Wenn sich ein europäischer Politiker im Wahlkampf gegen die EU ausspricht, lebt nicht nur er gefährlich – sondern auch seine Familie und sein Umfeld. Das jüngste Beispiel ist Cristela Georgescu, die Ehefrau von Călin Georgescu. Sie hat ihr Schweigen gebrochen, und ihre Botschaft ist mächtig.
Nach stundenlanger Anhörung bei der Sonderstaatsanwaltschaft DIICOT sprach sie öffentlich. Sie und ihr Vater waren als Zeugen geladen. Was folgte, nennt sie brutale Eingriffe in eine gewöhnliche Familie: Bewaffnete drangen ins Haus ein, über sie, das minderjährige Kind und den 90-jährigen Vater hinweg. Das Kind und der alte Mann seien am Bett von Bewaffneten bewacht worden. Călin Georgescu selbst sei im Verkehr, vor Minderjährigen, gefesselt abgeführt worden – ohne akute Gefahr. Demütigend und traumatisierend.
Die Vorwürfe hält sie für unbegründet. Es sei politische Verfolgung in reinster Form. Vertrauliche Informationen seien vor Gericht in die Medien gelangt, die Unschuldsvermutung ausgehöhlt, politischer Druck auf die Richter ausgeübt worden.
Ihre Warnung: In einem Staat, der sich rechtsstaatlich nennt, darf niemand morgens so aufwachen. Die Unschuldsvermutung ist kein Privileg, sondern Grundlage einer freien Gesellschaft. Călin Georgescu hat Anspruch auf ein faires Verfahren – und seine Familie auf Schutz vor politischer Abrechnung.