Die Botschaft Israels hält jüdisches Leben für „so vielfältig“ das sie sich von 150 angeblich unwichtigen Unterschriften bedroht fühlt. Jetzt bloss nicht nicht den Eindruck erwecken lassen das man Angst davor hätte Jüdische Meinung könnte WIRKLICH als vielfältig erachtet werden.
Wie beruhigend. 150 Unterschriften – und schon ist das Antisemitismusproblem der Berliner Linken offenbar verschwunden.
Nur wenige Tage nach Jom Kippur wäre vielleicht etwas weniger Selbstgerechtigkeit und etwas mehr Selbstreflexion angebracht.
„Jalla, Jalla, Intifada“, Todesrufe gegen israelische Soldaten und immer neue antisemitische Grenzüberschreitungen werden nicht dadurch harmloser, dass man einen offenen Brief unterschreibt.
Jüdisches Leben ist vielfältig. Natürlich. Aber 150 Stimmen sprechen ebenso wenig für „die Juden“ wie irgendeine andere einzelne Gruppe.
Antisemitismus von rechts, aus islamistischen Kreisen und von links muss beim Namen genannt werden – ohne Relativierung, ohne Ausreden und ohne politische Scheuklappen.
Eine Brandmauer gegen Antisemitismus hat keine bevorzugte Himmelsrichtung.