Geschichtenerzähler - Gesellschaft & Finanzen Digitales Tagebuch für meine Gedanken

Deutschland
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Meine Freundin und ich wohnen seit 2 Jahren zusammen. Miete: 1.200€ Wir teilen 50/50. Sie zahlt also knapp 600€ im Monat. Sie denkt, wir teilen uns einfach die Wohnkosten wie jedes normale Paar. Was sie nicht weiß: Die Wohnung gehört mir. Sie zahlt also seit 2 Jahren jeden Monat brav 600€ und hilft mir dabei, meinen Kredit schneller abzubezahlen. Ich liebe diese Frau. Nicht nur emotional. Auch bilanziell. Sie ist so eine Maus.
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Was ein Meilenstein 🔥
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Kenne jemanden der Bürgergeld bekommt. Er hat mir letztens gesagt, dass er für einen 2.000€ netto Job nicht arbeiten gehen würde. Dinge die für ihn dagegen sprechen: Minimum 40 Stunden die Woche. Jeden Morgen in der Früh aufstehen. Zur Arbeit fahren im Berufsverkehr. Chef im Nacken der Druck macht. Am Monatsende sind es dann vielleicht ein paar hundert Euro mehr als ohne Job. Wenn sich Arbeiten finanziell kaum einen Unterschied macht darf man sich über die Entscheidung nicht wundern.
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Meine Tante hat vor ein paar Wochen Trade Republic von ihrem Sohn eingerichtet bekommen. Seitdem nutzt sie die Karte und zahlt so gut wie fast alles damit. Vor kurzem meinte sie dann zu mir: „Ich kriege auf meine Einkäufe Cashback.“ Das große Problem ist nur, dass sie seitdem bei jedem Einkauf noch irgendwas extra mitnimmt, nur im Cashback zu sammeln. Das 15€ Cashback Limit im Monat kennt sie sogar. Aber das hält sie trotzdem nicht davon ab mehr als nötig zu kaufen. Am Ende des Monats gibt sie bestimmt 150€ oder 200€ mehr aus und freut sich trotzdem.
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Warum wird den Abiturienten immer gesagt, eine Ausbildung würde nicht reichen und man müsse studieren? Die 3 bzw. 5 Jahre Studium kosten nicht nur Zeit sondern auch Einkommen und Erfahrung. Wenn du in der Studienzeit 2.500€ netto im Monat verdienen hättest können, würden dir danach 150.000€ Einkommen fehlen. Nach dem Studium verdienst du vielleicht wenn es gut läuft 3.000€ netto statt 2.000€. Also am Ende 1.000€ mehr im Monat. Du brauchst alleine 12,5 Jahre nur um die 150.000€ aufzuholen. In dieser Rechnung sind Rendite, Studienkosten und 5 Jahre Berufserfahrung noch garnicht eingerechnet.
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Angenommen du hast 100.000€ Eigenkapital und kaufst dir ein Haus für grobe 500.000€. Viele würden dann sagen sie hätten 100.000€ in eine Immobilie investiert. Eigentlich hast du aber 100.000€ eingebracht und in Wirklichkeit 400.000€ Schulden aufgenommen. Deshalb ist ein Eigenheim nicht immer automatisch Vermögensaufbau.
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Warum steckt man 10 Jahre lang 200€ monatlich in einen Bausparvertrag und freut sich dann über 24.000€? Das Geld liegt einfach 10 Jahre lang rum ohne dass es arbeiten kann. Bei einem 0815 ETF mit durchschnittlichen 5% Rendite wären aus 24.000€ locker mal 31.000€ geworden. Allein monatlich sparen ist kein effektiver Vermögensaufbau!
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Der Sparer Pauschbetrag ist lächerlich niedrig. 1.000€ Kapitalerträge darf ich als gutaussehender Single im Jahr steuerfrei haben. Bei 7% Rendite brauche ich dafür nur um die 14.000€ im Depot. Zeitgleich heißt es überall man soll privat fürs Alter vorsorgen und sich selbst Vermögen aufbauen. Schöne Sache. 1.000€ steuerfreie Erträge sind viel zu niedrig und viel zu schnell erreicht. Privat vorsorgen wird unnötig ausgebremst.
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Hab damals beim S24 ausgerechnet was mich das Handy eigentlich kosten wird. Das Handy allein hätte zum Release ca 800€ gekostet. Dazu hätte ich dann noch extra 10€ im Monat für einen Mobilfunkvertrag ausgeben müssen. Nach 2 Jahren wären das 800€ für das Handy plus 240€ für den Vertrag gewesen. Also am Ende 1.040€. Dann würde ich das Handy nach 2 Jahren für 250€ verkaufen. Bleiben 790€ echte Kosten bzw. knapp 33€ im Monat. Stattdessen habe ich das S24 direkt mit Vodafone Vertrag genommen. Durch GigaKombi (-5€ monatlich) bei einem 2 Jahresvertrag war ich dann bei insgesamt knapp 700€. Danach hab ich das Handy für 250€ verkauft. 700€ minus 250€ sind 450€. Also nur 18,75€ im Monat. Ein privater Handykauf ist nicht sinnvoll.
