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Deutschland
Am 5. Juni 1993 griffen zwei Rechtsextremisten Horst Hennersdorf in Fürstenwalde/Spree an. Sie beleidigten, demütigten und misshandelten ihn stundenlang. Horst Hennersdorf starb an den Folgen der Gewalt. Mehrere Personen wurden Zeugen der Tat, doch niemand griff ein. Horst Hennersdorf wurde am 25. Juni 1955 geboren und wuchs mit seinen Eltern und zwei älteren Geschwistern in Fürstenwalde/Spree auf. Nach seiner Ausbildung zum Molkereifacharbeiter arbeitete er zunächst in diesem Beruf, später in einem Sägewerk und bei der DDR-Reichsbahn. Er hatte ein Kind, engagierte sich in der Freiwilligen Feuerwehr und wurde von seinen Geschwistern als hilfsbereiter Mensch beschrieben, der Streit vermied und gerne Zeit mit seinen Nichten und Neffen verbrachte. Nach seiner Scheidung verlor Horst seine Festanstellung. Er fand keine dauerhafte Arbeit mehr und schlug sich mit verschiedenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen durch. Die Täter griffen ihn nicht wegen seiner Herkunft oder Religion an, sondern weil sie ihn wegen seiner sozialen Situation für „asozial" und minderwertig hielten. Wer an rechte Gewalt denkt, denkt oft zuerst an rassistische oder antisemitische Angriffe. Die Ermordung von Horst Hennersdorf erinnert daran, dass auch Menschen ins Visier geraten, die als „asozial“ markiert werden. Diese Form der Menschenfeindlichkeit hat eine lange Geschichte: Schon im Nationalsozialismus wurden sogenannte „Asoziale“ (schwarzer Winkel) systematisch verfolgt und ermordet. Die Abwertung von Menschen als „nutzlos“, „minderwertig“ oder als Belastung für die Gemeinschaft ist kein Randphänomen rechter Ideologien, sondern gehört zu ihren historischen Kerngedanken. Erst 2015 erkannte das Land Brandenburg den Tod von Horst Hennersdorf offiziell als politisch rechts motivierte Tat an. Dass dies mehr als zwei Jahrzehnte dauerte, verweist auf blinde Flecken in der deutschen Erinnerungskultur. Unser Projekt WERTE – was uns verbindet setzt genau hier an. Wir machen Stimmen hörbar, die in öffentlichen Debatten oft mitgemeint, aber selten sichtbar sind.
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Ser jiyanê – Über das Leben von Mehdi Zana Der Landesverband Berlin der Kurdischen Gemeinde Deutschland lädt zu einer Veranstaltung über das Leben und Wirken von Mehdi Zana ein. 📅 Sonntag, 11. Oktober 2026 🕒 15:00 Uhr 📍 Göbenstraße 1, Berlin-Schöneberg 🎙️ Moderation: Recep Maraşlı & Evdila Direj Wir freuen uns auf zahlreiche Gäste und einen interessanten Austausch.
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Die Kurdische Gemeinde Deutschland erinnert heute an das Unabhängigkeitsreferendum der Autonomen Region Kurdistan vom 25. September 2017. Mehr als fünf Millionen Wählerinnen und Wähler waren aufgerufen, darüber abzustimmen, ob sich die Autonome Region Kurdistan für unabhängig erklären oder der Status quo fortbestehen sollte. Auch die KGD beobachtete 2017 den friedlichen und demokratischen Verlauf des Referendums. Knapp 93% der Bevölkerung, darunter auch ethnische und religiöse Minderheiten, hatten 2017 für eine Unabhängigkeit gestimmt. Die Nachbarstaaten Türkei und Iran und die irakische Regierung treten bis heute die Autonomie-Bestrebungen und das Selbstbestimmungsrecht der Kurdinnen und Kurden mit Füßen. Ausgerechnet jene Diktaturen und repressiven Systeme, die die kurdische Bevölkerung seit Jahrzehnten unterdrücken und ihre politischen und demokratischen Rechte beschneiden, stellen sich gemeinsam mit ihren Verbündeten gegen die Gründung eines demokratischen kurdischen Staates. Einzig der Staat Israel unterstützte das Unabhängigkeitsreferendum. Das Mullah-Regime verbreitete die Verschwörungserzählung, dass Masud Barzani, der Präsident der kurdischen Autonomieregion ein “Mittelsmann der Zionisten” sei und betonte, der Iran werde “kein zweites Israel zulassen”. Auch in Ankara versammelten sich Ultranationalisten vor der israelischen Botschaft, um gegen “den Plan zur Errichtung eines zweiten Israels” zu protestieren. Trotz aller Hindernisse halten die Kurden an einer selbstbestimmten und demokratischen Zukunft fest. Sie möchten in Frieden und guter nachbarschaftlicher Beziehung leben und über ihr Schicksal selbst entscheiden.
