Ärztinnen und Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V. – für eine freie, differenzierte und verantwortungsvolle Impfentscheidung seit 2006.

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„Die autoritäre Entschlossenheit, mit der damals in Grundrechte eingegriffen wurde, während es zugleich die Gesundheitsämter nicht einmal für nötig hielten, wochenends besetzt zu sein, zeigt ebenfalls die Bequemlichkeit des Staates. Dieser berief sich bei der Datenerhebung häufig auf Datenschutzprobleme, während er im konkreten Umgang mit den Daten seiner Beschäftigten selbst gegen Datenschutzrecht verstieß. [...] Was bleibt, ist der enorme Vertrauensschaden. Besonders verstörend war die Asymmetrie: Gegenüber den Bürgern trat der Staat autoritär entschlossen auf, an die eigene Verwaltung stellte er weit geringere Ansprüche.“ welt.de/debatte/plus6ac386ca…
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Grundlage für die Erhöhung von 3 auf 10 µg ist im Wesentlichen die von BioNTech gesponserte Studie C4591048 und eine Zulassungsänderung im April/Mai diesen Jahres. Der entscheidende Nachweis beruhte dabei auf Immunogenität, also neutralisierenden Antikörpern – nicht auf klinischen Endpunkten wie Hospitalisierungen oder schweren COVID-19-Verläufen. Bei Kindern von 6 Monaten bis <2 Jahren zeigte 2 × 10 µg eine nicht unterlegene Antikörperantwort gegenüber 3 × 3 µg. Kritischer ist die Datenlage bei den 2- bis <5-Jährigen: In der Phase-2/3-Studie erhielten 688 Kinder nur eine 10-µg-Dosis. Diese verfehlte bei SARS-CoV-2-naiven Kindern eines der Nichtunterlegenheitskriterien. Daraufhin wurde das Schema auf 2 × 10 µg geändert – dieses schließlich zugelassene Zwei-Dosen-Schema wurde in der großen Phase-2/3-Kohorte jedoch gar nicht direkt untersucht. Auch zur Sicherheit ist die Evidenz begrenzt: Die EMA betont selbst, dass die Studien zu klein waren, um seltene Nebenwirkungen zuverlässig zu erfassen. Bei den 2- bis <5-Jährigen gab es zudem keine Kontrollgruppe für die 10-µg-Dosis. Hinzu kommt: Untersucht wurden überwiegend gesunde Kinder, während die STIKO die Impfung in diesem Alter gerade bei Kindern mit erhöhtem Risiko empfiehlt. Kurz: Die Dosiserhöhung ist zugelassen, beruht aber primär auf Immunobridging. Besonders für das neue 2×10-µg-Schema bei 2- bis <5-Jährigen ist die direkte klinische und sicherheitsbezogene Datenbasis begrenzt. Die STIKO übernimmt hier nur die zugelassene Dosierung gemäß Fachinformation, thematisiert diese Limitationen aber leider (erwartungsgemäß) nicht. Quellen: clinicaltrials.biontech.com/… ema.europa.eu/en/documents/v… ema.europa.eu/en/documents/p…
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💉 SCHON GEWUSST? Wie oft braucht es eine Tetanus-Auffrischung? 📅 Die STIKO empfiehlt Erwachsenen nach abgeschlossener Grundimmunisierung weiterhin eine Tetanus-Auffrischung alle 10 Jahre. International ist dieses Schema jedoch nicht einheitlich. 🌍 Die WHO empfiehlt für einen lebenslangen Schutz insgesamt sechs Tetanus-Impfstoffdosen – drei zur Grundimmunisierung und drei Auffrischungen, möglichst bis zum Jugendalter. Routinemäßige Booster im Erwachsenenalter sind danach nicht vorgesehen. 