🎬 Dr. Jarred Younger erklärt in seinem neuen Video vom 17. November 2025, dass es trotz der eindeutigen PET- und MRT-Befunde zur Neuroinflammation bei #MECFS, #Fibromyalgie und #LongCOVID weltweit noch keine einzige Behandlung gibt, die gezielt Mikroglia im Gehirn moduliert. Mikroglia treiben den entzündlichen Zustand maßgeblich an. Sie sind sozusagen das Immunsystem des Gehirns.
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Alle derzeit eingesetzten Mittel wirken wenn überhaupt nur indirekt auf diese Prozesse. Sie wurden ursprünglich für ganz andere Zwecke entwickelt. Ein Beispiel ist Low Dose Naltrexon. Es ist eigentlich ein Opioidblocker und seine entzündungsreduzierenden Effekte treten nur als Nebeneffekt auf. Dadurch sind Wirkung und Dosierung begrenzt.
Younger erläutert, dass es jedoch seit mehr als zehn Jahren einen vielversprechenden Kandidaten gibt. Dieser Wirkstoff heißt Dextro Naltrexon. In tierexperimentellen Studien wirkt er sehr gezielt auf überaktive Mikroglia und erfüllt damit genau die Eigenschaften, die man für die Behandlung einer echten Hirnentzündung braucht. Forschende wie Linda Watkins und Mark Hutchinson haben die Grundlagen hierfür geschaffen.
Trotzdem wurde Dextro Naltrexon nie für Menschen entwickelt. Der Grund ist nicht fehlende Wissenschaft. Der Grund ist die Patentlage. Die Idee wurde früh wissenschaftlich veröffentlicht. Dadurch ist sie sogenanntes prior art und öffentlich bekannt. Dextro Naltrexon kann deshalb nicht mehr patentiert werden. Ohne Patentschutz gibt es keine Investitionssicherheit und keine Möglichkeit Kosten über ein Medikament zu refinanzieren. Deshalb entwickelt kein Unternehmen diese Substanz obwohl die präklinischen Daten vielversprechend sind und obwohl der Bedarf immens ist.
Younger berichtet, dass er jahrelang darauf gewartet hat, dass jemand das Projekt übernimmt. Da das nicht geschah hat er jetzt entschieden selbst die Initiative zu ergreifen. Er wird die Entwicklung anstoßen und alle notwendigen Schritte koordinieren. Dazu gehört die Herstellung, die regulatorische Vorbereitung und später die klinischen Studien. Er selbst ist kein Chemiker oder Hersteller und auch kein Pharmaentwickler. Trotzdem übernimmt er die Rolle, weil es sonst niemand tut und weil ein gezieltes Medikament gegen Gehirnentzündung dringend gebraucht wird.
Er erklärt sehr offen, dass der Weg lang und teuer und auch riskant sein wird. Viele Wirkstoffe scheitern am Übergang von präklinischen Daten zu Patientenstudien. Das kann auch bei Dextro Naltrexon passieren. Ob es funktioniert lässt sich erst in klinischen Studien klären. Trotzdem hält er die Entwicklung für notwendig und für den einzig realistischen Weg, um Neuroinflammation wirksam zu behandeln.
Für die ersten Projektphasen werden rund fünf Millionen US Dollar benötigt. Crowdfunding hat er bisher nicht geplant. Er schließt es jedoch für die Zukunft nicht aus. Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann über die Spendenmöglichkeit seines Labors beitragen. Großspenden laufen über Julia Ann Starke an der University of Alabama at Birmingham. Younger betont dabei ausdrücklich, dass Spenden an bestehende #MECFS Organisationen weiterhin wichtig sind und dass dieses Projekt keine bestehenden Initiativen ersetzen soll.
Er kündigt an, dass er nur dann über Fortschritte berichten wird, wenn es größere und relevante Entwicklungen gibt. Wer sich für wissenschaftliche Details zu Dextro Naltrexon interessiert, kann sein früheres Video dazu ansehen.
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Last edited Nov 18, 2025 · 9:54 AM UTC
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