Sehr aufschlussreiches Interview.
Psychische Erkrankungen werden zunehmend zu einem Identitätsmerkmal und es sind vor allem jene, welche traditionelle Identität (Glaube, Familie, Heimat) ablehnen, die davon betroffen sind.
Vor allem die Wokeness produziert systematisch Opferrollen. Entsprechend überrepräsentiert sind in den Praxen daher linke, junge Frauen.
Unterrepräsentiert sind auf der anderen Seite konservative Männer.
Generell geht es Menschen besser, die davon überzeugt sind, Kontrolle über ihr Leben zu haben, Verantwortung übernehmen und sich auf sich selbst verlassen.
Linksorientierte Menschen neigen hingegen dazu, dem Staat, dem Kapitalismus, dem "Patriarchat" oder wem auch immer die Schuld für alles zu geben.
Weil sie sich machtlos fühlen, entwickeln sie Symptome. Die psychische Störung bietet dann einen Ausweg, sozusagen einen neurotischen Kompromiss.
Die Folge ist eine Pathologisierung der Gesellschaft.
nzz.ch/feuilleton/psychisch-…