Guidelines: Tim Cook sitzt bereits seit 2005 im Board of Directors und agiert dort als Lead Independent Director. Auf diesem Level greifen in den USA in der Regel strikte Richtlinien, die Verwaltungsräte dazu verpflichten, ein gewisses Vielfaches ihrer jährlichen Vergütung in Aktien zu halten. Halbiert sich der Kurs, schrumpft auch der Wert dieses Pakets. Zukäufe sind in solchen Phasen oft vertragliche Pflichterfüllung oder das Nachjustieren an die internen Guidelines, um den Vorgaben wieder zu entsprechen. Relation zum Gesamtvermögen: Bei einem geschätzten Net Worth von rund 2 Milliarden USD ist ein Investment von wenigen Millionen Dollar für ihn kein existenzielles Conviction Play, sondern eher etwas mehr als "Taschengeld". Das persönliche Risiko geht für ihn in diesem Verhältnis gegen null. Signaling: Solche Transaktionen dienen in Krisenzeiten primär als Signal an den Markt, um Vertrauen zu demonstrieren. Sie verändern jedoch nichts an der operativen Realität. Ein Insiderkauf löst weder das Problem der wegbrechenden Margen noch den massiven Umsatzrückgang im chinesischen Markt. Am Ende zählen Bilanzen, wiederkehrende Cashflows und Marktanteile und keine kosmetischen Käufe der Führungsebene. #Nike #ValueInvesting #CorporateGovernance #Fundamentals #Aktien #Börse
1
7
375
Aktuell liest man überall: „McDonald’s ist so günstig bewertet wie seit Jahren nicht mehr!“ Stimmt optisch. Aber heißt „günstig“ automatisch, dass die Aktie jetzt ein Kauf ist, oder handelt es sich möglicherweise um eine sogenannte "Value Trap"? Im neuen ausführlichen Report habe ich McDonald’s ($MCD) nach dem 30%-Absturz ausführlich analysiert: ❌ Warum das angebliche Wachstum eine reine Preis Illusion war (Ticket Size vs. Traffic) ⚔️ Welche neue Konkurrenz für die Aktie plötzlich relevantz ist 💊 Die unterschätzte Bedrohung durch GLP-1 & die europäische Konsumschwäche 🤖 Die hochriskante Wette auf die neue KI-Preis-Software „ArchIQ“ 📊 Konkrete Kursziele unter Berücksichtigung dreier operationaler Szenarien (Bear, Base, Bull) Spoiler: Wer glaubt, McDonald's sei nach dem Rücksetzer ein automatischer No-Brainer, übersieht ein gewaltiges operatives Risiko. Eines der drei durchgerechneten Szenarien offenbart jedoch ein enormes Erholungspotenzial auf neue Allzeithochs. Vorausgesetzt, das Management spielt einen ganz bestimmten Joker richtig aus. Die ideale Lektüre fürs Wochenende. Vollständige Analyse über dem Link im ersten Kommentar 👉 #McDonalds #ValueInvesting #Aktien #Börse #CFA #Dividende #EquityResearch
Made with AI
1
6
583
Hier zum ausführlichen Report: marco1004.substack.com/p/mcd…
2
144
Nike ($NKE) Q1-Zahlen: Ist der Turnaround in Sicht oder fällt das Messer weiter? Am 7. September (Nike stand damals bei 38,40 USD) habe ich an dieser Stelle davor gewarnt, voreilig in das fallende Messer zu greifen: „Eine Aktie, die bereits 70 % oder 80 % gefallen ist, kann problemlos noch einmal um weitere 30 % nachgeben [...] Value Investoren fangen keine fallenden Messer, sondern setzen sich messbare Anzeichen für den Turnaround.