🔬 Mehrere Studien stellen den Nutzen des starren 10-Jahres-Schemas infrage. Hammarlund et al. (2016) fanden langlebige Antikörperantworten und errechneten, dass etwa 95 % nach vollständiger Impfserie mindestens 30 Jahre geschützt sein könnten: doi.org/10.1093/cid/ciw066 📊 Slifka et al. (2021) verglichen Länder mit und ohne routinemäßige Erwachsenen-Booster. In mehr als 11 Milliarden Personenjahren zeigte sich kein messbarer zusätzlicher Rückgang der Tetanusinzidenz in Ländern mit regelmäßigen Auffrischungen. Als Beobachtungsstudie kann die Untersuchung einen individuellen Nutzen aber nicht sicher ausschließen: doi.org/10.1093/cid/ciaa017 ⚖️ Ein Review von Slifka et al. (2025) kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass 10-jährliche Booster nach vollständiger Impfserie möglicherweise nicht mehr notwendig sind. Die Autoren verweisen auf ein ungünstigeres Nutzen-Risiko-Verhältnis unnötiger Zusatzimpfungen und hohe vermeidbare Kosten; für die USA wurden Einsparungen von bis zu 1 Milliarde US-Dollar jährlich modelliert: doi.org/10.1128/cmr.00031-25 🧪 Weniger Booster bedeuten zugleich weniger Impfstoffdosen und damit eine geringere kumulative Exposition gegenüber aluminiumhaltigen Adjuvantien. 🩹 Tetanus bleibt eine sehr seltene, aber potentiell schwere Erkrankung. In Deutschland werden weniger als 15 Krankenhausaufnahmen pro Jahr wegen Tetanus verzeichnet. Neben dem Impfstatus sind eine sachgerechte Wundversorgung und die individuelle Risikosituation wichtig. ÄFI sieht angesichts dieser Daten bei der STIKO Anlass, das 10-Jahres-Schema kritisch zu prüfen. 🌐 Mehr dazu im Tetanus-Fachbeitrag auf xn--fi-uia.de/impfungen. #Tetanus #Wundstarrkrampf #Impfkalender #Auffrischimpfung #Impfaufklärung #IndividuelleImpfentscheidung #ÄFI
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US-Behörden verwendeten statistische Methoden, die Sicherheitssignale unterdrückten👇 Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und die Food and Drug Administration (FDA) sind die wichtigsten US-Behörden, die die Sicherheit der #COVID-Impfstoffe kontrollieren sollten. Das British Medical Journal (#BMJ), eine der weltweit führenden medizinischen Zeitschriften, deckte nun auf, dass beide Behörden eine statistische Methode verwendeten, die fälschlicherweise keine signifikanten Sicherheitssignale feststellte. Sie wurden über den Fehler in ihrem Verfahren informiert, haben diese Information aber unterdrückt. Bereits zu Beginn der Impfkampagne (Januar 2021) hatte die #CDC vor, zwei Verfahren zur Überwachung der Impfstoffsicherheit anzuwenden. Nennen wir sie der Einfachheit halber die Methoden A und B. Wichtig ist, dass die Methode A entgegen dem Kontrollauftrag bis Mitte 2022 nicht angewendet wurde, und auch danach nur kurzfristig, so dass ein großer Teil der öffentlich zugänglichen Sicherheitsstatistik auf den Ergebnissen der Methode B beruhte. Diese aber hatte einen gravierenden Haken. Was war das Problem? CDC und #FDA benutzen die Daten des freiwilligen Meldesystems VAERS, dessen Angaben schlecht kontrollierbar sind und wahrscheinlich unter einem Underreporting, sprich einer hohen Dunkelziffer leiden. Deswegen kann ein direkter Vergleich zwischen den VAERS-Daten und der erwarteten Häufigkeiten ein und derselben Komplikation zu erheblichen Datenverzerrungen führen. Um diese Schwierigkeit zu beseitigen, wird stattdessen die Methode verwendet, in der die Häufigkeit einer Nebenwirkung (z. B. einer allergischen Reaktion) eines bestimmten Präparats mit der Häufigkeit derselben Nebenwirkung nach der Anwendung anderer Präparate verglichen wird. Man kann dies für verschiedene Zeiträume berechnen. Die FDA tat dies wöchentlich. Man erkennt leicht: Die Methode sollte gut funktionieren, solange in der Anwendung viele verschiedene Medikamente sind, die völlig verschiedene chemische und biologische Effekte haben. Was aber passiert, wenn die meisten Medikamente, die innerhalb einer Woche angewendet werden, die gleiche Nebenwirkung erzeugen? Offensichtlich wird