Jahrelang genügte eine abweichende Meinung, um als „rechts“ zu gelten. Wer Fragen stellte, war kein Gesprächspartner mehr, sondern ein Fascho.
.Als im Parlament die bloße Möglichkeit bestand, dass bei einer Abstimmung auch Stimmen der AfD fallen könnten, sahen dieselben Stimmen die Republik am Abgrund. Dammbruch, Zivilisationsbruch, Weimar – kleiner ging es nicht.
Es sind Menschen, die sich als Antifaschisten verstehen. Als Schützer der Demokratie. Als die Guten, die aus der Geschichte gelernt haben.
Und nun fragen sie, ernsthaft empört: Sind Antisemitismus in der Linke, die Nähe zu organisierten Clans, das jahrelange Wegsehen beim Islamismus wirklich Grund genug, die Linke zu kritisieren? Wer es dennoch tut, übt plötzlich keine Kritik mehr. Er führt eine „Kampagne“.
Bin vollkommen Ihrer Meinung, dass man die Sorgen der jüdischen Community ernst nehmen muss. Und natürlich gilt das für die Linke insbesondere. Das rechtfertigt aber keine Kampagne gegen eine rot-rot-grüne Koalition in Berlin. Bin etwas erstaunt, dass Sie sich daran beteiligen.