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Was können Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten voneinander lernen und gemeinsam für eine friedlich-wehrhafte Demokratie gewinnen? Am 27. September 2026 findet in Heikendorf der erste Teil der Veranstaltungsreihe „Kultur- und Toleranzdialoge zwischen Mehrheitsgesellschaft und Minderheiten“ im Rahmen der Plöner Kulturbiennale 2026 statt. Im Mittelpunkt stehen Deutschland und die Kurdinnen und Kurden, ihre Geschichte, Erfahrungen und Perspektiven. 📅 27. September 2026, ab 15:00 Uhr 📍 OGTS-Mensa Heikendorf 🎟️ Eintritt frei
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KURDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND Teilhabe gestalten in Zeiten globaler Krisen In Zusammenarbeit mit Naciye Celebi-Bektas, Sozialökonomin, Migrations- und Integrationspolitik 06.11.2026 - 07.11.2026 Die Tagung beleuchtet die vielfältigen Lebensrealitäten von rund eineinhalb Millionen Kurdinnen und Kurden in Deutschland vor dem Hintergrund globaler Krisen. Im Fokus stehen Migration, politische Teilhabe, Integration, Bildung sowie transnationale Bezüge und gesellschaftliche Spannungen. Wissenschaft, Praxis und Community-Vertreter:innen diskutieren Herausforderungen, präsentieren erfolgreiche Projekte und entwickeln gemeinsam Strategien gegen Diskriminierung und Exklusion. loccum.de/tagungen/2664/
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Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zeigen, wie stark sich die politische Landschaft in Deutschland verändert. In Mecklenburg-Vorpommern wurde die AfD stärkste Kraft, in Berlin erreichte Die Linke die meisten Stimmen. Als Kurdische Gemeinde Deutschland respektieren wir selbstverständlich die demokratische Entscheidung der Wählerinnen und Wähler. Zugleich betrachten wir die zunehmende gesellschaftliche und politische Polarisierung mit Sorge. Unsere Demokratie lebt vom politischen Wettbewerb der Ideen und Argumente, von unterschiedlichen Auffassungen darüber, wie unser Land gestaltet werden soll. Ihre Grenze ist jedoch dort erreicht, wo Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, ethnischen Zugehörigkeit oder politischen Überzeugung ausgegrenzt, abgewertet oder zu Feindbildern erklärt werden. Rassismus, Antisemitismus, und jede Form menschenfeindlicher Ideologie haben in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz. Mit großer Sorge beobachten wir die Entwicklung des Antisemitismus insbesondere in Berlin. Gerade nach den jüngsten Wahlergebnissen muss der Schutz jüdischen Lebens in Berlin und in ganz Deutschland höchste Priorität haben. Jüdinnen und Juden müssen frei, sichtbar und sicher leben können. Antisemitismus, ob von rechts oder links, aus islamistischen Milieus oder in anderer Form, darf weder relativiert noch toleriert werden. Der Schutz jüdischen Lebens ist für uns eine unverhandelbare demokratische Verantwortung. Als Kurdische Gemeinde Deutschland wenden wir uns gegen Extremismus und autoritäres Denken, unabhängig davon, aus welcher politischen oder ideologischen Richtung sie kommen. Gerade jetzt braucht unser Land keine weitere Zuspitzung gesellschaftlicher Gegensätze. Es braucht eine demokratische Kultur, die unterschiedliche politische Überzeugungen aushält, ohne den Respekt vor dem Gegenüber zu verlieren. Es braucht Räume für Diskussion und Widerspruch, aber ebenso klare Grenzen gegenüber Hass, Menschenfeindlichkeit und Gewalt. Deutschland ist ein vielfältiges Land. Millionen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religionen und Lebensgeschichten sind Teil dieser Gesellschaft. Diese Vielfalt ist kein Gegensatz zu gesellschaftlichem Zusammenhalt. Wir appellieren deshalb an alle demokratischen Kräfte, die Sorgen und Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Demokratie darf sich nicht darauf beschränken, Extremismus abzuwehren. Sie muss zeigen, dass sie Probleme lösen, gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und Menschen zusammenführen kann. Für uns als Kurdische Gemeinde Deutschland ist klar: Wir stehen für eine wehrhafte Demokratie, für Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit, für gesellschaftliche Vielfalt und Toleranz und für ein Deutschland, in dem niemand aufgrund seiner Herkunft oder Identität ausgegrenzt wird.