auch eine sehr hohe Nebenwirkungsrate nicht entdeckt, weil sie bei allen Medikamenten ähnlich hoch ist. VAERS beinhaltet nur die Daten über #Impfstoffe. In den USA wurden während der COVID-Impfkampagne zwei davon – die von BioNTech/Pfizer und von Moderna – in solchen Mengen verwendet, dass alles andere zum Hintergrundrauschen wurde. Grob gesagt hat die Methode B nichts anders gemacht, als nur diese zwei Impfstoffe miteinander zu vergleichen. Die zwei basieren aber auf dem gleichen Prinzip und haben ein ähnliches Profil der Wirkungen und Nebenwirkungen. Kein Wunder also, dass das System kein Sicherheitssignal feststellen konnte.  Methode A, das sogenannte Proportional Reporting Ratio (PRR), funktioniert anders: Es vergleicht, ob bestimmte unerwünschte Ereignisse nach den COVID-19-Impfstoffen anteilig häufiger gemeldet wurden als nach anderen, nicht gegen COVID-19 gerichteten Impfstoffen. Dadurch war sie in dieser Situation weniger anfällig für das beschriebene „Maskierungsproblem“. Die ganze Geschichte und alle Hintergründe hier: individuelle-impfentscheidun…
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🧬 sa-mRNA-Impfstoffe: Was wissen wir über mögliche Nebenwirkungen? 🎙️ In Folge #41 unseres Podcasts „Impfen mit Sinn und Verstand“ sprechen der Immunologe und wissenschaftliche ÄFI-Beirat @KlapprothKay, Dr. Sybille Freund und @AKonietzky über sogenannte self-amplifying mRNA-Impfstoffe (sa-mRNA) und mögliche Auswirkungen dieser Technologie auf das Immunsystem. 🔬 Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen mRNA-Impfstoffen: Die eingebrachte RNA enthält zusätzlich den Bauplan für eine Replikase. Dadurch kann sich die RNA in den Körperzellen vervielfältigen. Mit einer geringeren Ausgangsdosis soll so über längere Zeit ausreichend Antigen produziert und eine starke Immunantwort ausgelöst werden. ⚠️ Genau darin sieht Dr. Kay Klapproth im gezeigten Ausschnitt auch eine wichtige Frage mit Blick auf mögliche Nebenwirkungen: Immunreaktionen sind für die Wirkung einer Impfung notwendig, können aber zugleich Entzündungsreaktionen und andere Beschwerden verursachen. Je stärker oder länger eine solche Aktivierung ausfällt, desto wichtiger ist die Frage, wie sie reguliert und beendet wird. 💉 Mit Kostaive® (Zapomeran) ist bereits ein sa-mRNA-Impfstoff gegen COVID-19 in der EU zugelassen. ❓ Aus Sicht von ÄFI bleiben wichtige Fragen offen: Wie lange läuft die RNA-Vermehrung ab? Wie lange wird Antigen produziert? Welche Zellen werden erreicht? Und wie gut sind seltene oder längerfristige unerwünschte Wirkungen bislang untersucht? 🧪 Aus dem theoretischen Wirkmechanismus allein lässt sich nicht ableiten, ob sa-mRNA-Impfstoffe tatsächlich häufiger oder schwerere Nebenwirkungen verursachen. Dafür sind klinische Studiendaten und eine ausreichend lange Sicherheitsbeobachtung entscheidend. Diese zeigen aber ein ernüchterndes Bild. 🎧 Im Reel hört ihr einen Ausschnitt aus Folge #41 „Immunologie der sa-mRNA-Stoffe – Troja: Einführung still und leise“. 📚 In den Folgen #42 und #43 wird das Thema weiter vertieft. 🌐 Mehr Informationen auf xn--fi-uia.de. Die vollständigen Folgen findet ihr bei „Impfen mit Sinn und Verstand“ auf den gängigen Podcast-Plattformen. impfen-mit-sinn-und-verstand… open.spotify.com/show/7jgmUb… podcasts.apple.com/de/podcas… #samRNA #mRNA #Impfstoffe #Nebenwirkungen #Immunologie #COVID19 #Impfaufklärung #ÄFI
