War in meinen Augen auch nicht weitsichtig von der CDU, sich in dieser Form 3,5 Jahre an Wirtschaft und Energieversorgung abzuarbeiten.
Ist natürlich legitim, dass die Opposition die Arbeit der Regierung kritisiert, aber Spahn und Co. haben sich in eine Untergangsstimmung reingesteigert, die man jetzt beim Wahlvolk nicht einfach wieder abschalten kann.
Deutschland wurde zum "Strombettler" degradiert, zum "Strom-Not-Land", sei im "Kohlewinter" von diversen Blackouts bedroht, leide unter der "Frust-Bilanz“ und gängele seine Wirtschaft mit künstlich hohen Energiekosten.
Jede Insolvenz wurde zelebriert, jede schlechte Konjunkturprognose ins Rampenlicht gezerrt und erklärt, nach der Ampel-Regierung die Energiepreise einfach wieder niedrig zu zaubern und die Wirtschaft wieder auf den Stand von 2015 zu setzen. Und das nicht von irgendeinem Hinterbänkler, sondern von Spahn als energiepolitischem Sprecher der Union.
Es war da schon klar, dass man den Wähler hier nur wird massiv enttäuschen können. Das ständige Gerede von der schnellen Reaktivierung der Atomkraft als Lösung für alles, das Framen des ganzen Landes als schwach, abhängig und lächerlich, das haben nun alles die AfD-Influencer übernommen und drehen es gegen die CDU, die jetzt auch nur mit Wasser kochen kann.
Dass die Energie- und Strompreise sich nicht ohne Weiteres senken lassen, war klar. Dass wir auch unter einer CDU-Regierung Strom importieren werden, war klar und dass der Umbau des Energiesystems eine Herausforderung ist, die Gewinner und Verlierer kennt, war auch klar.
Das sind alles Themen, die von der AfD nun auf diesem Fundament wunderbar bespielt werden können, denn in Untergangsstimmung und leeren Versprechungen sind die noch mal deutlich besser.