Lawrow nennt den Anruf von Finnlands Präsident Stubb und Norwegens Ministerpräsident Støre bei Putin den Versuch der Europäer, sich in die Verhandlungen über die Ukraine hineinzuzwängen.
Neues sei darin offenbar nicht gesagt worden, und das, obwohl Lawrow nach eigenen Worten die Mitschrift noch gar nicht gesehen hatte.
Vor afrikanischen Chefredakteuren in Moskau sagte er, Europa verabschiede Dokument um Dokument, verurteile Russland und fordere ein Ende der Aggression, „völlig ignorierend, womit das alles begonnen hat".
Ausgerechnet der Außenminister des Landes, das im Februar 2022 die Ukraine überfallen hat, fragt nach dem Anfang. Begonnen hat Russland diesen Krieg 2014 mit der Krim und 2022 mit dem Großangriff auf die ganze Ukraine.
Kremlsprecher Peskow sagte am selben Tag, Europa nehme an den Verhandlungen bisher nicht teil, und die Europäer hätten im Gespräch keine neuen Vorschläge gemacht. Im November gehe das Dreierformat aus Russland, der Ukraine und den USA weiter.
Für die Menschen in der Ukraine heißt das: Am Tisch, an dem im November über das Ende des Krieges gesprochen wird, sitzen drei Seiten. Ihre europäischen Unterstützer sitzen nicht dabei.
Bundeskanzler Merz sagte am selben Tag in Singapur, die USA und Russland könnten das Kriegsende nicht ohne die Ukraine vereinbaren. Europa gehöre an den Tisch, weil die Sicherheit des ganzen Kontinents am Ergebnis hänge.
Quellen: TASS, Kommersant, Wsgljad,
Lenta.ru,
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