Ich muss ganz ehrlich sagen, ich kann diese Verschwörungstheoriker zu 9/11 einfach nicht ab. Ich versuch es mal im Guten zu erklären:
1. Ich halte generell nix davon, Verschwörungen zu postulieren, die auf einer so großen Skala durchgeführt werden - irgendeiner plaudert immer (und nein, Covid war verrückt, aber KEINE Verschwörung!)
2. Diese ganzen Physiker und Statiker, die angeblich das offizielle Narrativ widerlegen, überzeugen mich nicht - abgesehen davon, dass keiner von uns hier diese Debunk-Videos seriös beurteilen können, haben diese ohnehin den falschen Ansatz: da sind Leute, die a priori davon ausgehen, dass es Sprengungen waren, um diese These anhand der Bilder zu belegen. Ein wissenschaftlicher Ansatz würde es genau umgekehrt machen: die Bilder benutzen, um die These der Sprengung zu WIDERLEGEN, und erst wenn das nicht aufgeht, kann man über Sprengungen reden.(Und kommt mir nicht damit, dass dieser Ansatz auch für das offizielle Narrativ gelten muss - muss er nicht, weil das augenscheinlich Offensichtliche, das live im TV zu sehen war und durch zig Zeugen bestätigt wurde, erst einmal gesetzt ist. Rechtfertigen muss sich dagegen die These, die mit wesentlich mehr Annahmen auskommt, nämlich dass es eine wilde Verschwörung der Regierung ist, die das Ganze dann hinter dem Rücken der Bevölkerung inszeniert hat).
3. Mittlerweile gibt es physikalisch korrekte Computersimulationen, die klar zeigen, dass diese Gebäude (inklusive WTC 7) durch Brand und Instabilität zusammenbrechen können. In diesen Simulationen wurde der Rauch entfernt, sodass auch zu sehen ist, dass der Zusammenbruch keinesfalls den Charakter einer "kontrollierten Sprengung" hatte. Die Türme sind vielmehr zur Seite weggebrochen, weshalb auch so viel Schutt das dritte Gebäude überhaupt erst so stark beschädigen konnte, dass es nach einigen Stunden zusammenbrach.
4. Der größte Knackpunkt bei dieser Verschwörungstheorie ist, dass sie einfach überhaupt keinen Sinn macht. Es fehlt schlichtweg das Motiv - zumindest für eine Inszenierung, die ein solches AUSMASS hat. Klar könnte man folgendermaßen argumentieren: Die Amis wollten eine Begründung für Krieg im Nahen Osten. Oder: Irgendwelche Versicherungsbeträge steckten drin und deshalb sollten die Twin Towers fallen. Oder was weiß ich. Aber: Der Nutzen muss stets mit den Kosten verglichen werden. Nehmen wir die noch plausibleste Annahme, die Amis hätten eine Begründung für Krieg gewollt und analog zum Reichstagsbrand der Nazis den Anschlag inszeniert. Da kann ich nur sagen: Das hätte man wesentlich billiger und auch risikoloser haben können. Warum muss man dafür fast 3000 amerikanische Bürger ermorden? Warum braucht man dazu Sprengungen UND Flugzeuge, wenn es eines von beidem auch getan hätte? Es gab doch bereits mal ein Bombenattentat aufs WTC, warum also noch zusätzlich die Inszenierung mittels Flugzeugen? Oder warum nicht NUR Flugzeuge, was spektakulär genug gewesen wäre? Der Punkt ist doch: je mehr Variablen man so einer Inszenierung hinzufügt, desto unkontrollierbarer wird das Ganze, desto mehr Risiken entstehen, desto mehr kann schief gehen und desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass jemand plaudert. Unterm Strich macht es für einen rational denkenden Akteur überhaupt keinen Sinn, ein solches Attentat zu inszenieren, um ein Ziel zu erreichen, das man auch mit wesentlich geringerem Aufwand hätte erreichen können.
Fazit: Wegen all dieser Punkte kann ich die "Thruther" nicht ernst nehmen. Ich betrachte diese Verschwörungstheorien auch als Verhöhnung der Opfer, die ihr Leben lassen mussten, weil sich eine durchgeknallte Ideologie - der politische Islam - immer mehr ausbreitet. Von allen religiösen Weltanschauungen ist der Islam derzeit die mit Abstand tödlichste, wenn man nur auf die Zahlen guckt. Fast alle Terroranschläge der letzten Jahrzehnte gingen auf das Konto des Islam. Die größten Terrororganisationen berufen sich auf den Islam. Der Islam ist das Problem, nicht eine Verschwörung der US-Regierung.