Fahrraderlebnisse von gestern🙄😅
Jetzt mal Zeit gehabt.
Gestern Radfahren, und die Stadt sowie Umgebung hat wieder alles gegeben.
Die Alten meinen, die Welt gehört ihnen. Man klingelt schon viele Meter hinter ihnen, wird langsamer, klingelt nochmal, nochmal, nochmal. Nichts. Die hören nichts, sehen nichts, spüren nichts. Irgendwann machen sie dann gnädigerweise Platz – und was kommt? Ein provokantes „Danke“. Als hätte man sich gefälligst bedanken sollen, dass sie einen überhaupt vorbeigelassen haben.
Kurz danach: Vorfahrt von rechts. Egal. Die anderen Radfahrer fahren einfach weiter, als gäbe es keine Regeln, nur ihre Laune.
Paar Minuten später, Radzone Innenstadt, Straße, Kopfsteinpflaster, rechts der Gehweg. Die Alten dödeln mitten auf der Kopfsteinpflasterstraße rum. Klingeln, klingeln, klingeln. Abbremsen bis fast zum Stillstand, weil die nichts mitbekommen. Dann springen sie auf einmal empört zur Seite, als hätte man sie überfallen.
Davor hatte eine andere schon eine Bemerkung abgelassen. Meine Antwort: „Halt den Rand.“
Und dann diese Spezies Fußgänger, die grundsätzlich links laufen. Warum? Lauft rechts. Kommt jemand entgegen, ziehen sie ohne zu schauen nach rechts rüber und wundern sich, wenn’s eng wird.
Noch so eine Nummer, wieder Rad und Gehweg. Eine Alte läuft fast mittig. Auf einmal staut sich eine ganze Radfahreransammlung auf. Dachte noch: Geh doch einfach rechts. Nee. Bleibt mittig, als wäre der Weg ihre Privatspur. Gut, dann eben vorbei. Aber die Radfahrer, die entgegenkamen, hatten locker noch mindestens einen Meter weiter rechts Platz. Als dürfte man den etwas dunkleren asphaltierten Streifen am Rand nicht benutzen. Liegt da, ist frei, wird trotzdem ignoriert. Stattdessen eng aneinander vorbei und die, die eigentlich Platz machen könnten, tun so, als gäbe es den Rand nicht.
Später: Mutter und Kind. Kind eiert mit dem Roller rechts, dann in der Mitte rum und zieht dann ohne einen Blick nach links und wieder nach rechts rüber. Haltet euch rechts. Ist nicht so schwer.
Anderer Weg, direkt in der Mitte steht eine Gruppe rum. Naja.., langsam rechts vorbei, Platz war noch so gerade da. Kommt eine mit ihrem Rad genau einem entgegen, mitten drauf zu. Ich dachte nur: Behalte doch DEIN Rechts bei. Wäre was gekommen, wäre ich abgestiegen.
Vor ein paar Wochen auch: Geh/Radweg, drei alte Frauen, nur mit sich selbst beschäftigt. 20 Meter hinter ihnen geklingelt, näher ran, langsamer, weitergeklingelt. Irgendwann machen sie Platz. Ich vorbei, 15 Meter weg, kommt eine Bemerkung. Ich das Rad abgebremst, rumgedreht/geslidet, zurück zu denen – damit hatten sie wohl nicht gerechnet. „Ich hab schon weit hinter euch geklingelt. Spannt die Lauscher auf, achtet auf eure Umgebung und versperrt nicht alles.“ Eine: „Ist ja gut.“ Ich: „Genau. Es ist gut!“
Manche Leute bewegen sich durch die Stadt/durch die Umwelt, als wäre der Rest der Welt Kulisse. Klingeln ist kein Angriff. Rechts halten ist kein Vorschlag. Und „Danke“ sagt man, wenn jemand einem etwas Gutes tut – nicht, wenn man selbst gerade alles blockiert hat.
Ich, sobald ich Fußgänger bin, gehe auch immer rechts. Ich habe auch einen Führerschein = andere Sicht + Regeln. Gestern waren es eher die Passanten, oft aber auch Radfahrer, die natürlich keine Verkehrsregeln kennen (müssen) - da denke ich mir manchmal auch so "Einen Radführerschein würde so manchem gut tun".