Also, watt los?
Die Häufung bei Frauen und bei Menschen mit höherem Neurotizismus ist kein Beweis für Psychosomatik. Sie ist das erwartbare Ergebnis, wenn man die Biochemie versteht: Östrogen öffnet Türen (ACE2), stärkt die akute Immunantwort (Autoimmunrisiko), sensitiviert Mastzellen und verlängert die Spike-Gewebepersistenz. Cortisol schwächt jede Barriereschicht und verlangsamt die virale Clearance. Zusätzlich kann Neuroinflammation die neurotischen Neigungen verstärken.
Östrogen ist reines Frauenthema und nicht alle Frauen haben gleiche Werte. Wer viel Soja isst, vielleicht sogar Alkohol trinkt, Fettleber aufgrund von Pflanzenölen und Fruktose hat, sich mit Kosmetika einschmiert, Mikronährstoffmängel hat und dessen Darm nicht gesund ist, der hat viel höhere Östrogenreservoirs. Auch als Mann.
Chronische (Sozial)Neurose aufgrund von "Angst vor ...." treibt chronische Cortisolwerte.
Und lass mich dabei anmerken: Alles was die Prädisposition senkt, also Cortisol runter und Östrogen runter, hilft auch therapeutisch den regenerativen Boden zu schaffen.
Daher gebe ich allen Leuten recht, die sagen "Leb einfach vernünftig, iss Fleisch anstatt Sojamilch, fahr nen Verbrenner, hinterlass nen Fussabdruck in der Welt und mach den Fernseher aus, touch grass, dann wirds schon", und gleichzeitig gebe ich allen Leuten recht, die sagen "Das ist eine biologische Erkrankung mit realen und schweren Konsequenzen, die gute Behandlung braucht". Es scheinen unvereinbare Perspektiven zu sein. Auf Ebene der Biologie sind sie aber wunderbar vereinbar.
Lass mich auch sagen, dass das natürlich nur ein schmaler Ausschnitt aus der komplexen und faszinierenden Biologie des Menschen ist. Relax, its the internet.
WAGMI