Du glaubst, du würdest dein Haus besitzen. Du sagst ja auch schließlich: mein Grundstück. Mein Eigentum. Mein Besitz.
Aber was bedeutet Eigentum eigentlich?
Eigentum bedeutet Herrschaft. Nicht nur Nutzung. Nicht nur Besitz auf Widerruf. Sondern die letzte Entscheidung darüber, was mit einer Sache geschieht.
Wenn du jedes Jahr dafür zahlen musst, dass du dein eigenes Haus behalten darfst, ist das kein volles Eigentum.
Dann ist es eine laufende Gebühr.
Eine Miete. Nur heißt der Vermieter nicht Privatperson, sondern Staat.
Der Unterschied ist brutal einfach: Zahlst du die Grundsteuer und Abgaben nicht, bleibt es nicht bei einem bösen Brief. Am Ende verlierst du den Zugriff auf das, was angeblich dir gehört.
Damit ist die entscheidende Frage beantwortet.
Nicht derjenige ist der wirkliche Eigentümer, der im Grundbuch steht. Sondern derjenige, der am Ende durchsetzen kann, was passiert, wenn nicht gezahlt wird.
In einem System, in dem Besitz dauerhaft besteuert, reguliert und entzogen werden kann, existiert echtes Eigentum nur eingeschränkt.
Was wir Kapitalismus nennen, ist oft nur staatlich verwalteter Privatbesitz.