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Wie ich diese erzwungene Mittagessen mit der Abteilung hasse. Alle setzen sich an einen Tisch obwohl wahrscheinlich mehr als 75% lieber ihre Ruhe hätten. Irgendeiner erzählt dann 15 Minuten seine komplette Lebensgeschichte. Wie immer geht es ums Haus, Urlaub oder Kinder. Währenddessen probieren alle so zu tun als ob sie aufmerksam zuhören. Wenn man dann selber was erzählst: Einer hört nicht zu. Der andere ist am Handy. Einer nickt kurz. Der andere fragt, ob die Bestellung schon da ist. Kann schon kaum die nächste Woche erwarten. „Wollen wir zusammen Mittag machen? Wird bestimmt lustig.“
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Ich kaufe mir jeden Morgen auf den Weg zur Arbeit einen Kaffee und ein belegtes Brötchen. Ein Kaffe kostet 3,50€. Ein belegtes Brötchen 4,20€. Also quasi 7,70€ jeden Morgen. Bei 220 Arbeitstagen sind das ganze 1.694€ im Jahr. Nur fürs Frühstück. Das Verrückte daran: Man merkt die 7,70€ morgens kaum. Aber 1.694€ am Jahresende würden stark auffallen. Die teuersten Ausgaben sind meistens die, die sich jeden Tag klein anfühlen.
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Mein anderer Bruder wollte was für 19,99€ bestellen. Darauf kämen 4,99€ Versand. Dann würde er bei insgesamt 24,98€ liegen. Dann entdeckte er aber folgendes: „Kostenloser Versand ab 30€“ Also suchte er noch einen Artikel für 15€. Schlussendlich 19,99€ + 15€ = 34,99€. Versand erfolgreich gespart: 4,99€. Hat aber dafür 15€ zusätzlich ausgegeben. Ergo hat er 10,01€ mehr ausgegeben, um 4,99€ zu sparen. Marketing funktioniert erschreckend gut.
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Mein Bruder wollte letztes Jahr beim Heizen sparen. Er hat die Heizung morgens weniger laufen lassen und dafür im Wohnzimmer einen 2.000 Watt Heizlüfter aufgestellt. Dieser läuft morgens 2 Stunden und abends 3 Stunden. 5 Stunden am Tag x 2 kW sind 10 kWh Strom. Bei 35 Cent pro kWh sind das ungerechnet 3,50€ pro Tag. Bei 30 Tagen summiert sich das ganze: 105€ Stromkosten. Für ein einzelnes Zimmer! Das Lustige daran: Er wollte eigentlich Heizkosten sparen. Schlussendlich hat er einfach Gas durch deutlich teureren Strom ersetzt.
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Wie kann das sein dass der Spritpreis eine Woche!!! nach dem Tankrabatt schon wieder bei dem Preis ist wie vor dem Tankrabatt?? Am 1. Oktober wurde die Energiesteuer temporär gesenkt. Erstmal toll, oder? Aber schon eine Woche später ist davon an der Zapfsäule nicht mehr zu sehen. 😭😭 Wo ist der Rabatt denn hingegangen?
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Eine Mutter bekommt die Chance, von 20 auf 30 Stunden pro Woche aufzustocken. Ergo: Mehr Verantwortung, mehr Arbeit, mehr Einkommen. Dann rechnet sie nach. Für die zusätzlichen 10 Stunden würde sie rund 600€ mehr brutto bekommen. Davon bleiben ihr ca. 350€ netto. Dann kommen aber höhere Fahrtkosten und zusätzliche Betreuungskosten dazu. Am Ende bleiben ihr vielleicht von 10 Stunden zusätzlicher Arbeit pro Woche vielleicht 150€ mehr im Monat. Sie lehnt ab. Nicht weil sie nicht arbeiten will. Sondern weil sich die zusätzliche Arbeit für sie schlicht kaum lohnt.
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Eine Familie kauft eine Photovoltaikanlage für 18.000€. „In 8 Jahren hat sich die Anlage amortisiert.“ Klingt erstmal gut. Aber dann stellt sich heraus: Die Anlage produziert nicht rund um die Uhr Strom. Der meiste Strom entsteht tagsüber, wenn keiner Zuhause ist, da die Familie arbeitet. Schlussendlich wird Abends trotzdem Strom aus dem Netz gebraucht. Ebenfalls wird der überschüssige Strom für deutlich weniger vergütet, als man selbst für Strom bezahlt. Die Anlage ist deshalb nicht schlecht. Aber die Rechnung „8 Jahre, danach ist alles Gewinn“ ist deutlich komplizierter, als es auf dem Prospekt aussieht.
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Solides und faires Einsteigergehalt nach Studium im sozialen Bereich
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Eine Bekannte von mir hat zwei kleine Kinder. Sie arbeitet 25 Stunden die Woche. Ihr Mann Vollzeit. Sie hat mir letztens vorgerechnet, was von ihrem zusätzlichen Einkommen tatsächlich übrig bleibt. Steuern. Sozialabgaben. Fahrt zur Arbeit. Und knapp 400€ für die Kinderbetreuung. Am Ende bleiben ihr von einem zusätzlichen Arbeitstag pro Woche kaum mehr als 50€. Sie meinte: „Dann könnte ich auch zuhause bleiben.“ Und genau da wird es absurd.
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Ich fahre jeden Tag 40 km zur Arbeit. 220 Arbeitstage im Jahr. 40 km × 220 Tage = 8.800 km. Für die ersten 20 km gibt es 0,30€ pro Kilometer, danach 0,38€. Das sind 5.984€ Entfernungspauschale. Diese 5.984€ bekommt er aber nicht vom Finanzamt überwiesen. Sie werden von seinem zu versteuernden Einkommen abgezogen. Bei einem Grenzsteuersatz von 35% wären das grob 2.094€ weniger Einkommensteuer. Er fährt also 8.800 km zur Arbeit und bekommt nicht „seinen Sprit zurück“. Er bekommt einen Teil der Kosten über die Steuer zurück. Und genau diesen Unterschied verstehen erstaunlich viele nicht.
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