AfD 30,5 % – CDU 17,5 %
Brandmauer weg, oder das war’s für die CDU.
Die CDU ist eine Karrierepartei, genau so wie die SPD. Wer da nach oben kommen will, der studiert bereits das Richtige und tritt dort als Teenager ein.
Bei der SPD studiert man Geschwätzwissenschaften, bei der CDU Jura, BWL oder Politikwissenschaften. Dann arbeitet man vier Jahre als Rechtsanwalt o. Ä., damit die Presse die nächsten 50 Jahre behaupten kann, man wäre einer gewesen, und los geht die Parteikarriere.
Dort wird man dann von einem Pöstchen ins nächste gehievt, sodass man immer versorgt ist. Hier Stadtrat, dort Büroassistenz, da Landesgeschäftsstelle, dort stellvertretender Fraktionsführer, bis ein Platz frei ist, wo es richtig Kohle gibt, und dann wird die Ernte eingefahren.
Alles, was man dafür tun muss, ist, dem aktuellen Boss hinten reinzukriechen und nie ein schlechtes Wort über die Partei zu verlieren.
Und falls Sie sich je gefragt haben, warum die alle Merkel mitgemacht haben und den jetzt noch viel katastrophaleren Merz, der sich benimmt wie ein Kanzler, aber auf Temu bestellt, dann ist das Ihre Antwort.
Nur werden langsam die Pöstchen knapp. In Sachsen-Anhalt hat die CDU 25 Sitze verloren, in Mecklenburg-Vorpommern 12 und bundesweit laut aktuellen Umfragen 68.
Und oh Mann, sind das Pöstchen!
Da kriegen sie in Landtagen zwischen 10.000 und 11.000 im Monat, BT bis 17.000. Büroausstattung für 6.000, dicke Rente ist garantiert.
Und von dem Geld gibt man sowieso kaum was aus.
Denn man kann erster Klasse Zug fahren und herumfliegen, so viel man will, und man residiert überall in den teuersten Hotels, futtert sich dick auf einem Bankett nach dem anderen oder am Kuchen in den Ausschusssitzungen, und die Kantinen sind natürlich subventioniert.
Zusätzlich wird man mit all dem Vorwissen, welche Gesetze kommen, der beste Aktienspekulant der Welt.
Weil das nicht reicht, kann man noch ein halbes Dutzend Leute über die Mitarbeiterpauschale mitdurchfüttern, und pro eine Million Wähler gibt es 1,24 Millionen Euro für die Partei, mit denen man noch mehr Leute für sehr wenig Arbeit bezahlen kann.
Tja, und jetzt sind da sehr viele CDUler, die sich darauf gefreut haben, in den nächsten Jahren zu leben wie einst der Hochadel, aber ihre Plätze an der Sonne bekommt jetzt ein AfDler!
Und bei 17,5 % dürfte es den meisten klar geworden sein, dass sich das auch nicht ändern wird, ganz egal, wie oft sie Russland, Putin oder Verbotsverfahren sagen.
Und wenn das noch länger so geht, gibt es bald gar keine Pöstchen mehr in der Partei zu verteilen, und all die schöne Mühe war umsonst. Das Pro-forma-Studium, die 500 totlangweiligen Parteisitzungen und das Merkel- und Merz-Geheuchel. Alles für nichts.
Also: Wie lang wird es noch dauern, bis der erste CDUler mit Rang und Namen aufsteht und die Brandmauer löscht?