“ Heute Morgen notiert Nike vorbörslich bei rund 32,15 USD. Das ist ein weiteres Minus von über 16 % in weniger als vier Wochen. Gestern Abend hat Nike seine Q1-Zahlen veröffentlicht – und die Aktie rauschte nachbörslich auf knapp 32 USD ab. Prüfen wir die Zahlen anhand meiner damaligen Turnaround-Checkliste: 1. Margen-Stabilisierung (Ziel: >45 % Bruttomarge) ❌ Klar verfehlt: Die Bruttomarge stieg zwar leicht um 60 Basispunkte, liegt mit 42,8 % aber immer noch meilenweit unter der 45 %-Marke. Die Preissetzungsmacht fehlt weiterhin. 2. Lagerabbau / Inventory (Ziel: Gesundung des Bestands) 🟡In Arbeit: Die weltweiten Lagerbestände sanken immerhin um 3 % auf rund 7,8 Mrd. USD. Ein kleiner Schritt, um den Druck aus der Lieferkette zu nehmen. 3. Wholesale-Comeback (Ziel: >5 % Umsatzwachstum) ❌ Verfehlt: Der Umsatz im klassischen Großhandel (Wholesale) schrumpfte um 1 % auf 6,8 Mrd. USD. Noch dramatischer: Die Direktverkäufe (D2C) fielen um 8 %, das Digitalgeschäft brach sogar um 13 % ein. 4. Wachstumsmotor China (Ziel: Rebound im Schlüsselmarkt) ❌ Kollaps: Der einstige asiatische Wachstumstreiber bricht komplett weg. Der Umsatz in China stürzte um schockierende 22 % auf nur noch 1,18 Mrd. USD ab. Ohne Belebung im margenstarken China-Geschäft fehlt der Hebel für eine nachhaltige Erholung. Fazit zum Turnaround & Earnings-Zockerei: Der Turnaround ist nicht nur verschoben, er rückt in weite Ferne. Das Management hat die Prognose für das Gesamtjahr drastisch kassiert und erwartet nun sinkende Umsätze im hohen einstelligen Bereich. Noch ein Wort zu den letzten Tagen: Ich habe gesehen, dass viele Marktteilnehmer direkt vor diesen Quartalszahlen blind Positionen, teils sogar gehebelt oder mit ungedeckten Puts (Cash Secured Puts), aufgebaut haben. Oft werden auf Social Media nur die schnellen Optionsprämien gefeiert. Was dabei verschwiegen wird: Wer gestern solche Puts verkauft hat, bekommt nun zwangsweise die Aktien eines fundamental kriselnden Unternehmens mit sofortigem Buchverlust ins Depot gebucht – und bindet massiv Kapital in einem fallenden Messer. Machen wir uns nichts vor: Earnings bei einem wackelnden Unternehmen sind ein rein binäres Event. Darauf zu spekulieren hat nichts mit Investieren zu tun, das ist pures Zocken. Hier zeigt sich die Realität der Märkte: Am Ende des Tages bestimmen die Ergebnisse und Bilanzen den Kurs und nicht zehn bunte Linien, erhoffte SupportLevel im Chart oder komplex klingende Fachbegriffe. Wenn das operative Geschäft nicht läuft und der Umsatz wegbricht, wird jede technische Unterstützung sofort abverkauft. Ein echter Turnaround braucht Zeit (meist 12–18 Monate). Bis die KPIs drehen, bleibt Nike ein Restrukturierungsfall. Geduld und strikte Qualitätsfilter zahlen sich aus. #Nike #ValueInvesting #Earnings #Fundamentals #CFA #Aktien #Börse
Nike: Weiter fallendes Messer oder echter Turnaround? ($NKE). Die Timeline, vor allem im englischsprachigen Raum, ist aktuell voll mit Nike Prognosen: „Nur noch ein letzter Shakeout, dann kommt der finale Boden und die Aktie steigt wieder.