Allerdings oftmals ĂŒbersehener Effekt.
Stelle die Top 3 EinwanderlungslÀnder in beide Staaten nach religiöser Zusammensetzung auf und errechne den Durchschnitt der einwandernden religionen
Recherche geplant
Ich ziehe dafĂŒr die Top-3 HerkunftslĂ€nder der Zuwanderung 2025 fĂŒr Deutschland und Luxemburg heran und gewichte deren Religionsstruktur nach ihrem Anteil an diesen Top-3-ZuzĂŒgen. Wichtig: Das ist nur ein Herkunftsland-Proxy, keine Aussage ĂŒber die tatsĂ€chliche Religion einzelner Migranten.
đ Klar...
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Festlegung der Vergleichsbasis
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Gewichtung vorbereitet
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Die Datenbasis ist jetzt klar:
Deutschland 2025 hat unter den auslĂ€ndischen Zuziehenden Ukraine (187.041), RumĂ€nien (169.709) und TĂŒrkei (66.381) vorn; Luxemburg - wenn wir rĂŒckkehrende Luxemburger ausklammern - Frankreich (3.515), Portugal (3.147), Italien (1.736).
FĂŒr die Religionsstruktur verwende ich einheitlich Pews jĂŒngste globale Vergleichsdaten (Stand 2020, veröffentlicht 2025/26), damit nicht sechs unterschiedliche nationale Erhebungsmethoden vermischt werden.
Denkt nach
Berechnete gewichtete Kategorienanteile
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Berechnete gewichtete Religionsanteile und SchÀtzwerte
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Berechnung durchgefĂŒhrt und Ergebnisse eingeordnet
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Verglichen und gewichtet
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Berechnete die Anteile
Kurzbefund
Deutschland: Ukraine â hauptsĂ€chlich orthodox; RumĂ€nien â hauptsĂ€chlich orthodox; TĂŒrkei â hauptsĂ€chlich muslimisch.
Luxemburg: Frankreich â stark katholisch/sĂ€kular gemischt; Portugal â sehr stark katholisch; Italien â sehr stark katholisch.
Der Alte CSV Plan wirkt bis heute weiter auch wenns den seit 30 Jahren eigentlich nicht mehr gibt đ
3m 19s nachgedacht
Ja. Und das Ergebnis ist etwas ĂŒberraschender, als man zunĂ€chst erwarten wĂŒrde: Bei den drei gröĂten Zuwanderergruppen ist Deutschland insgesamt sogar âchristlicherâ als Luxemburg â aber konfessionell ist Luxemburg fĂŒr die katholische Kirche sehr viel gĂŒnstiger zusammengesetzt.
Ich nehme fĂŒr beide LĂ€nder Staatsangehörigkeit der Zuziehenden 2025, nicht Geburtsland, und schlieĂe rĂŒckkehrende eigene StaatsbĂŒrger aus. Deutschland hatte 2025 unter den auslĂ€ndischen NationalitĂ€ten am meisten ZuzĂŒge von Ukrainern (187.041), RumĂ€nen (169.709) und TĂŒrken (66.381). Luxemburg hatte Franzosen (3.515), Portugiesen (3.147) und â nach Ausschluss der 2.204 Luxemburger RĂŒckkehrer â Italiener (1.736) als gröĂte auslĂ€ndische Gruppen.
FĂŒr die Religion verwende ich einheitlich Pews globale SchĂ€tzung fĂŒr 2020. Das ist wichtig: Wir kennen nicht die Religion dieser konkreten Einwanderer. Wir wenden lediglich die Religionsstruktur ihres Herkunfts-/NationalitĂ€tslandes als Proxy an.
Zielland / NationalitĂ€tZuzĂŒge 2025ChristenMuslimeohne Religionszugehörigkeit
Deutschland: Ukraine187.04183,4 %<1 %15,1 %
Deutschland: RumÀnien169.70998,5 %0,4 %0,9 %
Deutschland: TĂŒrkei66.381<1 %97,1 %2,5 %
Luxemburg: Frankreich3.51546,5 %9,1 %42,6 %
Luxemburg: Portugal3.14785,1 %0,4 %13,8 %
Luxemburg: Italien1.73680,5 %4,4 %13,3 %
Die Werte fĂŒr Ukraine und TĂŒrkei stammen aus der Pew-LĂ€ndertabelle; RumĂ€nien weist Pew 2020 mit 98,5 % Christen, 0,4 % Muslimen und 0,9 % Konfessionslosen aus. Frankreich liegt bei etwa 46,5 % Christen, 9,1 % Muslimen und 42,6 % Konfessionslosen; Portugal bei 85,1 % Christen und 13,8 % Konfessionslosen; Italien bei 80,5 % Christen, 4,4 % Muslimen und 13,3 % Konfessionslosen.
Gewichteter Durchschnitt
Ich gewichte jetzt nach der tatsĂ€chlichen Zahl der ZuzĂŒge:
\[
p=\frac{\sum (\text{ZuzĂŒge}_i\times \text{Religionsanteil}_i)}
{\sum\text{ZuzĂŒge}_i}.
