JAHRELANG BEI DER ROTEN HILFE: DIESE FRAU WILL BERLIN REGIEREN
Erst neun Tage nach der Wahl wird öffentlich, was die Berliner vor dem Urnengang hätten wissen müssen: Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken und Anwärterin auf das Rote Rathaus, war jahrelang Mitglied der Roten Hilfe. Die FAZ hat es am Dienstag publik gemacht, und es ist kein Hörensagen. Die Handbücher des Abgeordnetenhauses von 2022 und Juli 2023 führen den Verein ausdrücklich unter ihren Mitgliedschaften auf. In der Ausgabe vom Oktober 2025 fehlt er auf einmal.
Die Linke hat die Ausrede schnell parat. Eralp sei im Jurastudium eingetreten, um mittellosen Aktivisten juristischen Beistand zu ermöglichen, sie sei über Jahre nur passives Mitglied gewesen und 2025 wegen teilweise anderer politischer Ansichten ausgetreten, noch vor ihrer Nominierung. Wie rührend. Welche Ansichten das waren, ist nicht bekannt. Bekannt ist dafür, was die Rote Hilfe wirklich ist.
Mit einer Rechtsberatung für Arme hat dieser Verein wenig zu tun. Das Bundesamt für Verfassungsschutz nennt ihn die größte und eine der wichtigsten Gruppierungen im deutschen Linksextremismus, mit rund 14.400 Mitgliedern im Bericht für 2024. Sein Hauptgeschäft ist die Unterstützung linksextremistischer Straftäter. Die Erstattungspraxis, so die Behörde, liefere einen Legitimationsrahmen für Straf- und Gewalttaten. Der Berliner Verfassungsschutz bezeichnet die Ortsgruppe als mit Abstand größte linksextremistische Organisation der Stadt, mit 2650 Personen im Unterstützungspotenzial. Und was ist ein passives Mitglied? Jemand, der Jahr für Jahr seinen Beitrag zahlt, damit die Kasse gefüllt bleibt, aus der diese Solidarität bezahlt wird.
Der Fairness halber muss gesagt werden, was die Behörden ebenfalls festhalten: Nicht jedes Mitglied verfolgt selbst verfassungsfeindliche Ziele, und aus der Mitgliedschaft allein folgt keine Einstufung Eralps als Linksextremistin. Das stimmt, und es hilft ihr kein bisschen. Denn die Frage lautet nicht, ob sie eine Extremistin ist. Die Frage lautet, was für ein Urteilsvermögen jemand besitzt, der einer vom Verfassungsschutz beobachteten Organisation jahrelang die Treue hält, und zwar auch noch, als sie längst im Abgeordnetenhaus saß, dessen Landesbehörde genau diesen Verein im Visier hat.
Dazu kommt, in welcher Gesellschaft sich die Rote Hilfe bewegt. Maja T. wurde in Budapest zu acht Jahren Haft verurteilt, nicht rechtskräftig, weil sie im Verbund der sogenannten Hammerbande mit Schlagstöcken und einem Hammer Menschen teils schwer verletzt haben soll, so das Gericht. Hanna S. erhielt fünf Jahre. In Dresden und Düsseldorf laufen weitere Verfahren. Und die Eltern von Angeklagten dieses Komplexes sammeln Spenden auf einem Konto der Roten Hilfe. Dieser Organisation gehörte jahrelang eine Frau an, die nach dem Willen der Linken Regierende Bürgermeisterin werden soll.
Die Zahlen sind bekannt: Die Linke wurde mit 25,7 Prozent erstmals stärkste Kraft in der Hauptstadt, vor der CDU mit 18,8 Prozent und der AfD mit 16,3. Die Grünen kamen auf 14,3, die SPD stürzte mit 12,1 Prozent auf ein historisches Tief. Zusammen hätten Linke, Grüne und SPD 95 der 158 Sitze. Sondierungsgespräche laufen bereits. Und genau hier liegt der Skandal: Die Sozialdemokraten und die Grünen, die sonst jeden Kontakt zum falschen politischen Lager als moralischen Sündenfall behandeln und Brandmauern predigen, sitzen mit dieser Frau am Tisch, als sei nichts gewesen.
Man stelle sich den umgekehrten Fall vor. Ein Unionspolitiker, der jahrelang in einem vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch geführten Verein Mitglied gewesen wäre, hätte am selben Tag seinen Rücktritt eingereicht. Die Talkshows würden drei Wochen lang nichts anderes senden, und der Bundespräsident hielte eine Mahnrede zur Lage der Demokratie. Bei Eralp gibt es einen Zweizeiler auf Seite fünf und die Auskunft, sie sei ja nur passiv gewesen.
Das ist der Maßstab, mit dem in diesem Land gemessen wird. Rechts genügt ein Verdacht, links genügt eine Ausrede. Wer diese Doppelmoral nicht mehr erträgt, hat das Recht auf Wut, und wer in Berlin regieren will, hat die Pflicht, sich zu erklären. Sonst hilft nur eines: hinsehen, benennen, nicht lockerlassen.
Quelle:
apollo-news.net/linken-polit…