“ Dieser Glaube ist an der Börse jedoch gefährlich: Eine Aktie, die bereits 70 % oder 80 % gefallen ist, kann problemlos noch einmal um weitere 30 % nachgeben – oder sich im schlimmsten Fall nie wieder vollständig erholen (auch wenn ich Letzteres bei einer globalen Marke wie Nike für unwahrscheinlich halte). Der Absturz vom Allzeithoch ($179 auf aktuell knapp $40) ist kein Mysterium. Wir sehen hier bilderbuchmäßig, dass der Kurs schlichtweg den kollabierenden Fundamentaldaten nach unten gefolgt ist (Stand Geschäftsjahr 2026): Umsatz Rückgang: In FY24 lag der Rekordumsatz noch bei 51,36 Mrd. USD. Im jüngst abgeschlossenen FY26 meldete Nike nur noch 46,4 Mrd. USD. Ein Wegbruch von fast 5 Milliarden Dollar. Gewinn Halbierung: Der Nettogewinn stürzte nach dem Rekordjahr FY24 (5,7 Mrd. USD) im Folgejahr drastisch ab und stagniert nun in FY26 auf einem Tiefstand von 3,1 Mrd. USD. Margen Kollaps: Auf dem Peak (FY22) glänzte Nike mit einer operativen Marge von 14,3 %. Heute kämpft das Unternehmen mit drückenden 8,2 %. Asien Problem: Im einstigen Wachstumsmotor China brachen die Umsätze zuletzt um fast 13 % auf 6,58 Mrd. USD ein. Strategischer DTC-Fehltritt: Der radikale Rückzug aus dem Großhandel hat wertvolle Regalfläche gekostet. Konkurrenten wie On und Hoka haben diese Lücken dankbar gefüllt. Wie identifiziert man also wirklich eine fundamentale Trendwende? Value Investoren fangen keine fallenden Messer, sondern setzen sich messbare Anzeichen für den Turnaround: Margen-Stabilisierung: Rückkehr der Bruttomarge auf das historische Normalniveau von >45 % und der operativen Marge zurück in den zweistelligen Bereich (>12 %). Lagerabbau (Inventory): Der „Days Inventory Outstanding“ (DIO) muss wieder auf ein gesundes Niveau von unter 95 Tagen sinken, um erzwungene Rabattschlachten zu beenden. Wholesale-Comeback: Ein konstantes Umsatzwachstum im klassischen Einzelhandel (Wholesale) von >5 % YoY, um den verlorenen Regalplatz zurückzuerobern. Kapitaleffizienz (ROIC): Der Return on Invested Capital muss den Abwärtstrend stoppen und wieder die 20 %-Marke ins Visier nehmen. Produkt-Innovation: Ein messbar steigender Umsatzanteil neuer Performance-Linien (Running), statt sich auf schrumpfenden Marktanteilen alter Retro-Modelle (Dunk, Air Force 1) auszuruhen. Ein operativer Turnaround dauert in der Bekleidungsindustrie von der Design-Pipeline bis ins Regal meist 12 bis 18 Monate. Bis diese Metriken wieder stimmen, hilft kurzfristig wohl höchstens noch Sydney Sweeney als Markenbotschafterin 😉 #Nike #Aktien #Börse #ValueInvesting #Turnaround #CFA
1
3
600
Ein kurzer Nachtrag zu einer Debatte, die bei Nike oft aufkommt: Hat sich die Marke mit ihren sozialpolitischen Kampagnen selbst zerstört („Go Woke, Go Broke“)? Der Blick in die 10-K Filings liefert eine deutlich unaufgeregtere Antwort: Nikes Absturz basiert vor allem auf Management Fehlern. Unter Ex-CEO John Donahoe wurde ein aggressiver Wechsel zum Direct-to-Consumer-Modell vollzogen und etablierte Großhändler verprellt. Das Ergebnis war ein massives Sichtbarkeitsvakuum im stationären Handel, Rekord Lagerbestände und ein Mangel an wichtigen Produktinnovation bei den wichtigsten Laufschuh Franchises. Es war kein Kulturkampf, der die Margen erodieren ließ, sondern eine verfehlte Channel Strategie. Wer die Zahlen hinter dem Absturz und weitere Beispiele wie Netflix oder Disney im Detail nachlesen möchte, findet meine komplette Fallstudie dazu hier auf Substack: marco1004.substack.com/p/go-…
3
165
