Liebe Leser, liebe Abonnenten, liebe Wegbegleiter,
Ich muss mich glücklicherweise vor niemandem rechtfertigen, höchstens vor euch. Ich will heute darlegen, was ich tue und warum ich es tue.
Ich habe vor Corona 20 Jahre lang vor allem als Journalist gearbeitet. Für eine Regionalzeitung und für Agenturen, selten auch mal für SZ, ZEIT und Co.. Viele Fotos, einfach weil es damit viel mehr zu verdienen gab, aber ich habe auch Texte geliefert. Da ich „fester Freier“ und es erwünscht war, habe ich regelmäßig an Redaktions- und auch Strategiesitzungen teilgenommen. Was den Job und die Branche angeht, macht mir also niemand so schnell etwas vor.
Nachdem ich meine Recherchen in Schweden Anfang 2021 erstmal abgeschlossen hatte und nur noch auf dem aktuellen Stand halten musste, hab ich mich gefragt, was ich noch tun kann und mich umgesehen:
Für alle, die schon vor Corona „geschwurbelt“ hatten, gab es ein passables und sich ausweitendes Angebot. Die Entwicklung dieser Szene hatte ich ebenso von Beginn an mitbekommen, allerdings eher als Konsument und Beobachter. Und die Coronisten und Untertanen waren auch gut versorgt, wie ihr wisst.
Ich kannte also beide Welten und auch den tiefen Graben, der sie trennt.
Das Joker-Video von Kayvan aus 2020 fand ich ja richtig stark, künstlerisch wertvoll. Aber ein durchschnittlicher Tagesschau-Gucker sieht natürlich erstmal alle Vorurteile, die ihm eingetrichtert wurden, bestätigt.
Ich wollte einen Kanal bieten, den man solchen Leuten zum Einstieg empfehlen kann. Dort alles mit den vermeintlich „seriösen“ Quellen belegen, kritische Fundstücke aus den MSM präsentieren und gleichzeitig ihre Glaubwürdigkeit, sofern verdient, zerstören, indem ich aufschreibe, wie sie manipulieren, was sie weglassen.
Dass meine Leser da teilweise „herauswachsen“ und „mehr“ wollen ist nicht schade, es ist natürlich und mit leichtem Störgefühl (wenn ich deswegen kritisiert werde) erwünscht. Ich lese viel mehr Mainstream als ihr, ich poste ja bei weitem nicht alles. Manchmal suche ich bis zu fünf Stunden nach Themen und es kommt kein Post heraus. Glaubt hier jemand, dass mir das Spaß macht oder mich persönlich noch weiter bringt? Die Tiefen des Kaninchenbaus sind definitiv spannender.
Ich tue es, weil ich denke, dass es getan werden muss. Weil noch immer, Jahre später, viel zu viele Menschen einfach glauben, statt zu zweifeln und zu hinterfragen. Aber: „wir“ werden immer mehr, oder nicht? Bitte, sagt doch mal: sind „wir“ noch so wenige wie Ende 2020?
Und wir können nur mit den anderen reden, wenn wenigstens wir noch wissen wie die ticken. Sonst gibt es keine gemeinsame Basis mehr.
Ich würde das hier nicht so machen, wenn ich einigen von euch glauben würde, dass es doch alles nichts mehr bringt.
Wenn ich dies hier für Geld und Ruhm tun würde, würde ich es anders aufziehen:
Meine Arbeit, die sich ändern würde, viel mehr vermarkten, Artikel verkaufen, Premium-User, Bücher, Werbung usw. — und ich würde nur für euch, für die die hier sind, für meine Abonnenten arbeiten und versuchen euch immer mit Neuem zu versorgen. Statt auch für die zu posten, die noch nicht hier sind und vermutlich auch nie von mir hören werden. Ich würde sagen, das macht rund 50 Prozent meiner Arbeit aus. Daher danke an alle, die ich manchmal langweile, so wie ich mich selbst. Danke, dass ihr trotzdem noch hier seid.
Ich habe natürlich keine tieferen Kenntnisse darüber, wer die heute rund 280.000 Leute auf allen Plattformen sind, die mal etwas von mir gelesen und auf Folgen gedrückt haben. Etliche sind bestimmt auch doppelt gezählt, da sie auf mehreren Plattformen folgen. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass der Fortschritt im „Aufwachprozess“ jeweils individuell sehr unterschiedlich ist. Alle sollten dabei verstehen können, was ich sagen will, ohne Vorwissen. Sehr schwierig, wenn man sich nicht andauernd wiederholen will. Unter diesen Followern sind sogar zahlreiche „Multiplikatoren“ aus Establishment und Mainstream. 1/2