Nicht der erste und auch nicht der zweite Lockdown waren die schlimmste Zeit von Nachkriegsdeutschland. Es waren diese Wochen im Oktober und November 2021. Der absolute politische und mediale Tiefpunkt, die Aufkündigung der traditionellen deutschen Konsensgesellschaft von oben.
Konformitätsdruck wie im Kommunismus, öffentliche Menschenjagd, erzwungener öffentlicher Kotau vor dem Zentralkomitee und seiner unendlichen Weisheit. Digitale Codes trennen Reine von Unreinen. Jede Nachricht, jedes Gespräch, ob beruflich oder privat, es geht nur noch um eines. Wer nicht mitmacht, muss nicht nur private Konsequenzen tragen bis hin zum Berufsverbot. Er soll auch seine Rente verlieren, für immer zuhause bleiben, als "Blinddarm" ist er fortan ohnehin überflüssig. Und er ist auch schuld daran, wenn "wir" nie wieder aus dem Zyklus von "gewährten Freiheiten" und Lockdowns rauskommen. Bis ans Ende aller Tage.
Millionen von Bürgern wurden bewusst in die Kriminalität getrieben. Impfausweise wurden gehandelt wie Ausreisepapiere achtzig Jahre zuvor. Eine Atmosphäre von Angst und Konspiration allerorten. Kurz darauf wurden Demonstrationen verboten, das Abstellen von Kerzen an Kirchen bestraft, Polizeistreifen hielten jeden Montag abend gezielt Ausschau nach illegalen Spaziergängern, damit der Polizeiminister am Dienstag morgen die Lage auf dem Tisch hatte.
Ein System, das in der Lage ist, eine solche Massenhysterie zu erzeugen und mit allen Mitteln am Kochen zu halten, hat einen schweren Strukturfehler. Da dieser bis heute weder erkannt noch behoben ist, bin ich fest davon überzeugt, daß wir in näherer Zukunft Ähnliches wieder erleben können.
Sie arbeiten daran.