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1/ Die COCHRANE-Entscheidung von Nina Warken (CDU) @BMG_Bund ist nur konsequent - schließlich orientierte sich die Union spätestens seit der Corona-Krise an eminenzbasierter Wissenschaft (@c_drosten und Co.) statt an evidenzbasierter Wissenschaft. Außerdem hatte es COCHRANE doch tatsächlich gewagt, mit dem bedeutsamen Review zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz bei Atemwegsinfektionen aus 01/23 die Unwirksamkeit (!) politisch implementierter, rigider Maskenpflichten darzulegen. COCHRANE entzauberte damit das jahrelang propagierte Masken-Narrativ des Covid-Regimes. Nur logisch, dass die CDU dafür nun nicht mehr bezahlen will - schließlich besteht ja auch sonst kaum Interesse an einer wissenschaftlichen und ehrlichen Corona-Aufarbeitung in der Union. „Nun wurde bekannt, dass Warken in ihren letzten Tagen als Ministerin auch beschlossen hat, die Förderung des Bundes für die Cochrane-Stiftung auslaufen zu lassen. Unter Fachleuten löst der Schritt Befremden aus. … Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften @AWMF_eV hat deshalb Warkens Nachfolger Carsten Linnemann aufgefordert, die ‚nachhaltige Sicherung und Weiterentwicklung von @Cochrane_DE’ zu unterstützen.“ sueddeutsche.de/politik/wark…
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„Der frühere Cochrane-Direktor und Medizinstatistiker Gerd Antes kritisiert die Entscheidung scharf. Gerade nach den Erfahrungen der Corona-Jahre sei die Arbeit des Forschungsnetzwerks wichtiger denn je: „Es gab eine massive Beschädigung der Wissenschaft – und als Teil davon die Beschädigung des Evidenzbegriffs während der Pandemie“, sagt Antes gegenüber NIUS. „Jetzt ist eigentlich die Zeit, wo das repariert werden muss. Und da hätte Cochrane eine Schlüsselfunktion.“ Umso weniger nachvollziehbar sei das Ende der Förderung angesichts der fachlichen Bilanz der Stiftung. „Mir ist keine einzige inhaltliche Kritik an der Arbeit der Stiftung bekannt“, so Antes. Auf die Frage, ob er die Entscheidung als Absage an die Evidenzbasierung verstehe, antwortet er: „Ja, so sieht es aus.““ nius.de/gesundheit/gesundhei… t.me/Rosenbusch
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Krankenkassenchef Andreas Schöfbeck warnte 2022 vor einer millionenfachen Untererfassung von Corona-Impfnebenwirkungen – und wurde kurz darauf fristlos gekündigt. Seither schwieg er. Gegenüber Multipolar äußert er sich nun erstmals öffentlich. multipolar-magazin.de/artike…
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Laut den vier Studienautoren »sinkt beispielsweise die Zahl der an Corona Verstorbenen in den Pandemiejahren um 44 bis 63 %«. Demnach ist etwa die Hälfte der als Corona-Tote registrierten Personen in den USA nicht an Corona gestorben. barucker.press/p/coronatote-…
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Die staatliche Förderung der Cochrane Deutschland Stiftung macht weder internationale Cochrane-Reviews noch die darin ausgewerteten Primärstudien zu „staatlicher Wissenschaft“. Ebenso wenig widerspricht es sich, öffentlich finanzierte Forschung zu nutzen und wissenschaftliche Institutionen, Empfehlungen oder Schlussfolgerungen kritisch zu prüfen. Der behauptete Widerspruch entsteht also nur durch die Gleichsetzung verschiedener Dinge. Auch durch wiederholtes Behaupten wird es nicht schlüssiger. Sie argumentieren sich in nur immer tiefer in eine Sackgasse.
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Das Argument wird nicht besser: Nachdem der Vorwurf der „vom Steuerzahler bezahlten Kurse“ nicht trägt, soll nun schon die Nutzung von Cochrane-Evidenz eine „Agenda“ beweisen. Wer wissenschaftlicher Arbeit vorwirft, „am Tropf der Evidenz“ zu hängen, führt den eigenen Vorwurf eigentlich selbst ad absurdum.
