Correctiv hat Zugriff auf einen umfangreichen Datensatz aus unserem Redaktionssystem, der bei einem Hackerangriff im Frühjahr erbeutet wurde. Nun nutzt das steuergeförderte Medienhaus die internen Daten, also beispielsweise Informationen aus früheren Artikelversionen und redaktionellen Entwürfen, für Recherchen. Hierzu haben wir eine Anfrage erhalten, unter anderem geht es auch um einen meiner Artikel (siehe Thread). Seit wann genau der Redaktion der Datensatz vorliegt, ist unklar. Aus der Detailtiefe der Anfrage geht allerdings ziemlich klar hervor, dass man bei Correctiv schon länger Bescheid wusste und daher auch Kenntnis der Straftat hatte, ohne uns oder den Behörden Hinweise darauf zu geben.
nius.de/medien/correctiv-nut…
Oct 7, 2026 · 10:43 AM UTC
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Das mit üppigen Staatsgeldern gepamperte Medienunternehmen Correctiv, das in seiner Firmenbezeichnung die Worte „Recherchen für die Gesellschaft“ und „gemeinnützig“ führt, nutzt kriminell erbeutete Daten unseres Redaktionssystems, um dann so nen Schwachsinn auf Schülerblogger-Niveau zu bringen. Völlig verzweifelt. Anfrage vom 5. Oktober:
„b) Am 20. Januar 2026 wurde über den Account Ihrer Mitarbeiterin Janina Lionello ein Artikelentwurf angelegt – “Pflege und Bürgi” – und darin eine Hypothese für die Redaktion hinterlegt: “Es gibt wahnsinnig viele hoch engagierte Afghanen, die pflegen. (...) Wie hoch ist der Anteil der Pflegenden in Bürgergeld. Aufteilung Deutsche/Nicht deutsche”. Einen Tag später erscheint der Artikel mit der Schlagzeile: “Mehr als 53 Prozent der pflegenden Bürgergeld-Empfänger sind Ausländer”, basierend auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Der Text zieht den Schluss: Angehörige zu pflegen sei für "Ausländer" ein “besonders beliebter Grund (...), um nicht zu arbeiten und stattdessen Bürgergeld zu beziehen”. Doch die Zahlen, auf die Sie sich beziehen, enthalten sowohl Menschen, die Angehörige pflegen, wie auch solche, die sich um Kinder kümmern. Das erklärt der zitierte Sprecher der Arbeitsagentur sogar im veröffentlichten Artikel: „Diese beiden Punkte werden zusammen erfasst und lassen sich statistisch nicht ausdifferenzieren.“ Der Satz “Mehr als 53 Prozent der pflegenden Bürgergeldempfänger sind Ausländer” ist falsch. Aufgrund des ursprünglich angelegten Artikelentwurfs entsteht der Eindruck, dass die Zahlen in der Schlagzeile absichtlich falsch wiedergegeben wurden, um die eingangs gefasste Hypothese nicht aufgeben zu müssen. Bitte um Stellungnahme dazu.“
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