„Juden sagen seit 50 Jahren, dass sie Angst haben.“
Vielleicht wäre ihre Angst heute kleiner, wenn diejenigen, die jahrzehntelang Deutschlands wichtigste Lehrstühle zur Antisemitismusforschung leiteten, Antisemitismus konsequent bekämpft hätten – statt ihn kleinzureden und Juden ihre eigene Angst zu erklären.
Juden werden auf deutschen Straßen angegriffen. Jüdische Schulen und Synagogen brauchen Polizeischutz. Aber Wolfgang Benz erklärt uns, „Israel, verrecke“ sei kein Antisemitismus und jüdische Angst Teil der „Selbstrechtfertigung jüdischen Lebens in Deutschland“.
Was für ein Hohn.
Wer jahrzehntelang Antisemitismus erforscht hat und heute bei solchen Sätzen noch nach Erklärungen sucht, hat offenbar sehr viel erforscht und sehr wenig verstanden.