Die Bluttat von Berngau ist fast schon wieder aus der medialen Aufmerksamkeit verschwunden, trotzdem möchte ich die Deliktrelevanz von Legalwaffenbesitzern noch einmal nüchtern aufschlüsseln. Für das Bundesland Bayern liegen nämlich für die Jahre 2016 bis 2023 tatsächlich offizielle Zahlen vor. Vorsätzliche Fremdtötungen durch die mehr als 200.000 Legalwaffenbesitzer in Bayern in den besagten Jahren: 2016: 1 2017: 2 2018: 0 2019: 0 2020: 0 2021: 0 2022: 1 2023: 3 Wenn ich also sage, dass Legalwaffenbesitzer mit ihren legalen Waffen im Vergleich zur Restbevölkerung nicht deliktauffällig sind, ist das von mir kein Wunschdenken. Ich kann diese These mit nackten Zahlen, so sie denn verfügbar sind, untermauern. Rein menschlich verstehe ich übrigens jeden, der im Angesicht solcher Taten Wut, Trauer und Entsetzen empfindet. Ich möchte sowas auch nicht. Aber am Ende des Tages sind Daten relevant, nicht Emotionen.

Oct 12, 2026 · 7:53 AM UTC

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Und da nach Berngau wieder die Anti-Sportschützen-Reflexe bei einigen Zeitgenossen einsetzten: Von den oben aufgeführten Taten gingen 1 bis 3 auf das Konto von alleinigen Sportschützen. Der Reichsbürger 2016 besaß seine legalen Waffen jagdlich UND sportlich, der Dreifachmörder 2023 war Jäger, an die Tat 2022 erinnere ich mich tatsächlich nicht mehr und bei den beiden Taten 2017 handelte es sich um erweiterte Suizide. Ob man solche Taten durch ein Waffenverbot verhindern kann, darf mehr als nur bezweifelt werden. Wer ein Verbot des Sportschießens mit scharfen Schusswaffen möchte, ist danach bitte auch so konsequent, Dinge wie Hundehaltung oder Reitsport verbieten zu wollen.
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interessant dazu wären ja noch im vergleich dazu die tötungsdelikte mit anderen tatwaffen (zb. messer und illegale schusswaffen)
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Wobei in den entsprechenden Anfragen illegale Schusswaffen sogar aufgeschlüsselt waren.
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Replying to @Karabinercafe
2023 war der Dreifachmord von Langweid.
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