Teil 4: Beyond Meat Vom 10-Milliarden Hype zum 99% Kollaps: Warum Promis keine Bilanzen retten. Nach E-Commerce, Streaming und Beauty (Teile 1-3) kommen wir heute zum extremsten Fall des Halo Effekts: Dem größten Food-Hype des vergangenen Jahrzehnts. Der Promi Faktor: Die Story galt an der Börse als der garantierte „No-Brainer“. Die Vision: Die globale Ernährungswende steht bevor, und Beyond Meat sichert sich das Monopol. Gestützt wurde die Story von prominentem Kapital: Microsoft-Gründer Bill Gates und Hollywood-Superstar Leonardo DiCaprio stiegen früh als Investoren und Markenbotschafter ein. Für viele Privatanleger reichte das als Due Diligence schon aus: „Wenn Gates und DiCaprio investieren, kann man nicht verlieren.“ Das McDonald's Kapitel: Als McDonald’s erste Tests und schließlich eine mehrjährige Partnerschaft für den „McPlant“ ankündigte, jubelte der Kapitalmarkt und die Aktie schoss entpsrechend in die Höhe. Jede Kooperationsmeldung feuerte die Rallye weiter an und trieb die Bewertung von Beyond Meat in der Spitze auf über 10 Milliarden USD. Doch die operative Realität holte das Projekt schnell ein: Der Preisaufschlag: Der pflanzliche Burger war an den Kassen im Schnitt 20 bis 40 % teurer als klassische Rindfleisch Klassiker wie der Doppel Cheeseburger oder der Royal TS (Oder in Anlehnung an einem bekannten Filmklassiker den: "Quarter Pounder with Cheese") . In Zeiten anziehender Inflation war das für preissensible Fast-Food Kunden kein Kaufargument. Geringe Nachfrage vor Ort: Wall-Street-Analysen (u. a. von BTIG) zeigten während der US Testphase in Hunderten Filialen ein doch recht ernüchterndes Bild: In ländlicheren Regionen wurden teilweise nur 3 bis 5 McPlant-Burger pro Tag und Restaurant verkauft. Verglichen zu 30 bis 40 Einheiten, die Franchisenehmer für eine dauerhafte Listung und separate Zubereitungsflächen kalkuliert hatten. Das stille Ende: Der erhoffte Milliarden Umsatzschub blieb aus. In den USA wurde der McPlant nach den Tests leise wieder von den Menüboards gestrichen. Selbst das größte Schnellrestaurant-Netz der Welt nutzt einem Zulieferer nichts, wenn die Endkunden das Produkt nicht profitabel und wiederholt nachfragen. Der FinTwt-Survivorship-Bias: Wo sind die „No-Brainer“-Rufer heute? Zwischen 2019 und 2021 war Beyond Meat der absolute Liebling der Wachstums Community. In zahllosen Social-Media-Feeds wurde die Aktie als sicherer „Tenbagger“ gefeiert und jedem ins Depot geredet. Heute hört man naturgemäß davon nichts mehr. Auf FinTwt wird im Nachhinein selektiv nur über die Treffer wie Nvidia oder Palantir gesprochen. Die einstigen „Zukunfts-Monopole“ werden klammheimlich aus den Musterdepots und Watchlists gelöscht. Beyond Meat ist das Paradebeispiel dafür, wie stark selektive Wahrnehmung an der Börse verzerrt, wer wirklich langfristig Rendite erwirtschaftet. Die Margen: Parallel dazu zeigte sich das Fehlen jeglicher Burggräben. Konzerne wie Nestlé (mit „Garden Gourmet“), Tyson Foods sowie günstige Handelsmarken drängten mit hoher Skalierung in die Supermärkte. Beyond Meat verlor Marktanteile und musste die Preise senken, um überhaupt gelistet zu bleiben (Auch hier die Analogie zum vorherigen Teil mit der Kosmetik, bei dem klassische Konzerne, diese Märkte nach anfänglichen "Verschlafen" recht schnell doch besetzen) Umsatzrückgang: Statt exponentiellem Wachstum fiel der Jahresumsatz von rund 464 Mio. USD (2021) auf 343 Mio. USD (2023). Negative Bruttomarge: Weil die eigenen Fabriken nicht mehr ausgelastet waren und Rabatte gewährt werden