Ich war am Samstag auf dem Römerberg in Frankfurt. Und jetzt wird diese Trauerwache als „rassistische Demonstration“ verunglimpft. Es ist von „rechten Milieus“, einem „Deckmantel“ und einem „Vernetzungsort“ die Rede. Waren wir auf derselben Veranstaltung? Ich sah trauernde Eltern und Angehörige. Bilder ihrer getöteten Liebsten. Tränen, Umarmungen, Schweigen. Währenddessen wurden die Trauernden fotografiert. Frauke Petry berichtet, Teilnehmer seien anschließend im Netz als „Nazi-Teilnehmer“ dargestellt worden. Die Fotografierenden waren auch mir aufgefallen. Ich habe sie ebenfalls fotografiert. Kritik? Ja. Aber konkret und belegt. Menschen beim Trauern zu fotografieren und sie anschließend pauschal politisch zu etikettieren, macht mich fassungslos. Hinter jedem Bild ein Mensch. Hinter jedem Namen eine Familie. Hinter jeder Kerze ein Verlust. Über Politik kann man streiten. Aber der Schmerz um einen verlorenen Menschen verdient zunächst eines: Respekt. Trauer ist keine Gesinnung.
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Ron Howard?

Sep 22, 2026 · 6:45 AM UTC

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