Es gibt Momente, in denen man sich fragt, wie weit Menschen bereit sind zu gehen.
Ich habe Morddrohungen erhalten. Es wurden widerwärtige Artikel über mich geschrieben. Diffamierungen, Unterstellungen und persönliche Angriffe gehören inzwischen beinahe zur Tagesordnung. Immer wieder wird versucht, mich öffentlich zu diskreditieren, meine Motive infrage zu stellen und meine Person zu beschädigen.
Natürlich geht so etwas nicht spurlos an einem vorbei. Wer behauptet, ihn würde das alles kaltlassen, sagt nicht die ganze Wahrheit. Hinter jedem öffentlichen Menschen steht ein Mensch mit Familie, Freunden, Sorgen und Gefühlen.
Aber genau deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass Einschüchterung zum politischen oder gesellschaftlichen Werkzeug wird. Denn wenn Drohungen darüber entscheiden, wer seine Meinung äußert, dann verlieren wir alle ein Stück unserer Freiheit.
Die vielen Nachrichten, Gespräche und Zeichen des Rückhalts, die mich erreichen, zeigen mir jeden Tag, dass es sich lohnt, weiterzumachen. Dafür bin ich von Herzen dankbar.
Wer glaubt, dass radikal ideologischer Hass stärker ist als tiefgreifende Überzeugung, der irrt sich. Wer glaubt, dass Drohungen Charakter ersetzt, der irrt sich ebenfalls.
Ich werde weiterhin sagen, was ich für richtig halte. Ich werde weiterhin für meine Überzeugungen einstehen. Nicht aus Trotz, sondern weil ich davon überzeugt bin, dass eine freie Gesellschaft Menschen braucht, die Haltung zeigen – auch dann, wenn Gegenwind aufkommt.
Meine Werte sind nicht verhandelbar. Meine Stimme nicht käuflich. Und meine Haltung bleibt ungebrochen.