In den USA diskutieren gerade die Chefs der zwei führenden KI-Labore selbst, ob angesichts ernster Risiken die rasante Entwicklung der eigenen Technologie gedrosselt werden muss.  Für Europa steht dabei doppelt viel auf dem Spiel.1/7

Sep 14, 2026 · 5:38 AM UTC

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Erstens: Wir tragen die Risiken voll mit. Cyberangriffe, biologische Bedrohungen, Kontrollverlust über KI-Systeme machen an Grenzen nicht halt. Ob Europa vorbereitet ist, entscheidet sich nicht in Washington. Zweitens: Wir sitzen bei den Entscheidungen nicht am Tisch.2/7
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Europ. Modellentwickler erwirtschaften zusammen weniger als 2 % des Umsatzes von nur zwei US-Konkurrenten. Unser Anteil an der globalen KI-Rechenkapazität liegt bei rund 5 %. Der Zugang zu Spitzen-KI, von dem Verteidigung, Cybersicherheit und Forschung zunehmend abhängen, 3/7
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ist für Europa nicht gesichert. Das ist eine gefährliche Kombination: volle Exposition gegenüber den Risiken, schwindender Einfluss auf die Schlüsseltechnologie der kommenden Jahrzehnte und wachsende Abhängigkeit von einer Handvoll ausländischer Unternehmen und Regierungen.4/7
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Deshalb habe ich gemeinsam mit Monika Schnitzer, Philippe Aghion, Margrethe Vestager, Wolfgang Ischinger, Daniel Privitera und weiteren Ökonomen, Politikern und KI-Experten an einer “Transformative AI”-Strategie für Europa gearbeitet, die heute erscheint. 5/7
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Fünf Ziele mit höchster Dringlichkeit: eine Allianz der Mitgliedstaaten für sichere Lieferketten, Institutionen mit eigener KI-Expertise, 15 % der globalen Rechenkapazität bis 2030, Resilienz gegenüber KI-Krisen und europäische Führung bei Prüf- und Sicherungstechnologie.6/7
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Replying to @FuestClemens
Lissabon Agenda für KI? Vielleicht sollten wir mal nachdenken, warum Europa bei Spitzentech so abgehängt ist und Strategiedokumente braucht, statt eigene Firmen, Ideen, Forschung hinzubekommen...
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Replying to @FuestClemens
Viel Glück dabei: Too little, too late. Keine Chance, irgendwas aufzuholen. Wer nicht verstanden hat, dass aktuell weltweit Chips ausverkauft sind, selbst Turbinen für Kraftwerke über Jahre hinaus nicht zu bekommen sind und selbst die USA es nicht schaffen, den Mehrbedarf an Energie zu decken, der notwendig ist, um die Rechenzentren für den Wettbewerb mit China weiter aufzustocken, der zeigt lediglich einen oberflächlicheen Einblick in die Materie. China hat kürzlich erst das Chip-Thema geknackt, nachdem die USA sie mit Ausfuhrstopps dazu gezwungen haben, und fängt jetzt an, Chips selbst zu produzieren. Was Energie angeht, sind sie am besten aufgestellt, deutlich besser als die USA, und Europa ist sowieso weit abgeschlagen. Das heißt: Wenn Sie im KI-Bereich mitspielen wollen, müssen Sie erst mal die Uhr 15 oder 20 Jahre zurückdrehen und den bewussten Abbau an Energieinfrastruktur rückgängig machen. Viel Spaß dabei, denn Ihnen wird niemand Kraftwerke verkaufen, die Sie in den nächsten Jahren einfach so hinstellen können, um bei Rechenzentren auch nur ansatzweise mitzuhalten. Sie können 10 Billionen in die Hand nehmen und mobilisieren: keine Chance mehr. Relevante KI Leistung besteht aus zwei Komponenten: Energie und Chips. Ich weiß nicht, was Sie in Ihr Strategiepapier geschrieben haben, aber wenn es nicht ganz klar empfiehlt, die Open-Source- und Open-Weights-Modelle aus China zur Startgrundlage zu machen, ist Ihre Strategie ohnehin absolut zum Scheitern verurteilt. Es ist die intelligentere und deutlich effizientere Architektur: Das Training der Modelle kommt aktuell mit circa einem Hundertstel der Rechenleistung aus, verglichen mit den US-Modellen, und erzielt dabei 95 % der Intelligenz. Wenn das nicht Ihre oberste Direktive im Strategiepapier ist, dann ist das Vorhaben hinfällig. Auf Basis der ineffizienten Compute hungrigen US-Architektur versuchen zu wollen mitzuhalten oder aufzustocken, ist ein komplett aussichtsloses Unterfangen. Es geht gar nicht mal so sehr um Geld, denn Geld hat Europa genug. Es geht darum, was realistisch möglich ist: Welche Rechenleistung kann beschafft werden? Das Training von Modellen der Astra- und Fable-Klasse