Freier Journalist (u.a. NDR, Panorama, Der Freitag) Podcast + Newsletter „Über Rechts“

Hamburg
Hinter der demonstrativen Einigkeit der AfD wird eine Konfliktlinie immer deutlicher: Ältere Funktionäre wollen eher regieren, jüngere Kader können warten – und setzen auf einen härteren Kurs. Über einen Strategiekonflikt, der zugleich ein Generationenkonflikt ist. ⬇️
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„Polarisierung ist einfach die Realität des Wahlkampfs, ob man das nun gut findet oder nicht.“ Lesenswertes Interview mit @FogelVlug in @derfreitag . freitag.de/autoren/sebastian…
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Kleiner Reminder: Vor 17 Tagen holte die AfD in Sachsen-Anhalt 43,8 Prozent. Bald könnte sie dort den Ministerpräsidenten stellen.
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Politische Unzufriedenheit muss nicht nach rechts führen. In Berlin mobilisierte die Linke mehr Menschen aus dem Nichtwählerlager als jede andere Partei. Polarisierung ist nicht per se das Problem. Entscheidend ist, entlang welcher Konflikte sie verläuft.
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Sebastian Friedrich retweeted
Immer wieder denke ich in den letzten Wochen an unsere Panorama-Analyse vor 3 Jahren: Das Ziel der AfD, die CDU zu zerstören. Der Zickzack-Kurs der Union. Der Blick auf das Schicksal von anderen gemäßigt-konservative Parteien in Europa.
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Wer noch schnell ein paar nützliche Hintergrundinfos zum Unterschied von Mecklenburg und Vorpommern, sollte dieses Thread lesen. Wie immer sehr informativ von @Julius_Ktxt.
Es gibt Mecklenburg-Vorpommern. Aber es gibt auch Mecklenburg und Vorpommern. Wie wir heute Abend voraussichtlich wieder sehen werden, unterscheiden sich beide Regionen deutlich in ihrem Wahlverhalten. Woher kommen diese Unterschiede? Ein Thread. 🧵
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Die AfD beklagt politische Einflussnahme an Schulen – und plant selbst eine grundlegende Neuausrichtung der Bildung. Gemeinsam mit Bob Blume habe ich mir die Wahlprogramme in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern genauer angesehen. ueberrechts.de/p/afd-schule-…
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Die AfD will regieren – zumindest sagt sie das. In einer Solo-Folge von „Über Rechts“ habe ich fünf Szenarien durchgespielt, wie es in Sachsen-Anhalt weitergehen könnte. Fazit: Ein AfD-Ministerpräsident ist möglich, aber aktuell eher unwahrscheinlich. ueberrechts.de/p/wird-die-af…
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Sebastian Friedrich retweeted
Hier kann man eine zentrale "Methode Siegmund" gut beobachten: Er hat Rüstungsgüter und AfD-Remigrationsoffensive zusammengebracht, um eine Rüstungsfabrik in Sachsen-Anhalt zu rechtfertigen. Ausführlich, mehrfach, auch auf Nachfragen. Nun gibt es Kritik. Was tut Siegmund: 1. Die eigenen, starken Kanäle in den sozialen Medien nutzen, um zu verbreiten: Die Medien reißen einen "Halbsatz" aus dem Kontext, ewiger Vorwurf: Lügenpresse. Was hier ganz klar nicht stimmt. 2. Er verbreitet zudem den Vorwurf, die Medien wollten durch diese 'Skandalisierung' eine AfD-Regierung verhindern. Dabei hat er selbst die Bombe in dieser sehr kritischen Sondierungszeit mit dem BSW ("Friedenspartei", gegen jede Rüstung) gezündet - und damit das BSW, die einzig mögliche Kooperations-Fraktion für ihn, zum Teil hart gegen sich aufgebracht. 3. Zugleich baut er schon vor, für den Fall, dass die Regierungsbildung scheitert und Neuwahlen nötig sein werden: An der AfD oder ihm, an der eigenen Unfähig- oder Unwilligkeit zu Kompromissen, wird es dann keinesfalls gelegen haben. Sondern an den Medien und anderer Konkurrenz (mit der er, im Wahlkampf häufig bekundet, ohnehin nie hätte zusammenarbeiten wollen). Dieses Narrativ werden wir in den nächsten Wochen noch häufiger hören.
Ulrich Siegmund
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Jahrelang ging es der Rechten darum, die Grenzen des Sagbaren zu verschieben. Nach der Landtagswahl rückt die nächste Grenze in den Blick: die des politisch Machbaren. Sachsen-Anhalt könnte zum Labor dafür werden, wie weit sich der Staat nach rechts umbauen lässt.
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Sebastian Friedrich retweeted
Schaut man auf die einzelnen Institute, lag vor allem INSA nah am finalen AfD-Ergebnis – bei den Grünen war die Abweichung hier dagegen groß. Für mich am spannendsten: Der Einzug des BSW wirkte zwar überraschend, lag aber eigentlich fast immer im Bereich der Fehlertoleranz.
Im Vergleich zu den letzten Umfragen in Sachsen-Anhalt haben vor allem CDU und Linke underperformed, während AfD und Grüne deutlich overperformed haben.
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43,8 Prozent für die AfD. Das wirft auch die Frage auf, wem die Polarisierung zwischen AfD und „demokratischen Parteien“ eigentlich nutzt. Darüber, über Ursachen und Konsequenzen der Wahl diskutiere ich in der neuen Folge des „Über Rechts“-Podcasts mit David Begrich.
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Ich war gestern bei Studio 9 auf Deutschlandfunk Kultur zu Gast. Natürlich ging es um die Wahl in Sachsen-Anhalt und den Siegmund-Faktor. Aber auch um das BSW, die Lage der freien Kunst in Sachsen-Anhalt und den Berliner Datenskandal. Hier nachhören: share.deutschlandradio.de/dl…
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Die AfD zwingt die Republik, nach Sachsen-Anhalt zu schauen. Aber die „Rache des Ostens“ gelingt nur auf den ersten Blick. Denn sichtbar wird das Land vor allem als Problemfall.
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