Die Vorstellung, dass der Staat die gezielte Tötung eines knapp zweijährigen, schwerstkranken Kindes als medizinische Maßnahme billigt, lässt mich tief erschüttert und fassungslos zurück.
Wo sind wir angekommen, wenn der Wert eines unschuldigen Menschenlebens an seinem Leid gemessen wird? Ein hilfloses Kleinkind, das nicht für sich sprechen kann, braucht unseren absoluten Schutz und unbedingte Liebe – nicht das Gift der Tötungsspritze. Der christliche Glaube mahnt uns deutlich: Jedes Leben ist ein unantastbares Geschenk Gottes. Er allein gibt das Leben, und Er allein bestimmt sein Ende.
Unsere Aufgabe als Mitmenschen ist es, Leid mit aller Kraft der Palliativmedizin zu lindern und Tränen zu trocknen – niemals aber, die Schöpfung selbst auszulöschen. Wenn wir anfangen, Gott zu spielen und über den Wert menschlicher Existenz zu richten, verliert unsere Gesellschaft ihr Herz. Wir dürfen diese Kälte nicht schweigend hinnehmen, sondern müssen unsere Stimme für jene erheben, die selbst keine haben: für die unantastbare Würde des Lebens.