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🧠 SCHON GEWUSST? Impfungen können mehr bewirken als den gezielten Schutz vor einem bestimmten Erreger. 🔬 Als non-spezifische Effekte (NSE) werden gesundheitliche Auswirkungen bezeichnet, die über den Schutz vor der Zielerkrankung hinausgehen. Untersucht wird etwa, ob Impfungen auch andere Infektionen, Krankenhausaufnahmen oder die Gesamtsterblichkeit beeinflussen. 🟢 Besonders bei Lebendimpfstoffen wie Masern-, BCG- oder der früher eingesetzten oralen Polioimpfung wurden wiederholt günstige NSE beobachtet. Studien – vor allem aus Ländern mit niedrigem Einkommen – fanden nach masernhaltigen Impfstoffen eine geringere Gesamtsterblichkeit. Auch europäische Registerstudien berichten von Hinweisen auf weniger infektionsbedingte Krankenhausaufnahmen nach Lebendimpfstoffen. 🟠 Bei Totimpfstoffen, etwa mit Diphtherie-, Tetanus- oder Pertussis-Komponenten, wurden in einigen Studien dagegen ungünstige NSE (wie negative Effekte auf die Sterblichkeit) beschrieben. Diskutiert werden außerdem Reihenfolge und Zeitpunkt von Impfungen sowie mögliche Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen. ⚠️ Die Datenlage ist jedoch komplex: Viele Ergebnisse stammen aus Beobachtungsstudien und können durch Impfzeitpunkt, Gesundheitszustand oder den „Healthy-Vaccinee-Bias“ verzerrt sein. Randomisierte Studien und neuere Untersuchungen aus Industrieländern ergeben teilweise ein zurückhaltenderes oder widersprüchliches Bild. Ein kausaler allgemeiner Nutzen oder Schaden einzelner Impfstoffgruppen ist daher bislang nicht 100%ig für Industrieländer gesichert. 💡 Trotzdem ist die Forschung relevant: Sollten sich NSE bestätigen, sollten für Deutschland auch Timing, Reihenfolge und Kombinationen von Impfungen stärker berücksichtigt werden. 👩‍⚕️ Aus Sicht von ÄFI sollten bekannte Unsicherheiten und mögliche NSE Teil einer individuellen ärztlichen Impfberatung sein – ohne daraus vorschnelle allgemeine Empfehlungen abzuleiten. 🌐 Mehr Informationen und Studien findet ihr in den ÄFI-Fachbeiträgen: xn--fi-uia.de/impfungen ℹ️ Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt kein individuelles ärztliches Beratungsgespräch. #Immunsystem #NSE #NonspezifischeEffekte #Impfaufklärung #Impfberatung #IndividuelleImpfentscheidung #ÄFI
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Fehlende Corona-Aufarbeitung: Was lange schwärt, wird nicht gut Masslose Polizeieinsätze, falsche Zertifikate und distanzlose Medien: Die #Corona-Gräben reissen auf. Doch von einer ernsthaften Auseinandersetzung ist wenig zu sehen. nzz.ch/meinung/fehlende-coro…
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🔗 Mehr zum Thema und zu unseren damaligen Stellungnahmen: ➡️ Masern-Fachbeitrag von ÄFI mit allen wichtigen Informationen rund um Erkrankung, Impfung und Impfpflicht: individuelle-impfentscheidun… ➡️ Medizinisch-epidemiologisches Gutachten von Prof. Dr. Alexander Kekulé: individuelle-impfentscheidun… ➡️ Verfassungsrechtliches Gutachten von Prof. Dr. Stephan Rixen: individuelle-impfentscheidun… ➡️ Stellungnahme von ÄFI als sachkundige Dritte gegenüber dem Bundesverfassungsgericht: individuelle-impfentscheidun… ➡️ Weitere Veröffentlichungen zum Masernschutzgesetz: individuelle-impfentscheidun…
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📌 Interessant aus der heutigen Anhörung zur Masern-Impfpflicht: Das Bundesgesundheitsministerium erklärte, dass für eine belastbare Evaluation des Nutzens des Masernschutzgesetzes noch etwa drei Jahre benötigt würden. 🌍 Zugleich wurde darauf verwiesen, dass eine Aufhebung der Masern-Impfpflicht grundsätzlich dann in Betracht komme, wenn Deutschland den WHO-Eliminierungsstatus für Masern erreicht. 🔬 Für 2024 kam die deutsche NAVKO noch zu dem Ergebnis, dass die endemische Masernübertragung wie 2022 und 2023 unterbrochen war. Damit wäre der Eliminierungsstatus erreicht gewesen. Die regionale Verifizierungskommission der WHO Europa folgte dieser Einschätzung jedoch nicht und stufte Deutschland wieder als Land mit endemischer Transmission ein. 📅 Damit muss Deutschland den Nachweis einer unterbrochenen endemischen Transmission nun erneut über drei Jahre erbringen – beginnend mit 2025. Ein bestätigter Eliminierungsstatus wäre damit frühestens 2028 möglich. ➡️ Die heutige Aussage des BMG deutet damit darauf hin, dass das Ministerium jedenfalls kurzfristig nicht mit einer Aufhebung der Masern-Impfpflicht rechnet – gerade auch deshalb nicht, weil das Ministerium innerhalb der nächsten Zeit keine Evaluierung der Wirksamkeit des Gesetzes vorlegen wird.
