Die Reaktion des israelischen Außenministers Gideon Sa'ar: Israel bewertet die bedeutende Rede, die von Herbert Kickl, Bundesparteiobmann der Freiheitlichen Partei Österreichs in Strassbourg gehalten wurde als positiv.
Vor allem ist sein Bekenntnis zu dem dunklen Kapitel in der Geschichte Österreichs und die daraus hervorgehende Verantwortung zu begrüßen, ebenso die Entschuldigung gegenüber der jüdischen Bevölkerung Österreichs, den Opfern des Nationalsozialismus, deren Nachkommen und dem jüdischen Volk.
Ich begrüße seine unmissverständliche Verurteilung des von der Hamas am 7.10. verübten Massakers, seine Anerkennung des Existenz- und Verteidigungsrechts Israels, sowie seinen Einsatz zum Schutz jüdischen Lebens in Österreich und Europa und die Bekämpfung jeglicher Form von Antisemitismus.
Ich messe der vollständigen Übernahme der IHRA-Arbeitsdefinition von Antisemitismus durch die FPÖ – einschließlich aller elf dazugehörigen Beispiele in ihrem vollen Kontext große Bedeutung bei. Ebenso wichtig ist seine klare Ablehnung jeglicher Versuche, die Schwere des Holocaust zu verharmlosen oder das NS-Regime zu verherrlichen.
Darüber hinaus begrüße ich Herr Kickls Anerkennung der historischen Verbundenheit des jüdischen Volkes mit Judäa und Samaria, seine genannte Absicht die österreichische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen sowie sein Engagement zur Förderung der praktischen Zusammenarbeit und den Aufbau einer neuen Partnerschaft mit Israel.
Angesichts der komplexen Geschichte betrachten wir diese Äußerungen als eine wichtige und positive Entwicklung.
Wie Herr Kickl deutlich machte, erfordert der Aufbau von Vertrauen auch, dass den Zusagen Taten folgen. Kickls Worte ermöglichen es, einen inhaltlichen, offenen und aufrechten Dialog zu beginnen, mit dem Ziel, das Verständnis für seine Positionen und Zusagen zu vertiefen.