kostet typischerweise ca. 1 Milliarde Dollar. Der innovative Vorreiter für effiziente KI-Architektur, DeepSeek, hat für das Training seines neuesten Modells DeepSeek 4.1 Flash gerade mal 10 Millionen Dollar ausgeben müssen. Es schlägt die Top-Modelle aus den USA im Bereich Design und mischt auch sonst weit vorne mit. Mir fällt es immer noch schwer zu glauben, dass die chinesische Regierung einfach so zulässt, dass diese geniale KI-Ingenieurskunst kostenlos und frei der Welt zur Verfügung gestellt wird. Aber gleichzeitig spielt da sicherlich auch ein bisschen Arroganz mit, weil man davon ausgeht, dass einer Nation, die hundertmal so viele geniale Mathematiker hervorbringt wie Europa und die USA zusammen, die Innovationen nicht ausgehen werden. Zudem ist der Schaden, den man dadurch den großen US-Laboren mit ihren kommerziellen Plänen zufügt, strategisch wohl wichtiger, als die Innovation mit der Welt zu teilen. Die Chinesen geben Europa effektiv eine Chance, mit auf den Zug aufzuspringen, nachdem man seine Abfahrt komplett verpennt hat.
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Replying to @FuestClemens
Sehr ehrenhaft Prof. Fuest, aber der Zug ist abgefahren und das wissen Sie auch.
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Replying to @FuestClemens
In den USA wird das als relativ transparenter Versuch des regulatory capture verstanden der den Marktführern erlaubt die Regeln zu diktieren, um Konkurrenz auszuschließen. Für Europa steht hauptsächlich unsere Goldmedaille der Regulationsweltmeisterschaft auf dem Spiel
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Sie können fordern was sie wollen, topdown lassen sich solche Umbrüche nicht verordnen oder moderieren. Wäre sinnvoller, Ihre Reichweite und Ihren Einfluss auf strukturelle Veränderungen zu lenken.
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Replying to @FuestClemens
Danke für den Beitrag, aber: Wo soll der billige Strom herkommen? Die 100Mrd Investition stehen ca. 1500Mrd US Investition für 2027 entgegen. Das Gap wird sich also vergrößern. Und die Chips (CPU, GPU, Memory) sind eh ausverkauft bis mind. 2028.
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In Europa muss die Entwicklung der KI nicht weiter gedrosselt werden, wir sind schon völlig abgehängt. Ganz im Gegenteil müssten Regulierungen abgeschafft werden, von denen die KI zum Lügen gezwungen wird oder mit denen der Zugriff auf Quellen wie Bücher eingeschränkt wird.
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Hier nochmal was für die Hausaufgaben. Von wegen Mithalten oder jetzt mal kurz anfangen, KI-Infrastruktur aufzubauen... Moment, wir sind ja noch im Stadium der Strategiepapiere. Danach gibt's wahrscheinlich Ausschüsse, danach gibt's wahrscheinlich nochmal zwei Jahre lang bürokratische Diskussionsrunden. Und bis dahin stehen in der Mongolei Millionen von selbst entwickelten Chips. nitter.net/mlcarldev/status/20995…
Want to know why they are panicking in all the US labs? And they should also be very concerned in the US administration. Can you imagine a data center a thousand times bigger than Elon Musk's Colossus? Restricting chip access to China was probably one of the biggest blunders that this US administration made. It forced China to develop their own chips, and now that they have them, with the more efficient architecture they've developed, they will obliterate US labs. China has shown one thing in the past: they can build monstrosities in quite a short time. To be honest, I can't really wrap my head around what will happen when you combine an AI architecture that already is 100 times more effective than what US labs are doing with this kind of compute.
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Endlich! Darauf haben wir gewartet! Die großen Labs in China und den USA sind Europa ein Jahrzehnt voraus was Modelle und Infrastruktur angeht - aber jetzt haben wir ja das Strategiepapier von Clemens und Wolfgang! 😂😭
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Die Chefs dort schmieden gerade ein Kartell, weil ihnen die freien Chinesischen LLMs den Markt unterm' Hintern wegreißen.
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Es macht absolut Sinn, das anzugehen. Die EU wird das aber leider wohl zum Anlass nehmen, den Einsatz von KI weiter zu regulieren und reglementieren, so dass Europa noch mehr den Anschluss verliert und komplett handlungsunfähig wird.