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🏛️ Masern-Impfpflicht erneut im Bundestag: bundestag.de/dokumente/texta… 📣 Heute hat sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages öffentlich mit einer Petition von Dr. Ronald Weikl zur Aufhebung des Masernschutzgesetzes und der darin geregelten Masern-Impfpflicht beschäftigt (13-14 Uhr). ⚖️ ÄFI begleitet die Diskussion um das Masernschutzgesetz seit seiner Entstehung kritisch und hat hierzu medizinische und verfassungsrechtliche Stellungnahmen veröffentlicht. Im Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht wurde ÄFI zudem als sachkundige Dritte um eine Stellungnahme gebeten. 🔎 Aus Sicht von ÄFI bleibt die Masern-Impfpflicht auch heute kritisch zu hinterfragen. Dabei sollte es nicht primär darum gehen, den grundsätzlichen Schutz durch die Masernimpfung infrage zu stellen, sondern um die Frage, welchen zusätzlichen Nutzen staatlicher Druck tatsächlich bringt. Schon vor Einführung des Gesetzes entschieden sich rund 97 % der Eltern für die erste Masernimpfung. Internationale Vergleiche zeigen zudem keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen Impfpflicht, höheren Impfquoten und weniger Masernfällen. ⚠️ Weitere Kritikpunkte betreffen den fehlenden Masern-Einzelimpfstoff sowie mögliche unerwünschte Folgen verpflichtender Maßnahmen auf Vertrauen und Impfbereitschaft. 💡 Bereits im Gesetzgebungsverfahren und später gegenüber dem Bundesverfassungsgericht haben wir deshalb auf weniger eingreifende Alternativen hingewiesen – etwa gezielte Nachholimpfungen, Recall-Systeme und niedrigschwellige Impfangebote. 📋 Das Masernschutzgesetz schreibt keine unmittelbare Zwangsimpfung vor. Ohne den geforderten Nachweis können jedoch unter anderem Betreuungs- oder Tätigkeitsverbote sowie Buß- oder Zwangsgelder folgen. 🎙️ Anlässlich der heutigen Beratung erinnern wir an eine Folge #7 unseres Podcasts „Impfen mit Sinn und Verstand“ mit Fachanwalt für Medizinrecht Jan Matthias Hesse zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts und zum Masernschutzgesetz – hier geht es zur ganzen Folge: impfen-mit-sinn-und-verstand…
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Polio-Fachbeitrag aktualisiert: Neue Daten zu Sicherheit, non-spezifischen Effekten und Impfempfehlungen👇 Neu berücksichtigt werden die internationale epidemiologische Entwicklung, aktuelle Sicherheitsstudien zu Polio-Kombinationsimpfstoffen und die Forschung zu möglichen non-spezifischen Effekten der oralen Polioimpfung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie die Ständige Impfkommission (#STIKO) ihre Empfehlungen zur Polioimpfung in der Vergangenheit begründet hat. Das wissenschaftliche Hintergrundpapier macht dabei die Literatursuche, die Auswahl der Studien und deren methodische Bewertung nachvollziehbar. Das Risiko, in Deutschland an einer paralytischen Poliomyelitis zu erkranken, ist derzeit äußerst gering. Seit dem Jahr 2000 wurde hierzulande kein klinischer Poliofall (aus impfstoffabgeleiteten Viren) mehr registriert. Die #Impfempfehlung hat in Deutschland daher gegenwärtig den Charakter einer Vorsichtsmaßnahme für den Fall einer Einschleppung. Hinzu kommt aber noch das Problem der impfstoffabgeleiteten Polioviren. Sie entstehen, wenn sich die abgeschwächten Viren aus der oralen Lebendimpfung bei längerer Vermehrung genetisch verändern. Werden solche Viren von Mensch zu Mensch weitergegeben, spricht man von zirkulierenden impfstoffabgeleiteten Polioviren. Größere Immunitätslücken begünstigen ihre Ausbreitung. Daneben können sich Impfviren bei einzelnen Menschen mit bestimmten Immundefekten über lange Zeit vermehren und verändern. Wildviren und zirkulierende impfstoffabgeleitete Viren verhindern bislang den Abschluss des weltweiten Ausrottungsprogramms. Der von der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2014 ausgerufene internationale Gesundheitsnotstand wegen Polio dauert deshalb weiterhin an.
