Nullsummenglauben
Es gibt gemeinsame Denkstrukturen zwischen Linksextremen und Kriminellen: die Verachtung für die bürgerliche Ordnung und der fehlende Respekt vor dem Eigentum. Die kriminologische Forschung zeigt, dass Straftäter ihre Taten häufig durch sogenannte „Neutralisierungstechniken“ rechtfertigen: Sie leugnen den entstandenen Schaden, bestreiten die eigene Verantwortung oder erklären das Opfer für mitschuldig beziehungsweise für jemanden, der den Schaden „verdient“ habe.
Besonders bei Eigentumsdelikten findet sich die Argumentation, der Bestohlene sei reich genug, könne den Verlust verschmerzen oder habe seinen Besitz selbst auf ungerechte Weise erworben. Eine strukturelle Ähnlichkeit zu bestimmten linken Argumentationsmustern besteht dort, wo wirtschaftlicher Erfolg als Nullsummenspiel interpretiert wird: Der Reiche habe mehr, weil andere weniger haben, sein Gewinn sei also auf Kosten anderer entstanden.
Der amerikanische Soziologe George Gilder schrieb in seinem 1981 erschienenen Buch „Reichtum und Armut“, das Vorurteil, aller Reichtum sei durch Diebstahl und Betrug entstanden, halte sich „am hartnäckigsten in den Gefängnissen und – an der Harvard-Universität“.
Ja, viele Kriminelle sind vermutlich Nullsummengläubige, denn sie sind fest davon überzeugt, dass sie nur zu Wohlstand kommen können, wenn sie anderen Menschen etwas wegnehmen: indem sie in eine Wohnung einbrechen oder jemanden ausrauben, Scheckbetrug begehen oder Schutzgeld erpressen.
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