Weidels braune Nebelkerze – Der perfide Plan hinter der Geschichtsfälschung
Alice Weidel hat es wieder getan. Auf der Bundespressekonferenz am Montag erklärte die AfD-Chefin den Diktator und Massenmörder Adolf Hitler völlig ungerührt zum „Linksradikalen“ und „Linksextremisten“. Wer nun glaubt, hier spräche bloße historische Unbildung oder Weidel sei lediglich ein peinlicher rhetorischer Ausrutscher unterlaufen, unterschätzt die strategische Tiefe und die Gefährlichkeit dieser Partei gewaltig. Es ist keine Unwissenheit. Es ist eiskaltes Kalkül.
Natürlich ist die Aussage in der Sache derart absurd, dass es fast schon schmerzt, sie überhaupt widerlegen zu müssen. Dass Hitler Gewerkschaften zerschlagen, Kommunisten und Sozialdemokraten als allererste in Konzentrationslager sperren und ermorden ließ und einen völkisch-rassistischen, extrem rechten Vernichtungskrieg führte, ist historischer Minimalkonsens. Die NSDAP war so wenig links, wie Nordkorea heute eine demokratische Republik ist. Der „Sozialismus“ im Parteinamen war ein reiner Propagandatrick – ein Köder für die Arbeiterschaft, der schon vor 100 Jahren durchschaut wurde.
Dass Weidel diesen Köder im Jahr 2026 wieder auswirft, hat einen triftigen Grund: Es geht um die historische Reinwaschung der eigenen Ideologie.
Die AfD, die vom Verfassungsschutz in weiten Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, hat ein strategisches Problem mit der eigenen Verortung. Indem Weidel das personifizierte absolute Böse der deutschen Geschichte kurzerhand auf die linke Seite des politischen Spektrums schiebt, versucht sie eine gigantische Schuldumkehr. Die Logik dahinter ist ebenso simpel wie perfide: Wenn Hitler und der Nationalsozialismus „links“ waren, dann kann die „rechte“ AfD gar nicht in dessen historischer Tradition stehen. Im Gegenteil – plötzlich wären die heutigen politischen Gegner die wahren Erben des Totalitarismus. Das ist politisches Gaslighting in Reinkultur.
Gleichzeitig bedient Weidel damit punktgenau jene postfaktische Blase im Netz, in der raunende Verschwörungserzählungen längst mehr zählen als Geschichtsbücher. Es geht darum, den Diskursraum zu sprengen, die Grenzen des Sagbaren weiter nach rechts zu verschieben und Chaos in die gesellschaftliche Wahrnehmung zu bringen. Die vorhersehbare und berechtigte Empörung der bürgerlichen Mitte, der Historiker und der Medien ist dabei fest eingepreist. Mehr noch: Sie ist das eigentliche Ziel. Mit jedem empörten Aufschrei kann sich die AfD-Spitze als Opfer eines vermeintlich „linken Mainstreams“ inszenieren, der angeblich die Wahrheit unterdrücken wolle.
Demokratische Öffentlichkeiten dürfen sich von dieser Taktik nicht länger durch die Manege treiben lassen. Es reicht nicht mehr, Weidels Aussagen nur einem sterilen Faktencheck zu unterziehen. Man muss die manipulative Mechanik dahinter schonungslos offenlegen. Weidels Geschichtsfälschung auf der Bundespressekonferenz ist kein Ausrutscher. Sie ist ein gezielter Frontalangriff auf die historische Erinnerungskultur dieses Landes – und damit auf das Fundament unserer wehrhaften Demokratie. Wer die Vergangenheit so schamlos für parteipolitische Zwecke fälscht, dem darf man die Zukunft des Landes unter keinen Umständen anvertrauen.
Bundespressekonferenz:
#AliceWeidel: "... Adolf Hitler war ein Linksradikaler, ein Linksextremist!" Ihr bekommt, was ihr wählt liebe AfD-Wähler!!!
#BPK | 21. September 2026 |
@JungNaiv