  In Deutschland wird seit 1998 nicht mehr die orale Lebendimpfung (OPV), sondern der zu injizierende inaktivierte Polioimpfstoff (IPV) verwendet. Dieser ist meist Bestandteil eines Mehrfachimpfstoffs. Unerwünschte Ereignisse lassen sich deshalb häufig nicht eindeutig der Polio- oder einer anderen Impfstoffkomponente zuordnen. Eine taiwanische Studie wertete zwei nationale Meldesysteme nach 667.497 Auffrischimpfungen mit dem DTaP-IPV-Impfstoff Tetraxim® aus. Bei 59 Kindern wurden unerwünschte Ereignisse gemeldet. Acht Kinder mussten wegen einer ausgeprägten Schwellung der geimpften Extremität stationär behandelt werden. Das entspricht einer Meldung pro rund 83.400 verabreichten Dosen. Alle Kinder erholten sich vollständig. Im staatlichen Entschädigungssystem wurden die schweren Schwellungen als impfstoffbezogen beurteilt. Die genannte Häufigkeit ist allerdings keine vollständig erhobene Erkrankungsrate. Passive Meldesysteme erfassen nur einen Teil der auftretenden Ereignisse; das Ausmaß der Untererfassung lässt sich aus dieser Studie nicht bestimmen. Internationale Studien von passiven Meldesystemen schätzen die Untererfassung aber auf etwa 90 %. Weil Tetraxim® mehrere Impfstoffkomponenten enthält, ist keine Zuordnung zur IPV-Komponente möglich. Die Studie wurde von Sanofi finanziert. Einer der Autoren war Mitarbeiter des Herstellers und hielt Unternehmensanteile. Eine zweite Studie begleitete in Südkorea 646 Säuglinge nach Impfungen mit Infanrix-IPV/Hib®. Bei 22,1 Prozent wurde mindestens ein unerwünschtes Ereignis erfasst, überwiegend Fieber, Schwellungen an der Einstichstelle oder Reizbarkeit. Sechs Kinder hatten ein Ereignis, das beispielsweise wegen einer Behandlung im Krankenhaus oder in einer Notaufnahme regulatorisch als schwerwiegend eingestuft wurde. Nur ein Fall von Fieber wurde als möglicherweise impfbedingt bewertet. Alle Ereignisse klangen wieder ab. Für seltene Risiken war die Studie zu klein. Es fehlte zudem eine Kontrollgruppe, fast alle Kinder erhielten noch weitere Impfungen und nur 120 wurden über alle drei Dosen hinweg beobachtet. Auch diese Studie wurde vom Hersteller finanziert – GSK war an Durchführung und Auswertung beteiligt. Alles Weitere dazu hier: individuelle-impfentscheidun…
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ÄFI-Mitarbeiter Tristan Nolting schreibt seine Doktorarbeit über den vergleichenden Nutzen von Kinderimpfungen auf Bevölkerungsebene mit Fokus auf Deutschland. Nun wurde im ersten Schritt das Studienprotokoll des Scoping Reviews im Fachjournal BMJ Open veröffentlicht. Im Interview erklärt der Doktorand der Universität Witten/Herdecke die Hintergründe und Ziele der wissenschaftlichen Arbeit. ÄFI: Worum geht es in Ihrer Doktorarbeit – und welche Forschungsfrage möchten Sie damit beantworten? Nolting: Vor allem interessiert mich, welchen Beitrag die verschiedenen in Deutschland empfohlenen Kinderimpfungen zur Verringerung von Erkrankungen und Todesfällen geleistet haben. Ist dies bei verschiedenen Impfungen in Deutschland ähnlich oder fällt dies doch recht unterschiedlich aus? Dafür möchte ich mir genauer die verfügbaren Meldedaten in Deutschland anschauen.  