Meine Diskussion gestern Abend mit der selbsternannten geistigen Eilte.
Die Diskussion hatte ich gestern mit meiner Nachbarin (Psychologin, unterrichtet an der FH).
Ihr Satz "die AfD Wähler haben ja einfachere Bildung" hat mich komplett auf die Palme gebracht. Erstens stimmt der nicht, es sei denn man betrachtet Handwerker, Arbeiter und kleine Selbstständige als "einfach gebildet", zweitens zeigt das eine tiefe Verachtung der selbsternannten intellektuellen Eliten über den Normalbürger, der den ganzen Laden hier am Laufen hält.
Meine Replik, das ein Handwerker, womöglich einer mit Meisterbrief, mitnichten "einfacher gebildet ist" wie ein Soziologe, der nach 15 Semestern Studium der tibetanischen Tanztheorie unter Berücksichtigung der Gendergerechtigkeit in Südostasien, der sich von einer befristeten Stelle zur anderen hangelt oder vom Steuerzahler, also den "einfachen Leuten", im ÖD bzw. in einer staatlich alimentierten Organisation ausgehalten wird.
Und genau diese Leute braucht sie um ihr Dach zu reparieren und die Heizung oder das Auto zu warten. Die bekommt nicht einmal ihr Fahrrad in den Griff, den Schlauch musste ich flicken.
Interessanterweise kam sie dann noch auf die "gespaltene Gesellschaft", da habe ich ich geschmeidig mitgeteilt das solche dummen Behauptungen mit der vermeintlich geringeren Bildung der AfD Wähler, bestens für eine Spaltung der Gesellschaft sorgen, da sie schließlich die Gesellschaft in "gebildet" und "nicht gebildet" kategorisiert.
Es ist in meinen Augen ein neues Feudalsystem das sich da etabliert hat. Beste Jobs mit teilweise fragwürdigem Sinn im ÖD, erhalten durch ein Studium das einen früher maximal zum Taxifahrer qualifiziert hat. Sie lassen sich von den Menschen aushalten, auf die sie herunterblicken.
Dann fragte sie mich noch ob ich nicht auch Angst hätte, nach der Wahl im Osten. Schließlich schreibt die AfD ganz schlimme Sachen in das Wahlprogramm, raus aus der EU, rein in die DM.
Das auch andere Parteien das Wahlprogramm, das immer eine Maximalforderung ist um seine DNA zu definieren, ihr Parteiprogramm nicht zu 100% umsetzen (man wäre ja schon froh wenn es 20% wären) hat sie geschmeidig übersehen.
Merke: wenn eine Partei böse ist, wird sie das Programm 1:1 durchziehen. Die anderen werden das nicht, die müssen ja "Kompromisse" machen.
Meine Anmerkung das so diejenigen die schonungslos ehrlich sind in ihren Augen schlecht sind, während diejenigen die den Wähler anlügen offenbar in ihren Augen die besten Demokraten sind, fand sie etwas irritierend.
Nebenbei ist sie meine Lieblingsnachbarin und steht meist mit beiden Beinen im Leben, aber wie ich ihr immer sage "du kannst einem menschen aus der Geisteswissenschaft herausholen, aber nie die Geisteswissenschaft aus dem Menschen"