Interessante These, überzeugt aber nicht, wenn man mit bestimmten anderen Gesundheitsgefahren vergleicht wie z.B. Luftverschmutzung allgemein oder Feinstaub. Nicht-tödliche, schleichende Langzeit-Konsequenzen wie COPD, Asthma, kognitive Beeinträchtigung und viele mehr haben eine grosse Rolle in der Argumentation gespielt, die schon vor Jahrzehnten zu strikten und effizienten Massnahmen gegen Luftverschmutzung und Feinstaub geführt haben.
Auch gegen Lärm (Fluglärm, Strassenlärm, Lärm von Eisenbahnen, usw.) wurden teils sehr aufwändige Massnahmen getroffen, obwohl auch hier die gesundheitliche Beeinträchtigung schleichend und oft nicht tödlich ist, aber Lebensqualität und Gesundheit beeinträchtigt.
Aus meiner Sicht spielen ganz spezifische Gründe eine viel grössere Rolle, weshalb ME/CFS, long COVID, hEDS uvm. schon seit Jahrzehnten als physische Krankheiten kaum erforscht und stattdessen massiv psychologisiert werden. Der Grund dafür liegt mehr in der akademischen Gemeinschaft und insbesondere in der Ärztegemeinschaft.
Das darf natürlich nicht sein. Deshalb finden akademische Forscher immer neue Gründe, weshalb die Politik daran schuld sein muss.