Der Markt für Neufahrzeuge bewegt sich schneller als Experten vorausgesagt haben.
Da verkauft mit BYD der erste Chinese von Januar bis August in Europa mehr Autos als Tesla.
Ja, ok, schräger Vergleich, denn bei BYD sind Hybride der Stückzahlenbringer.
Aber die Chinesen haben von Tesla gelernt: Bei „make or buy“ entscheiden sie sich meist für „make“. Geld im Haus halten.
Klassische deutsche Automobilhersteller haben das über 50 Jahre anders gemacht: Die haben lieber zugekauft, mehr und mehr auch die Zulieferer entwickeln lassen.
BYD geht einen anderen Weg, selbst die Schiffe, mit denen sie die Autos nach Europa schaffen, sind ihre.
Und ja, die Händler verdienen (so lange die Autos laufen) gut damit und nein, BYD selbst, kaum.
Die gelten aber dem chinesischen Staat, zusammen mit einer Handvoll anderer Produzenten, als Speerspitze.
Es geht nicht darum, weiterer Hersteller auf dem europäischen Markt zu sein.
Es geht um Übernahme.
Die Typen, die uns Angst vor Putin machen wollen haben nicht begriffen, wo die wahre Gefahr droht.
In Europa hängt viel mehr an der Automobilindustrie als nur ein paar Arbeiter bei Automobilkonzernen.
Insbesondere auch Forschung und Entwicklung werden verschwinden, MINT-Fächer in diesem Bereich an den Universitäten werden schlicht bedeutungslos.
Zugegeben, ich habe die Zeitachse falsch eingeschätzt.
Ich habe geglaubt, die Chinesen würden erst dominieren, wenn der EU-Würgegriff zusammen mit dem vorauseilend woke-linkem Gehorsam der europäischen Autobosse Mitte des nächsten Jahrzehnts Europa zu einem Gebilde umbaut, in dem nur noch Privilegierte reisen, dass gemeine Volk im 15min Radius lebt.
Weit gefehlt.
Noch in diesem Jahrzehnt stirbt der erste „Big-Player“ der Automobilindustrie in Europa.
Ob es der Volkswagen-Konzern, ob es BMW oder Mercedes sind, ob es zuerst Stellantis zerreißt oder wen auch immer: Das es zur Marktbereinigung kommt ist nur eine Frage des „Wann?“.
Und ja, wir sehen da Krieg.
Echten.
Wirtschaftskrieg.
Von der einst billigen Werkbank, die uns mit Temu billigen Tand beschert hat zum bestimmenden Player sind es nur wenige Schritte.
Die Ideen aus Brüssel waren zahnlos. Paketsteuer? Lächerlich.
Zölle auf BEV?
Trotzdem liegen sie noch unter jedem Preispunkt, den die gierigen Europäer schaffen.
Und greifen kalt lächelnd die Prämien ab, die Europäer auf den Erwerb von BEV und PHEV ausschütten.
Und wenn die Europäer aufwachen und dies dichtmachen?
Dann kaufen die Chinesen billig Werke in Europa.
Fertigen dort mit hoher Fertigungstiefe, vielen Robotern und wenig Menschen.
Darum: BYD ist nur ein Anfang.
In zehn Jahren ist der Markt für PKW im Individualverkehr zwar verzwergt, da hoffnungslos überreguliert.
Aber in chinesischer Hand.
Witzig wird es bei Gütern werden.
Ja, der LKW-Verkehr wird viel geringer werden.
Das allein macht Lebensmittel etwa 30-45% teurer.
Böser: Die harte Konkurrenz auf der Schiene.
Laufen heute Güter nachts und tagsüber hat der Personenverkehr oft höhere Priorität wird sich dies massiv ändern.
Personenverkehr auf der Schiene wird überregional eine Preisexplosion erleben, da die Ressource Schiene zugunsten der Bevölkerung für Güter stark priorisiert werden muss.
Unsere kommenden Rot-Rot-Grünen Regierungen werden das mit Begeisterung durchziehen, abends dann mit Schampus und Nutten feiern, es dem Volk gezeigt zu haben.
Stromkosten werden explodieren, Elektroauto fahren kostet in zehn Jahren nicht weniger als heute einen V8 Benziner bewegen.
Brave new world.
Sehe ich zu schwarz?
Ach was.
Schwarz an der Regierung hat keine Kraft, heute gegen die nach links gerückte SPD zu stehen.
Also wird es so geschehen.
Also, genießen Sie die individuelle Reisefreiheit, solange Sie sie noch bezahlen können!