Sie sind aufgestanden, bevor er gesprochen hat.
Denn es ging nie um Dialog.
77 Delegationen waren nicht im Saal, als Benjamin Netanyahu vor den Vereinten Nationen sprach. Ein Teil ging, als er an das Pult trat.
Das ist kein mutiger Protest. Das ist ein Urteil, das feststeht, bevor die Gegenrede beginnt. Wer so handelt, muss die eigenen Vorwürfe nicht prüfen, niemand interessiert sich für den Wahrheitsgehalt.
Drei Jahre lang wird Israel mit feindseliger Propaganda überschüttet, die das Land für schuldig erklären soll, weil es sich verteidigt.
Wer den Saal verlässt, nimmt an keiner Debatte teil, sondern an einer Lagerbildung.
Die Vereinten Nationen nennen sich Gemeinschaft der Völker. Eine Gemeinschaft, die nicht mehr zuhört, hat aufgehört, eine zu sein.
Dieser Saal ist der Ort, an dem sich Sozialisten und Diktaturen gegen den Westen versammeln und zusammenarbeiten. Nicht um zuzuhören, sondern um anzuklagen und zu intrigieren, wie es dem eigenen Lager gerade passt.
Der Westen braucht einen Ort, der unsere Werte zur Bedingung macht. Dieser Saal ist das nicht mehr.