Eine Studie der Universität Konstanz zeigt, dass sich bereits zwischen der siebten und neunten Klasse konkrete parteipolitische Einstellungen bei Jugendlichen entwickeln. Dabei spielen Faktoren wie Freundeskreis, Schulform, Elternhaus und das jeweilige Bundesland eine wichtige Rolle. Laut den ausgewerteten Daten zeigen Jugendliche, die kein Gymnasium besuchen, häufiger Sympathien für die AfD.
Die politischen Vorlieben entstehen demnach nicht nur durch die Beschäftigung mit Parteiprogrammen, sondern stark durch das soziale Umfeld und die Lebenssituation. Forschende warnen davor, dass sich politische Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen von Jugendlichen dadurch weiter verfestigen könnten. Die Ergebnisse werfen zugleich die Frage auf, welche Rolle Schulen bei politischer Bildung und im Umgang mit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung spielen sollten.