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Lieber @FuestClemens , wie soll ich das @ifo_Institut nach solch einem Papier noch ernst nehmen? Leere Worte von Menschen, die noch nie ein Datacenter von innen gesehen haben. PEINLICH!!!!
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Die 1,3-Billionen-Euro-Rechnung zeigt unmissverständlich: Europa reguliert sich ins Abseits, während USA und China geopolitisch (leider gefährlich in meinen Augen) unter Volllast durchziehen. Selbst wenn die Tech-CEOs gerade eine Sicherheits-Denkpause einlegen wollen, ändert das nichts an der harten Realität: Da Europa weder das Kapital noch die eigene Compute-Infrastruktur besitzt, sitzt es am Ende nur in der Zuschauerreihe. 🍿🍿 Ich weiß nicht was wir da tun könnten. 🫤nitter.net/derleomartin/status/20…
BREAKING: EUROPA FEHLEN 1,3 BILLIONEN EURO, um bei KI aufzuholen Das kommt von Prof. Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, von Wirtschaftsweise Prof. Dr. Monika Schnitzer und von Margrethe Vestager. Letztere ist als EU-Kommissarin jahrelang gegen Google, Apple und Amazon vorgegangen ist. Zusammen haben sie eine KI-Strategie für Europa vorgelegt. Ihr Befund: Ohne entschlossenes Handeln fällt der Kontinent ab diesem Jahr dauerhaft zurück, weil USA und China bei Investitionen und Talenten davonziehen. Europas Anteil an der globalen KI-Rechenzentrumskapazität liegt bei rund 5 Prozent. Bis 2030 sollen es 15 Prozent sein. Dafür fehlen neben dem Geld noch 45 Gigawatt Energie, allein für Rechenzentren. Bemerkenswert ist die Art des Engpasses: keine fehlende Technologie, keine fehlende Forschung, sondern Genehmigungen, Netzanschlüsse und Kapital! Alles Dinge, über die politisch entschieden wird. Genau das sage ich seit zwei Jahren! Unser Problem ist weder unser „Mindset“ noch die fehlenden Talente, sondern BÜROKRATIE! Das hier ist das erste Mal, dass jemand mit Gewicht eine Zahl nennt, die dem Ernst der Lage tatsächlich gerecht wird. 1,3 Billionen. Jetzt muss es nur noch jemand ernst nehmen. Verschlafen wir dies, werden wir die Infrastruktur der neuen Welt dauerhaft aus dem Ausland beziehen müssen und technologisch wie wirtschaftlich abgehängt sein.
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Replying to @FuestClemens
Ich sehe das ehrlich gesagt anders. KI erlebt nicht nur langfristig eine Commoditisierung, die Chinesen verschenken ihre frontier Modelle als open source. Wir müssen das Rad nicht selbst neu erfinden, sondern in fertige Produkte gießen. US tech verbrennt nur Geld mit KI bisher.
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Replying to @FuestClemens
Finde es immer noch etwas halbherzig. Langfristig muss trotz allem daran gearbeitet werden, Frontier-KI auch unabhängig vom Rest der Welt verfügbar zu haben. Es geht ja nicht darum, an diesem Wettrennen noch teilnehmen zu können. Es geht um spätere, unabhängige Betreibung.
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Replying to @FuestClemens
Sie sind sich doch bewusst, dass Sie ernsthaft hier über das Risiko sprechen, das von einem Textgenerator (der das wahrscheinlichste nachfolgende Wort vorhersagt) und einer Python-Schleife ausgeht, oder?
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Replying to @FuestClemens
Es wird zu einem Proliferationsabkommen bei AI kommen müssen, wie bei der Nukleartechnologie-und Atomwaffen Weiterverbreitung
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Replying to @FuestClemens
Die verbreiten Angst, weil sie Angst vor den Chinesen haben, die genauso gut aber wesentlich billiger sind. Die hoffen wohl, daß staatliche Sanktionen helfen werden. Ob die sich damit nicht getäuscht haben werden?
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Replying to @FuestClemens
Sie verstehen aber schon, dass die alle nur bailouts wollen, weil sie ohne Ende Geld verbrennen und so nicht an die Börse können?
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Replying to @FuestClemens
Jeder Cent in Verteidigung verpufft wegen dem Fortschritt der KI außerh. der EU, Mich interessiert, wie wir unsere Wirtschaft und Arbeitswelt der KI anpassen? Was braucht es die Angebotsvielfalt, die Arbeitskräfte, die Abgaben, wenn KI übernehmen kann? Entscheiden das andere?
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