Lawrow lässt Wadephul hinterher wie einen hohlen Zettelableser aussehen. Nichts Neues, heißt es, nur die üblichen Floskeln.
Mich stört daran vor allem eins: Wadephul hat in New York genau benannt, was auf dem Spiel steht. Lebenswichtige Hilfslieferungen für Millionen Menschen in Afrika, Asien, im Nahen Osten – gefährdet durch genau diesen Krieg.
Schon wieder Getreide, das nicht ankommt.
Schon wieder Häfen, die nicht liefern. Wie oft noch, bevor jemand von Hunger redet statt von Zetteln?
Genau diese Verharmlosung halte ich für die eigentliche Botschaft aus Moskau.
Wer über Hunger spricht, wird zum Phrasendrescher erklärt.
Das ist keine Randnotiz.
Das ist der Ton, mit dem Russland der Weltgemeinschaft begegnet.