mussten, kostete die Herstellung der Patties zeitweise mehr, als der Verkauf im Handel einbrachte. Kapitalvernichtung: Allein in den Jahren 2022 und 2023 summierte sich der operative Nettoverlust auf rund 704 Mio. USD. Der Ausblick: Insolvenz oder Turnaround? Der Blick auf den Langzeitchart spricht Bände. Um den Rauswurf von der US Börse (Delisting als Penny Stock unter 1 USD) zu verhindern, musste das Unternehmen auf massive Aktienzusammenlegungen (Reverse Splits) zurückgreifen. Daher stammen auch die optischen Höchststände von über 7.200 USD in historischen Chart-Rückrechnungen. Die Realität für Anleger: Bei aktuellen Kursen um 8,26 USD steht ein realer Verlust von über 99 % zu Buche. Akut insolvent ist Beyond Meat zwar noch nicht, doch der Konzern kämpft mit hoher Verschuldung und schrumpfender Liquidität ums Überleben. Aus der gefeierten Wachstumsaktie ist ein hochspekulativer Restrukturierungsfall geworden, der sich gesundschrumpfen muss, um jemals profitabel zu werden. Das Learning für Anleger: Weder Weltstars noch Tech Ikonen können fundamentale Grundgesetze außer Kraft setzen. Wenn Stückkosten, Margen und Preissetzungsmacht nicht stimmen, nützt auch die schönste Zukunftsvision nichts. (Im fünften und letzten Teil unserer Serie widmen wir uns dem deutschen Finale: Lilium und Frank Thelen) #Börse #Aktien #Investieren #BeyondMeat #WallStreet #Mcdonalds
6
491
Ich durfte in den letzten Tagen wieder einige neue Leser im Newsletter begrüßen. Egal ob in der kostenlosen Variante oder direkt im Premium Bereich: Herzlich willkommen an alle! 🤝 Die Charttechniker, mit denen ich ja sonst gerne mal diskutiere, würden bei dem Bild unten vermutlich sagen: „Bilderbuchmäßiger Aufwärtstrend, klares Kaufsignal!“ und hier bin ich mal zu 100 % mit ihnen einig. 😉 Mich freut dieser stetige Zuwachs aber aus einem viel fundamentaleren Grund: Er zeigt ganz klar, dass der Bedarf an echtem, handwerklichem Research abseits des üblichen FinTwt Lärms definitiv da ist. Da in diesem Zuge auch wieder einige den Schritt in den Pro-Bereich gegangen sind (oder noch überlegen), möchte ich hier einmal transparent zusammenfassen, was euch dort weit über den wöchentlichen kostenlosen Newsletter hinaus erwartet 📊 Execution & Transparenz: Direkte Updates zu Einstiegen und Ausstiegen sowie fundierte Nachbesprechungen zu ausgewählten Trades. 📚 Die Bibliothek: Direkter Zugriff auf meine beiden Bücher als eBook („Das Evergreen Portfolio“ & „Die 10 größten Fehler von Privatanlegern“). 🔬 Sonderreports & Deep Dives: Analysen abseits des Alltäglichen (Zuletzt: Robotics Sektor, 5%-Anleiherendite & der Take-Two GTA VI Report). 💰 Das 10.000€ Echtgeld-Experiment: Monatliches Update zum Rendite-Vergleich (S&P 500 ETF vs. 2x S&P 500 Hebel-ETF). Ein ähnliches Setup auf den Nasdaq folgt in Kürze! 🔒 Exklusiver Raum & Direkter Draht: Eine geschlossene Community abseits der Öffentlichkeit. Hier könnt ihr ungestört Strategien diskutieren oder direkt 1:1 mit mir chatten, ohne dass jeder auf X mitliest. Und das ist erst der Anfang: Der Pro-Bereich wird in Zukunft strukturell noch weiter ausgebaut. Wer sauberes, ehrliches Handwerk sucht, ist herzlich eingeladen. Ob zum Start in der kostenlosen Variante oder direkt im Premium Bereich: Den Link zum Substack findet ihr im ersten Kommentar.👇