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Wer als Bundestagsabgeordneter enge Beziehungen zu kriminellen und islamistischen Strukturen pflegt, die unseren Rechtsstaat verhöhnen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt durch antisemitische Hetze beschädigen, hat seine Glaubwürdigkeit verloren. Herr @ferat_kocak, übernehmen Sie endlich Verantwortung für Ihr Handeln und legen Ihr Bundestagsmandat nieder! @dieLinke tagesspiegel.de/berlin/nach-…
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#Peşmerge-Streitkräfte vereinigt Die Kurdische Gemeinde Deutschland begrüßt ausdrücklich die Vereinigung der Peşmerge-Streitkräfte in der Autonomen Region Kurdistan. Dieser Schritt stärkt einheitliche staatliche Strukturen und die Sicherheit und Stabilität der Region. 📍 Ansprache von Präsident Neçirvan Barzani in seiner Funktion als Oberbefehlshaber der Peşmerge-Streitkräfte. 📍 Aufnahmen von der Zeremonie, bei der der Oberbefehlshaber der Peşmerge-Streitkräfte, Präsident Neçirvan Barzani, den Kommandeuren der 1. und 2. Region offiziell das Kommando übertragen hat. Necat Ali Salih übernimmt das Kommando der 1. Region, Omer Salih Hesen das Kommando der 2. Region. @IKRPresident
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Bei der schwedischen Parlamentswahl am 13. September 2026 sind sieben kurdischstämmige Politikerinnen und Politiker in den schwedischen Reichstag gewählt worden. Damit setzt sich die starke politische Repräsentation der kurdischen Community in Schweden fort. Die Kurdische Gemeinde Deutschland gratuliert Gurgin Bakircioglu, Hanna Amin, Lawen Redar, Kadir Kasirga, Sara Gille, Talla Alkurdi und Hawar Asaiesh herzlich zu ihrer Wahl und wünscht ihnen viel Erfolg für ihre parlamentarische Arbeit. @diakurd_org
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Dr. Shukriya Bradost zu Gast beim KGD-Bundesvorstand in Essen Im Rahmen der heutigen Vorstandssitzung der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD) in Essen durften wir Dr. Shukriya Bradost ( Washington Institute⁠) als Gast begrüßen. Die Nahost- und Sicherheitsexpertin, Autorin und Juristin beschäftigt sich insbesondere mit Iran, nichtstaatlichen Akteuren und den geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. In ihrem Vortrag und dem anschließenden Austausch sprach Dr. Bradost über die tiefgreifenden Veränderungen im Nahen Osten, neue strategische Partnerschaften und Machtkonstellationen sowie über Migration nach Europa und den zunehmenden Nationalismus in verschiedenen Gesellschaften. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der multireligiösen und vielfältigen kurdischen Gesellschaft und der Frage, welche Rolle die kurdische Diaspora in Europa angesichts der politischen Veränderungen in der Region übernehmen kann. Für die KGD ist der Austausch mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Wir danken Dr. Shukriya Bradost herzlich für ihren Besuch, ihren interessanten Vortrag und die anregende Diskussion mit unserem Bundesvorstand. @ShukriyaBradost @toprak_aliE @MemoTanriverdi @CahitBasar
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Der Bundesvorstand der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD) kommt heute und morgen, am 19. und 20. September 2026, zu seiner Vorstandssitzung in Essen zusammen. Im Mittelpunkt stehen die strategische Ausrichtung und Zukunft der KGD, die weitere Entwicklung der Vorstands- und Verbandsarbeit sowie die Planungen für 2026/27. Dazu gehören unter anderem das KGD-Themen- und Aktionsjahr, der Newroz-Empfang 2027 und weitere Veranstaltungen und Projekte. Zwei intensive Sitzungstage mit wichtigen Beratungen und Weichenstellungen für die weitere Arbeit unseres Bundesverbandes liegen vor uns. Gemeinsam für eine starke Stimme der Kurdinnen und Kurden in Deutschland.
