Frühjahr 2010: Mitten in der Finanzkrise veröffentlichte Stephen D. King, damaliger Group Chief Economist der HSBC, sein Buch ‚Losing Control: The Emerging Threats to Western Prosperity‘. Seine warnende Analyse kurz nach 2007/08 warf einen Blick auf die langfristigen Folgen der Globalisierung aus westlicher Perspektive, die die Finanzwelt erschütterte. Ich arbeitete damals im Marketing bei HSBC und unterstützte seine Roadshow in Deutschland.
Der Kernpunkt seiner Analyse:
Durch die Globalisierung und den Aufstieg der Schwellenländer verschiebt sich das globale wirtschaftliche Machtzentrum unwiderruflich nach Osten. Der Westen hat Technologien und Produktion ausgelagert, um von billiger Arbeit und höheren Gewinnen zu profitieren. Doch die Schwellenländer sparen eher, als dass sie ungebremst westliche Güter kaufen, und treiben den Wettbewerb um knappe Ressourcen (Energie, Nahrung, Rohstoffe) an.
Stephen King betonte:
• Die westliche Dominanz beruhte nicht nur auf besseren Institutionen oder Technologie, sondern darauf, dass der Westen die Weltwirtschaft lange zu seinen Gunsten ‚riggen‘ konnte (Kolonialismus, Marktmacht, Militär). Diese Vorteile schwinden.
• Staatskapitalismus in den Emerging Markets, wachsende Besitzanteile an westlichen Assets (z.B. US-Schulden) und demografische Herausforderungen im Westen verstärken die Abhängigkeit.
Die Folgen:
• Mehr Instabilität, höhere Einkommensungleichheit innerhalb westlicher Länder, Druck auf Lebensstandards und das Risiko von Protektionismus oder Konflikten.
• Der Westen muss lernen, ‚klein zu verlieren‘ (sich anpassen und die eigene relative Bedeutung akzeptieren), statt ‚groß zu verlieren‘ (durch Abschottung oder Widerstand).
2026: Wie Deutschland trotz des geopolitischen Bebens wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich positiv in die Zukunft blicken kann, habe ich auf 60 Seiten zusammengefasst in ‚Kuchen für Alle! Anleitung zum Systemwechsel‘. Mehr dazu: lnkd.in/p/eprQ4CFP
Einen interessanten Rückblick bietet auch das Interview mit Stephen King in 2011: finanzen.net/nachricht/aktie…
Aug 19, 2026 · 11:01 AM UTC
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Raus aus dem Loser-Game!
Unsere Gesellschaft befindet sich in einem Nullsummenspiel: der Gewinn des einen ist der Verlust des anderen. Lösung aus der Negativ-Spirale ist der ‚Los-Donut‘, der die Kooperation aller Bürger sicherstellt. Mit dem Systemwechsel erhalten alle Bürger unbeschwerte Freiheit unter gemeinsam vereinbarten Spielregeln.
Kurzanleitung:
1. Losdemokratie: Geloste Bürgerräte werden im Grundgesetz verankert (parlamentarisch über Losdemokratiepartei oder über neue Verfassung gem. Artikel 146 Grundgesetz). Diese legen in jedem Ministerium die politischen Richtlinien fest und kontrollieren die Finanzen, während gewählte Politiker für die Umsetzung zuständig sind. Empfehlung: ab dem 12. Lebensjahr erhält jeder Bürger für die Beteiligung am politischen Dienst ein monatliches Grundeinkommen von 1.200 EUR (finanziert durch Umverteilung des Sozialbudgets), das bei Ablehnung der Teilnahme wegfällt.
2. Donut-Ökonomie nach Kate Raworth: Geloste Bürgerräte legen jährlich das soziale Fundament (ein menschenwürdiges Existenzminimum) und die ökologische Decke (planetare Grenzen) fest.
3. Rationierung & Handel: Um die ökologischen Grenzen einzuhalten, wird eine Rationierung rarer Ressourcen wie Treibstoff, Fleisch oder Flüge eingeführt. Jeder Bürger bekommt ein jährliches Kontingent, das über eine App verwaltet wird. Ungenutzte Anteile können auf einem regulierten Markt verkauft werden, so dass Sparsame ein Zusatzeinkommen erzielen und andere mehr verbrauchen können – ganz ohne autoritäre Planwirtschaft, die Ulrike Herrmann vorschlägt.
Weitere Infos zum Buch ‚Kuchen für Alle! Anleitung zum Systemwechsel‘: epubli.com/shop/kuchen-fuer-…
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