Kocak ist im Schachspiel des Gangsters Remmo nur ein Bauer. Remmo führt ihn grinsend vor.
Das ist doch äußerst interessant, was Issa Remmo da sagt. Ferat Koçak, der monatlich mit rund 17.500 Euro an Steuergeldern finanziert wird, hat sich in ein Geflecht aus Ausreden und direkten Verbindungen zur organisierten Kriminalität verstrickt. Dass ein hochbezahlter Volksvertreter eine Sachspende in Form eines Smartphones vom Sohn des bekannten Clan-Chefs annimmt – angeblich für Antifa-Jugendliche, deren Handys von der Polizei beschlagnahmt wurden –, haha, genau, grenzt an eine Parodie!
Seine Behauptung, er habe trotz seiner Funktion als Innenpolitiker initial nicht gewusst, mit wem er da chattet und später im Büro saß, entlarvt entweder eine schockierende Unfähigkeit oder dreiste Schutzbehauptungen, man könnte auch Lügen dazu sagen.
Noch skandalöser wird es beim Blick auf den Ablauf: Selbst als Koçak nach eigener Aussage im Büro der Familie Remmo begriff, wer vor ihm stand, brach er den Kontakt nicht etwa ab. Nein. Er nahm das Handy trotzdem mit und meldete sich zwei Wochen später von sich aus wieder bei Firas Remmo. Um die Dreistigkeit komplett zu machen, bat er den Clan-Sohn darum, eine Bundestagsrede zu verbreiten, in der Koçak den Begriff „Clankriminalität“ als bloßen politischen Kampfbegriff verharmlost.
Wer so unverhohlen die Nähe zu kriminellen Strukturen sucht und sich im gleichen Atemzug von Steuerzahlern aushalten lässt, hat jegliche politische Glaubwürdigkeit verspielt! Die späte Reue und das Ausreden-Gerüst von einer angeblich „überfordernden Situation“ wirken vor diesem Hintergrund nur noch lächerlich.
Ein Bundestagsabgeordneter, der sprachnachrichtlich Herzchen-Grüße an das Clan-Milieu verschickt („Ich küsse Dein Herz, Bruder“) und Politik lieber „für die Straße“ als für das Parlament machen will, ist für ein Verfassungsorgan schlicht untragbar! Wenn ein Parlamentarier derart offen mit Vertretern der organisierten Kriminalität klüngelt, darf er nicht länger aus Steuermitteln bezahlt werden und gehört unverzüglich von allen politischen Posten entbunden!