Die Brandmauer hat aus Deutschland de facto ein Zweiparteiensystem wie in den USA gemacht. Es gibt die "Demokraten", also die Altparteien, und die "Republikaner, also die AfD. Faktisch gesehen ist die AfD die einzige echte Opposition im Land und das Kartell der Altparteien bildet einen einzigen Block aus "weiter so". Der Wähler hat nun nur noch eine Wahl, nämlich ob er Politik jenseits oder diesseits der Brandmauer wählen will. Jede Stimme an die Altparteien ist eine Stimme für "weiter so", jede Stimme an die AfD ist ein Votum für einen Politikwechsel. Angesichts dessen sind die Wahlumfragen überhaupt kein Wunder. Wenn Opposition nur noch jenseits der Brandmauer möglich ist und die Altparteien untereinander rumklüngeln, kann ein Wähler, der den Regierungskurs ablehnt, nur noch AfD wählen, weil es keine andere Opposition mehr gibt. Und man stelle sich vor, die AfD würde verboten: Dann hätten wir de facto einen Einparteienstaat wie im Sozialismus bzw. Nationalsozialismus. Und das nennt sich heute "unsere Demokratie". Aber die DDR war ja auch "demokratisch".