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Wir verurteilen den Brandanschlag auf die Synagoge in #Wuppertal aufs Schärfste. Antisemitismus und Angriffe auf jüdisches Leben dürfen in Deutschland keinen Platz haben. Unsere volle Solidarität gilt der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal und allen Jüdinnen und Juden. Jüdisches Leben muss konsequent und ohne Relativierung geschützt werden. @ZentralratJuden #Antisemitismus #Solidarität
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Heute jährt sich das Mykonos-Attentat, welches sich am 17. September 1992 im Restaurant „Mykonos“ in der Pragerstr. 4 in Berlin-Charlottenburg ereignete. Bei dem terroristischen Anschlag wurden vier kurdische Oppositionspolitiker der Demokratische Partei Kurdistan-Iran getötet. Bei den Getöteten handelte es sich um den Generalsekretär der Partei, Sadegh Scharafkandi, den Repräsentanten der Partei in Frankreich, Fattah Abdoli, den Repräsentanten der Partei in Deutschland, Homayoun Ardalan, und den Dolmetscher Nouri Dehkordi. Sie waren Gäste eines Kongresses der Sozialistischen Internationale auf Einladung von Björn Engholm und befanden sich 1992 zu Besuch in Berlin. Der Anschlag wurde von einer Gruppe iranischer Agenten im Auftrag des iranischen Regimes durchgeführt. Die Täter drangen in das Restaurant ein und eröffneten das Feuer auf die Anwesenden. Die kurdischen Oppositionspolitiker und ihr Dolmetscher wurden gezielt attackiert und getötet. Nur knapp dem Attentat entkommen war Mehran Barati, ein führender iranischer Oppositionspolitiker und später stellvertretender Generalsekretär eines im Jahr 2019 gegründeten „Rats zur Regulierung des Übergangs“, der die geordnete Abschaffung der Islamischen Republik ohne Bürgerkrieg anstrebte. Das Mykonos-Attentat hatte weitreichende politische Konsequenzen und führte zu einer internationalen Debatte über den Terrorismus des iranischen Regimes. Die Ermittlungen und der Prozess zum Attentat ergaben, dass hochrangige iranische Regierungsmitglieder und ranghohe Geheimdienstagenten in den Anschlag involviert waren.
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🇺🇸 Ein starkes Zeichen aus der kurdischen Diaspora in den USA: Der kurdisch-amerikanische Polizeibeamte Mohammed Salihi hat offiziell das Amt des City Chief Marshal in Manchester im US-Bundesstaat Georgia übernommen. In seiner neuen Funktion steht Salihi vor einer besonderen Aufgabe: Er soll eine neue kommunale Polizeibehörde von Grund auf aufbauen und deren Strukturen entwickeln. Wir gratulieren Mohammed Salihi herzlich zu dieser verantwortungsvollen Aufgabe und wünschen ihm viel Erfolg in seinem neuen Amt. Sein beruflicher Weg zeigt einmal mehr, wie Kurdinnen und Kurden in der Diaspora Verantwortung übernehmen und aktiv zum gesellschaftlichen und öffentlichen Leben ihrer Länder beitragen. Herzlichen Glückwunsch, Mohammed Salihi! 💐
Serkeftin! ✌️☀️ #MohammedSalihi #Kurden #KurdishDiaspora #USA #Georgia #KGD nitter.net/krdchronicle/status/21…
Mohammed Salihi, a Kurdish-American law enforcement officer, has officially assumed the role of City Chief Marshal in Manchester, Georgia. He is tasked with establishing a new municipal law enforcement agency from the ground up. Read more: kurdistanchronicle.com/babat…
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Jina Amini war eine Kurdin aus Saqqez in Ostkurdistan. Sie war 22 Jahre alt, als sie am 16. September 2022 von der iranischen Sittenpolizei in Teheran ermordet wurde. Ihr Name wurde zum Symbol eines Aufschreis, der in ihrer Heimatstadt begann. Bei ihrer Beerdigung riefen Menschen Jin, Jiyan, Azadî (Frau, Leben, Freiheit). Von dort aus verbreitete sich der Protest über ganz Rojhilat, dann über den Iran und schließlich in die ganze Welt. Doch obwohl Jina Amini und die Kurd:innen aus Rojhilat diesen Aufstand ausgelöst haben, wurden sie schnell unsichtbar gemacht. International wurde sie vor allem unter ihrem persischen Namen Mahsa Amini bekannt, ein Name, den der iranische Staat ihr aufgezwungen hatte und der ihre kurdische Identität unsichtbar machen sollte. Außerdem wurde die Bewegung oft nur noch als „iranische Revolution“ beschrieben und die kurdischen Worte und die kurdische Perspektive verschwand. Damit ging verloren, wie sehr Kurd:innen, diesen Kampf getragen haben. Und selbst der Slogan Jin, Jiyan, Azadî wurde ins Farsi übersetzt und als iranisch wahrgenommen. Dabei ist es der Leitspruch der kurdischen Frauenbewegung, entstanden in Nordkurdistan, getragen von Frauen, die auch im Kampf gegen den IS an vorderster Front standen. Heute ist Jina Amini eine der wichtigsten Symbolfiguren der kurdischen Frauenbewegung. Sie steht auch für den Kampf um Sichtbarkeit von Kurd:innen. Wir erinnern daran: Die Revolution begann in Saqqez. Sie begann mit Jina Amini. Sie begann mit den Stimmen ihrer Angehörigen und der Kurdinnen, die Jin, Jiyan, Azadî riefen.