Die Dissertation (Doktorarbeit, Anm. d. Redaktion) besteht dabei aus mehreren Teilschritten: Zunächst aus einem Scoping-Review, um festzustellen, welche Forschung es bereits gibt und danach eine eigene historische Zeitreihenanalyse. Das Ziel der Arbeit sehe ich darin, differenzierter und transparenter darüber kommunizieren zu können, welchen Nutzen Impfungen auf Bevölkerungsebene leisten und wo die Grenzen unseres Wissens liegen. ÄFI: Nun wurde das Studienprotokoll Ihres sogenannten Scoping Reviews im Fachjournal BMJ Open veröffentlicht. Was ist ein Scoping Review und wieso braucht es dafür ein Studienprotokoll? Nolting: Ein Scoping Review ist wie ein systematisches Review eine Übersichtsarbeit zu einem bestimmten Forschungsfeld. Während systematische Reviews häufig sehr eng gefasste Endpunkte wie z. B. Wirksamkeitsfragen zu Impfungen beantworten, ist ein Scoping Review eher für eine thematische Kartierung bisheriger Studien ausgelegt. Das ist besonders sinnvoll in Forschungsfeldern, in denen bislang nur wenige und sehr unterschiedliche Studien vorliegen. Es wird also kein Gesamteffekt berechnet, sondern beschrieben, welche Studien es bisher gibt, welche Methoden angewendet wurden und wo Lücken bestehen. Wie bei systematischen Reviews auch, ist nicht jedes Scoping Review automatisch transparent und nachvollziehbar. Es kommt auf die verwendeten Methoden an – ich verwende beispielsweise die Methodik des Joanna Briggs Institute für Scoping-Reviews und die „Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analyses“ (PRISMA) Erweiterung für Scoping-Reviews (PRISMA-ScR).  Dadurch wird verhindert, dass die Methodik unbemerkt an späterer Stelle angepasst wird, um erwünschte Ergebnisse zu erhalten. Darum wurde das Scoping Review Protokoll auch vorab bereits registriert und im BMJ Open publiziert – so kann jeder Leser die Herangehensweise nachvollziehen. ÄFI: Warum braucht es überhaupt einen Überblick über die bisherige Forschung, bevor Sie selbst neue Daten untersuchen? Nolting: Um die Sinnhaftigkeit einer neuen Studie zu evaluieren, sollten Wissenschaftler herausfinden, was bereits untersucht wurde und an welcher Stelle Forschung noch fehlt. Womöglich gibt es bereits gute Studien über den relativen Beitrag von Impfungen in Deutschland auf Basis der vorhandenen Meldedaten. Entweder kann man darauf basierend aufbauen oder feststellen, dass es in dem Bereich eher keine neuen Daten braucht. Durch die Evaluierung der Datenquellen, statistischen Methoden und Problemen früherer Arbeiten im Rahmen des Scoping Reviews gibt es eine gute Grundlage für eine eigene Zeitreihenanalyse, bei der Impfquoten und Trends in den Infektions-, Erkrankungs-, Hospitalisierungs- und Todesfällen ins Verhältnis gesetzt werden. Ich vermute aufgrund erster Recherchen, dass es hier für Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern eine echte Forschungslücke gibt. Sollte meine Vermutung aber nicht zutreffen, dann würde ich auch die weitere Planung der Dissertation anpassen. Ich bin hier ergebnisoffen. Das ganze Interview hier: individuelle-impfentscheidun…
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In diesem Jahr feiern wir als ÄFI unser 20-jähriges Bestehen. Ein guter Anlass, einmal zurück zu schauen und zu reflektieren, wie ÄFI in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, welche Rolle unser Verein in den Debatten rund um Impfungen spielt und vor allem: wie wir als Verantwortliche unsere Aufgabe und Rolle sehen👇 individuelle-impfentscheidun…
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