2
7
441
Teil 3 (The Honest Company): Der Promi-Faktor schützt an der Börse nicht vor der Supermarkt Realität. Nach E-Commerce (Teil 1) und Streaming (Teil 2) wechseln wir heute in den klassischen Konsumgüterbereich (FMCG). Die Gründerin: Hollywood-Star Jessica Alba. Die Vision beim IPO 2021: Aus eigener Frustration gründete sie ein Label für giftfreie, nachhaltige Baby und Beautyprodukte. Die Story war extrem glaubwürdig und passte perfekt: Alba galt nicht nur als sympathische Mutter, sondern verkörperte mit ihrem makellosen Image optisch exakt das, was „Clean Beauty“ verspricht. Die Annahme der Anleger: Dieser weltbekannte Star baut aus dem Nichts eine Milliarden Firma auf. Beim IPO wurde die Firma mit rund 1,45 Milliarden USD bewertet. Der fundamentale Crash (2021 - 2023): Doch im Supermarktregal zählen keine makellosen Kampagnen, sondern Skaleneffekte und Preissetzungsmacht (Pricing Power). The Honest Company hatte keinen echten Burggraben (Moat). „Clean Beauty“ war längst Branchenstandard geworden, und Giganten wie Procter & Gamble oder Unilever adaptierten den Trend mit gigantischen Budgets. Bei steigenden Fracht und Rohstoffkosten hatte die Firma ein Problem bekommen: Das Unternehmen konnte die Preise nicht anheben, ohne sofort Marktanteile zu verlieren. Die Zahlen des Absturzes: Der Umsatz stagnierte 2022 bei 314 Mio. USD. Gleichzeitig brach die Bruttomarge auf schwache 27,3 % ein, während hohe Marketing- und Vertriebskosten dagegen liefen. Allein in den Jahren 2021 und 2022 summierte sich der Nettoverlust auf über -87 Mio. USD. Die Aktie stürzte vom Ausgabepreis (16 USD) in der Spitze um über 93 % auf ein Allzeittief von rund 1,10 USD ab. Das Comeback (2024 - Heute): Warum steigt die Aktie wieder? Wer auf den aktuellen Chart blickt, sieht eine markante Erholung. Die Aktie hat sich von ihren Tiefständen gelöst und notiert wieder über 5,00 USD. Der Grund dafür ist eine fundamentale Turnaround-Story unter der neuen CEO Carla Vernón: Margen-Fokus: Unprofitable Produkte und Regionen (wie Europa und Asien) wurden konsequent gestrichen. Dadurch sprang die Bruttomarge wieder auf 38 % nach oben. Operative Effizienz: Statt teurem D2C-Marketing fokussiert man sich nun auf profitable Volumina bei den großen US-Handelspartnern (Amazon, Target, Walmart). Das Resultat in den Büchern: Der Nettoverlust schrumpfte massiv, und das bereinigte EBITDA drehte erstmals dauerhaft und zweistellig ins Plus. Das Learning für Anleger: Der Halo Effekt (Heiligenschein-Effekt) ist extrem gefährlich. Eine makellose Gründerin und Millionen Follower ersetzen keine operativen Margen. Wer im Haifischbecken der Konsumgütergiganten überleben will, braucht extreme Effizienz. Die Aktie erholt sich aktuell nicht wegen des Hollywood Glanzes, sondern weil das Unternehmen aufgehört hat, wie ein gehyptes Promi Startup zu agieren, und anfängt, wie ein FMCG Konzern zu arbeiten, so wie es die großen Konzerne schon länger machen. (Das war Teil 3. Im nächsten Teil schauen wir uns den größten Food-Hype des Jahrzehnts an: Beyond Meat – und warum dort selbst Leonardo DiCaprio und Bill Gates den Absturz nicht verhindern konnten.)#Börse #Aktien #Investieren #Finanzen #WallStreet
5
409
Ok, Manche Trends macht man gerne mit. Mein kleiner Nostalgie-Trip. 🎮:-)
2
8
735