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Jin, Jiyan, Azadî – Jina bleibt unvergessen! Vor vier Jahren, am 16. September 2022, starb die 22-jährige Kurdin Jina Amini nach ihrer Festnahme durch die sogenannte Sittenpolizei des iranischen Regimes. Ihr Tod löste, ausgehend von Kurdistan, eine der größten Protestbewegungen in der Geschichte der Islamischen Republik aus. Ihr kurdischer Name Jina wurde zum Symbol des Widerstands. Der kurdische Ruf „Jin, Jîyan, Azadî – Frau, Leben, Freiheit“ ging von den Straßen Kurdistans durch den gesamten Iran und schließlich um die Welt. Das Regime antwortete auf den Ruf nach Freiheit mit brutaler Gewalt, Verhaftungen und Hinrichtungen. Doch es konnte nicht verhindern, dass Jina eine ganze Generation verändert hat. Frauen widersetzen sich weiterhin der staatlichen Bevormundung, und der Wunsch nach Freiheit, Gleichberechtigung und einem selbstbestimmten Leben lässt sich nicht mehr auslöschen. Am vierten Jahrestag gedenken wir Jina Amini und all jener, die im Kampf für Freiheit ihr Leben verloren haben. Wir stehen an der Seite der Frauen, der Kurdinnen und Kurden und aller Menschen im Iran, die sich gegen Unterdrückung und für ihre grundlegenden Rechte einsetzen. Jina lebt weiter – in ihrem Namen, in ihrem Vermächtnis und in dem Ruf, der die Welt bewegt hat: Jin, Jiyan, Azadî. #JinaAmini #JinJiyanAzadi #WomanLifeFreedom #Rojhilat #Kurdistan #Iran
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Am 20. September finden in Berlin die #Wahl zum Abgeordnetenhaus und in Mecklenburg-Vorpommern die Wahl zum neuen Landtag statt. Die erst kürzlich abgehaltene Landtagswahl in Sachsen-Anhalt markiert eine deutliche Zäsur für die politische Entwicklung des Landes und verleiht den anstehenden Wahlen zusätzliche Bedeutung. Mit 43,8 Prozent wurde die AfD dort stärkste Kraft im Landtag. Das Ergebnis macht deutlich, dass sich politische Mehrheiten innerhalb kurzer Zeit grundlegend verändern können und damit auch die politischen Bedingungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens neu bestimmen. Gerade vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, demokratische Kräfte zu stärken, extremistischen Positionen entgegenzutreten und für die Geltung von Grundgesetz, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten einzustehen. Wir rufen alle Wahlberechtigten in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern dazu auf, am 20. September 2026 wählen zu gehen und von ihrem demokratischen Recht Gebrauch zu machen.
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Die Kurdische Gemeinde Deutschland verurteilt die Schmierereien und den Einschüchterungsversuch gegen den Landrat des Kreises Minden-Lübbecke, Ali Doğan (SPD), aufs Schärfste. Unbekannte haben das Kreishaus in Minden an mehreren Stellen mit gegen Ali Doğan gerichteten Parolen beschmiert. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Ali Doğan ist nicht nur ein engagierter demokratischer Kommunalpolitiker, sondern auch Mitglied im Beirat der Kurdischen Gemeinde Deutschland. Wir stehen solidarisch an seiner Seite. Politische Entscheidungen dürfen und müssen kontrovers diskutiert werden. Persönliche Angriffe, Hass, Einschüchterung und Sachbeschädigung haben in einer demokratischen Gesellschaft keinen Platz. Wir erwarten eine konsequente Aufklärung der Tat und ein klares gesellschaftliches Zeichen gegen jede Form politischer Einschüchterung. Lieber Ali, die KGD steht an deiner Seite. Lass dich nicht einschüchtern! #Solidarität #AliDoğan #KGD #Demokratie #GegenHass
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