Schottland, Wales und Nordirland wollen alle drei gleichzeitig aus dem Vereinigten Königreich austreten und in die EU
Schottland und Wales streben die eigene Unabhängigkeit an, Nordirland die Vereinigung mit der Republik Irland.
Alle drei wollen EU-Mitglieder werden:
Schottland und Wales als neue Staaten,
Nordirland über den Anschluss an Irland.
Ein Königreich, das einst ein Viertel der Weltbevölkerung regierte, verhandelt heute über die eigene Auflösung.
Besiegelt wird das heute in Cardiff:
John Swinney,
Rhun ap Iorwerth und Michelle O'Neill unterzeichnen eine gemeinsame Erklärung, die das Recht auf Unabhängigkeitsreferenden einfordert.
Premierminister
Andy Burnham hatte erst am Donnerstag klargestellt, ein schottisches Referendum sei vorerst
„off limits" — es gebe keinen gesellschaftlichen Konsens dafür.
Zwei Tage später nennt Trump bei seinem Dublin-Besuch eine irische Wiedervereinigung „fantastisch" und sagt, sie werde „irgendwann" passieren.
2014 scheiterte das schottische Unabhängigkeitsreferendum knapp, 55 zu 45 Prozent. Heute regieren in allen drei Landesteilen gleichzeitig unabhängigkeitsfreundliche Parteien, eine Konstellation, die es zuvor nie gab.
Karten, die seit Jahrhunderten als endgültig galten, werden gerade neu gezeichnet.
Was denkt ihr — hält das Vereinigte Königreich diesem Druck stand?
Schreibt es in die Kommentare.
Quellen: The Telegraph, Times of Israel, AllSides