\]
Bei den wenigen Pew-Werten â<1 %â habe ich fĂŒr die NĂ€herungsrechnung 0,5 % angesetzt; dadurch können sich die Ergebnisse nur um wenige Zehntel Prozentpunkte verschieben.
ReligionDeutschland Top 3Luxemburg Top 3
Christenâ76,5 %â68,0 %
Muslimeâ15,6 %â4,9 %
Konfessionslosâ7,4 %â25,8 %
andere Religionen / Rundungsrestâ0,5 %â1,4 %
Top-3-ZuzĂŒge insgesamt423.1318.398
Also auf jeweils hypothetische 1.000 Zuwanderer aus diesen Top-3-Gruppen heruntergebrochen:
DeutschlandLuxemburg
Christenâ765â680
Muslimeâ156â49
Konfessionsloseâ74â258
sonstigeâ5â14
Das ist zunĂ€chst bemerkenswert: Die deutschen Top-3 sind auf der Ebene âChrist vs. Nichtchristâ sogar deutlich christlicher als die Luxemburger Top-3. Hauptgrund sind die Ukraine und vor allem RumĂ€nien. Luxemburg bekommt dagegen sehr viel Zuwanderung aus dem stark sĂ€kularisierten Frankreich.
Aber fĂŒr unsere vorherige Frage nach katholischen Taufen und der StabilitĂ€t der katholischen Kirche ist diese grobe Kategorie âChristentumâ fast irrefĂŒhrend.
Die Ukraine ist nĂ€mlich ĂŒberwiegend orthodox: Eine ukrainische Erhebung von 2020 kam beispielsweise auf 62,3 % Orthodoxe, daneben 9,6 % griechisch-katholische und nur 1,2 % römisch-katholische Christen. In RumĂ€nien waren beim Zensus 2021 von den Personen, die eine Religion angaben, 85,3 % orthodox, aber nur 4,5 % römisch-katholisch.
Luxemburg bekommt dagegen seine drei gröĂten auslĂ€ndischen Zuwanderergruppen aus Frankreich, Portugal und Italien. Portugal war beim Zensus 2021 noch zu rund 80 % römisch-katholisch; fĂŒr Italien ergab eine IPSOS-Erhebung 69 % katholische Identifikation. Frankreich ist wesentlich sĂ€kularer; dort gaben 2019/20 unter den 18- bis 59-JĂ€hrigen 29 % katholische Zugehörigkeit an.
Damit ergibt sich fĂŒr unsere Ausgangsfrage ein wichtiger Befund:
Deutschland bekommt unter seinen gröĂten Zuwanderungsgruppen sehr viele Christen â aber ĂŒberwiegend Christen, die weder katholisch noch evangelisch-EKD sind. Luxemburg bekommt weniger Christen insgesamt, aber einen wesentlich gröĂeren Anteil aus traditionell römisch-katholischen Gesellschaften.
Das heiĂt auch, dass die vorher festgestellte höhere Luxemburger TaufintensitĂ€t nicht einfach mit âLuxemburg hat mehr christliche Einwanderungâ erklĂ€rt werden kann. Auf der groben Ebene stimmt sogar das Gegenteil: 68 % gegenĂŒber ungefĂ€hr 76 %.
Was aber durchaus einen Unterschied machen kann, ist die konfessionelle Passung:
Deutschland: Ukraine â hauptsĂ€chlich orthodox; RumĂ€nien â hauptsĂ€chlich orthodox; TĂŒrkei â hauptsĂ€chlich muslimisch.
Luxemburg: Frankreich â katholisch/sĂ€kular gemischt; Portugal â stark katholisch; Italien â stark katholisch.
Das dĂŒrfte fĂŒr das Erzbistum Luxemburg wesentlich gĂŒnstiger sein als die bloĂe Zahl â68 % Christenâ erkennen lĂ€sst. Ein portugiesisches oder italienisches katholisches Paar kann unmittelbar in die Luxemburger katholische Taufstatistik eingehen. Ein orthodoxes rumĂ€nisches oder ukrainisches Paar erhöht dagegen zwar Deutschlands christliche Bevölkerung, aber nicht die Taufen der DBK oder der EKD.
Und noch eine wichtige EinschrĂ€nkung: Die Top 3 decken nur etwa 29 % aller deutschen ZuzĂŒge und 34 % aller Luxemburger ZuzĂŒge ab. Wir haben also noch nicht die gesamte EinwanderungsreligiositĂ€t berechnet. FĂŒr einen wirklich belastbaren Test unserer These wĂ€re der nĂ€chste Schritt deshalb interessanter: alle relevanten HerkunftsnationalitĂ€ten 2025 gewichten und daraus fĂŒr Deutschland und Luxemburg die komplette geschĂ€tzte religiöse Zusammensetzung der Zuwanderung berechnen â idealerweise zusĂ€tzlich âkatholisch / orthodox / protestantisch / muslimisch / konfessionslosâ getrennt. Das wĂŒrde direkt zeigen, wie stark Migration die unterschiedliche Entwicklung der beiden Kirchen tatsĂ€chlich erklĂ€ren kann.