Eine Dekolonisation Russlands wäre auch hier angebracht. Russlands wichtigstes Zentrum für den Goldabbau leidet unter großer Armut.
Sussuman ist eine Kleinstadt in der Oblast Magadan im russischen Fernen Osten mit rund 4.400 Einwohnern.
Die Stadt liegt an der M56 Kolyma-Autobahn, einer unbefestigten Straße, die oft als „Straße der Knochen“ bezeichnet wird und Jakutsk mit Magadan verbindet.
Der Name kommt aus der ewenischen Sprache und bedeutet „windig“.
Die Bevölkerung in der Region setzt sich aus verschiedenen Gruppen zusammen:
Russen: ca. 85 bis 87 Prozent der Einwohner, (seit der Russifizierung 1936).
Ewenen: ca. 1,5 bis 2 Prozent (einheimisches Volk)
Die Mehrheit der Ewenen spricht heute kaum mehr die ewenische Sprache, sie gehören zur tunguso-mandschurischen Sprachfamilie, sondern, speziell in Siedlungen und Städten, Russisch, vor allem aber Jakutisch.
Obwohl seit 1932 eine Schriftsprache besteht und eine bescheidene Literatur auf Ewenisch entstand, droht das Ewenische auszusterben.
Nach Angaben der International Work Group for Indigenous Affairs hat die Regierung Putin indigene Rechte geschwächt, indem sie die offizielle Anerkennung bestimmter indigener Territorien aufhob, indigene Organisationen verbot und Aktivisten ins Exil trieb.
Das Verfassungsgericht der Russischen Föderation hat zum Beispiel am 7. Juni 2024 eine „Antirussländische separatistische Bewegung“ als „extremistisch“ eingestuft.
Auf den Plätzen 1 und 2 dieser Liste stehen mit Aborigen Forum und dem Komitee der indigenen Völker Organisationen der indigenen kleinen Völker Nordens, in deren Agenden es weder um Separatismus noch Extremismus geht, sondern um den Erhalt der Lebensgrundlagen und der Kultur dieser Völker, darunter Fisch- und Jagdrechte and Anpassung an den Klimawandel.
Andere Gruppen: kleinere Gruppen wie Usbeken und Tataren. (muss separat beschrieben werden).
Geschichte: Die Stadt entstand 1936 im Zuge des sowjetischen Lagerkomplexes Dalstroi für den Goldbergbau.
Der Goldabbau und andere industrielle Aktivitäten in der Region stützten sich weitgehend auf die Umerziehungslager des Gulag-Systems, von denen eine große Anzahl in der Umgebung von Sussuman betrieben wurde.
Von 1949 bis 1956 war Sussuman Standort eines der größten Umerziehungslager der Sowjetunion, des Zaplag im Rahmen des Dalstroy-Programms.
Während dieser Zeit waren bis zu 16.500 Häftlinge in den Lagern untergebracht.
Einer der Lagerfriedhöfe befand sich hinter dem Stadtfriedhof. Pfähle mit Nummernschildern sind erhalten geblieben, doch die Inschriften auf den Namensschildern sind verschwunden.